Acer Aspire R13: Schickes & flottes Convertible im 13,3-Zoll-Format

Mit dem Aspire R13 präsentiert Acer ein solide verarbeitetes 1000-Euro-Convertible mit einer mehr als nur ordentlichen Grundausstattung und schickem Design, mit dem sich der Hersteller deutlich vom Einsteigerbereich abheben möchte – und das auch schafft!

Erst kürzlich hatten wir mit Dells Latitude 13 7350 ein 2in1-Gerät für den Business-Bereich im Test, das auf Intels neuem Core-M-SoC basiert. Wir setzen unseren kleinen Exkurs im Bereich der mobilen Begleiter mit einer Bildschirmdiagonalen von 13,3 Zoll fort und werfen heute einen Blick auf Acers R13.

Dieses Convertible versucht sich durch sein gefälliges Äußeres von der Konkurrenz abzusetzen und bietet ausstattungsseitig eine Rundum-Sorglos-Paket: 13,3-zölliges Multitouch-Display mit IPS-Panel und Full-HD-Auflösung, Core i5-CPU, acht Gigabyte RAM und eine 256 Gigabyte große SSD entsprechen exakt dem, was wir als eine rundum gelungene Grundausstattung bezeichnen würden.

Mit Preisen, die bei 949 Euro beginnen, sind die schicken Acer-Convertibles alles andere als Billigheimer, bleiben aber in der Basisvariante unter der psychologisch wichtigen Grenze vor dem vierstelligen Bereich.

Gegen Aufpreis lassen sich Modelle auch mit Core i7-CPU, größerer SSD oder sogar zwei Speichermedien im RAID-0-Verbund und einem mit 2560 x 1440 Bildpunkten auflösenden Display erstehen; zudem werden aktuell die ersten Modelle mit Core-CPUs der fünften Generation gelistet. Unser Testexemplar verfügt allerdings noch über den weit verbreiteten und hinlänglich bekannten Core i5-4210U.

Die Geräteklasse der Convertibles stellt einen Zwischenschritt zwischen Notebooks und einem echten 2in1-Gerät dar und wird durch eine sehr flexible Bildschirmaufhängung gekennzeichnet, die es ermöglicht, das Display so "umzulegen", dass zwischen einem klassischen Notebook-Betrieb und der Nutzung als einer Art dickeres Tablet alles möglich ist. Dementsprechend versteht sich die Multitouch-Funktionalität des Displays von selbst. Wir haben die sechs unterschiedlichen Betriebsmodi in einer kurzen Bilderstrecke zusammengefasst:

Bei Maßen von 34,4 x 23 x 1,8 cm fällt das Gerät noch einmal deutlich schlanker aus, als das einem klassischen Notebook entsprechende Acer V13. Mit 1,47 kg ist es zudem angenehm leicht und kann dem Mobilitätsanspruch in dieser Hinsicht voll und ganz gerecht werden. Wer das Ladegerät ständig mitführt, muss noch einmal zusätzliche 300 Gramm einkalkulieren - aber immerhin fallen die Akkulaufzeiten weitgehend überzeugend aus.

Auffällig ist die gleichzeitig schlichte, aber dennoch auffällig edle Optik: Die Rückseite des Displays ziert ein zusätzlicher Einsatz aus Corning Gorilla Glass 3, das an dieser Stelle einen schicken Zierrat darstellt, aber auf der Vorderseite auch für ein kratzfestes Touch-Display sorgt. Das Acer-Logo auf der Rückseite wird im Betrieb weiß beleuchtet. Die Unterseite des Convertibles wurde mit einer weichen, matten Gummierung versehen, die zwar an dieser Stelle für eine etwas höhere Anfälligkeit gegenüber Fingerabdrücken sorgt, sich aber auch sehr griffig und wertig anfasst.

Ohnehin muss positiv erwähnt werden, dass das Gerät hinsichtlich Haptik und Stabilität in nahezu allen Bereichen voll überzeugen kann: Das Display selbst gibt sich stabil und verwindungssteif und gleiches gilt auch für die Unterseite, die selbst bei stärkerem punktuellen Druck nicht nachgibt.

