Acer Liquid S2 im Test: Lehrt es die Konkurrenz das Fürchten?

Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung

Ausstattung und Verarbeitung

Das Gewicht von 231 Gramm ist im Klassenvergleich relativ hoch. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy Note 3 ist zwar nur 0,3 Zoll kleiner, wiegt aber gleich gut 50 Gramm weniger. Wer jetzt denkt, dass ein Gehäuse aus Metall eben etwas mehr wiegt, der irrt. Denn das Gehäuse sowie der abnehmbare Akkudeckel des Acer Liquid S2 sind aus Kunststoff.

Mit seinen neun Millimetern Bauhöhe macht das Liquid S2 im Gegenzug eine recht schlanke Figur. Dennoch gibt es an der Stabilität nichts auszusetzen. Um eine Wellenbildung auf dem Bildschirm zu erzeugen, muss man schon ordentlich Kraft aufbringen. Knarzgeräusche sind dem Phablet nur mit Gewalt zu entlocken.

Gegenüber dem Liquid S1 macht das Acer Liquid S2 auch beim Display einen deutlichen Fortschritt. In der Oberklasse muss es halt Full-HD sein und IPS-Technik verspricht zudem eine hohe Bild- und Blickwinkelstabilität. Mit seiner Diagonale von sechs Zoll zählt das Liquid S2 aktuell zu den größten Smartphones, diese Größe scheint derzeit bei den Herstellern recht beliebt.

Was sich im Inneren des Acer Liquid S2 so tut, haben wir bereits eingangs recht ausführlich beschrieben, daher hier nur noch einmal in aller Kürze. Mit dem Snapdragon 800 dringt Acer leistungstechnisch in die Oberklasse der Smartphones vor - auch wenn er "nur" mit 2,15 GHz taktet. Dazu kommt noch ein zwei GByte großer Arbeitsspeicher. Zusammen mit der Adreno 330 ist das Acer-Phablet bestens für Internet, Office, Video und Spiele gerüstet. Die Erweiterbarkeit des Speichers um bis zu 128 GByte ist zudem ein echter Mehrwert.

Fast schon obligatorisch ist dagegen das Vorhandensein zweier Kameramodule. Hier macht das Liquid S2 keine Ausnahme. Die frontseite 1,2-MP-Optik soll vor allem für Videochats herhalten. Die rückseitige Kamera bringt mit ihren 13 Megapixeln zumindest eine hohe Auflösung mit und – da ist dann doch noch eine Ausnahme – sie zeichnet Videos auf Wunsch sogar mit Ultra-HD-Auflösung auf.

Bedienung und Handhabung

Sechs Zoll – da ist reichlich Platz für die Finger und so funktioniert auch die Bedienung über den Touchscreen absolut mühelos. Für die reine Einhandbedienung fällt das Display aber schon ein wenig zu groß aus. Die Anbringung der Lautstärkewippe an der rechten oberen Seite ist sozusagen Standard. Der Powerknopf sitzt am oberen Gehäuserand im linken Bereich, den mussten wir hin und wieder "suchen". Leicht zu finden sind indes die Android-Funktionstasten. Als Touch-Tasten ausgeführt befinden sie sich am unteren Bildschimrand. Dort sind sie stets zu sehen und belegen keine Displayfläche.

Gedanken gemacht hat sich Acer bei der Integration und Anpassung des Betriebssystems. Zwar kommt mit Android 4.2.2 Jelly Bean nicht gerade eine topaktuelle Version zum Einsatz, die Änderungen seitens der Taiwaner erhöhen aber dessen