Im Bereich von Handballenauflage und Tastatur hinterlässt der verwendete Kunststoff ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Hier ist zwar bei Druck ein Nachgeben der Handballenauflage zur Gerätemitte hin festzuhalten, das sich jedoch insgesamt als unproblematisch erweist. An der auf den ersten Blick mehr als guten Verarbeitung des Aspire R13 gibt es somit kaum etwas auszusetzen.

Als durchweg gelungen müssen auch die im Gegensatz zu normalen Notebooks etwas komplexeren Display-Scharniere bezeichnet werden, die jederzeit für einen straffen Halt sowohl beim Auf- und Zuklappen als auch dem Drehen des Displays in seinem Rahmen ermöglichen: Störendes Nachwippen ist somit ausgeschlossen und für den Notebook-Betrieb rastet das das Display zusätzlich straff ein. Dennoch ist ein einhändiges Öffnen so gerade eben möglich – perfekt!

In sparsamer Zurückhaltung übt sich Acer bei der Bestückung mit externen Schnittstellen: An der Vorder- und Hinterseite gibt es keinerlei Anschlüsse. An der Front findet sich lediglich eine kleine Aussparung in der Unterseite, die das Anheben des Displays ermöglicht, und am Heck findet man einige Belüftungsschlitze.

An der rechten Seite sitzt ein Taster zum Ein- und Ausschalten des Geräts, der aber nicht zwingend benötigt wird: Wird das Display aufgeklappt, startet das Acer Aspire R13 automatisch. Neben dem Anschluss für die externe Stromversorgung finden sich hier ein SD-Card-Reader und ein USB 2.0-Port.

Auf der gegenüberliegenden linken Seite gibt es zwei schnellere USB 3.0.-Steckplätze, eine Anschlussmöglichkeit für ein HDMI-Kabel, eine Audio-Kombobuchse sowie ein Kensington-Lock.

An der Unterseite findet man vier weiche, gummierte Standflächen für einen rutschfesten Halt. Zwar gibt es keine zusätzlichen Wartungsklappen, aber durch das Lösen von zwölf kleinen Schrauben kann die gesamte Unterschale abgenommen werden.

Obwohl nur die Top-Variante des Acer R13 ab Werk über einen SSD-RAID-Verbund verfügt, bieten auch die kleineren Modelle zwei M.2-Steckplätze, die problemlos zugänglich sind: Auf- und Nachrüster haben hier also freie Bahn. Auf einen 2,5-Zoll-Schacht zum Verbauen einer mechanischen Festplatte oder klassischen SSD wurde zugunsten der sehr schlanken Gerätemaße verzichtet. Der verschraubte Akku lässt sich ebenso entnehmen wie das WLAN-Modul. Im Hinblick auf die CPU-Kühlung werden schon beinahe Niedlichkeits-Assoziationen geweckt.

Für den sicheren Transport legt Acer dem Aspire R13 eine schmale, aber ebenfalls relativ stabile Tasche bei.

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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    sehr geiles konzept - vor allem, noch ein freier SSD slot, schick!!!

    Die Preisklasse geht gerade noch in Ordnung - auf jeden Fall bin ich beeindruckt von der Zusamenstellung - endlich ein Gerät, dass von der Abstimmung der Komponenten her wirklich mal rund ist...

    Den wollt Ihr doch bestimmt an einen Eurer treuen freiwilligen Moderatoren verlosen? *grinz*
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  • ToSuz
    An sich finde ich das Gerät auch top, da muss ich meine Vorurteile gegenüber Acer wohl langsam mal neu überdenken. Was für mich aber wirklich störend wäre, ist die Optik. Diese komische Displayrahmen scheint zwar gut zu funktionieren und fixieren, sieht für mich aber wirklich hässlich aus.
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  • Mike1000
    Vielen Dank für den sehr fundierten Review. Könntet ihr noch etwas näheres zum mitgelieferten Stift sagen. Wie gut ist die Präzision beim schreiben und zeichnen insbesondere am Rand des Displays? Gibt es Verzögerungen? Vgl. Beispielsweise mit lenovo x220tablet. Vielen Dank. Infos hierzu würden sehr helfen.
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  • Myrkvidr
    Ich hab es noch da - kann ich gerne nochmal übers Wochenende gegentesten, sobald ich mit dem Wohnungsputz durch bin ;)
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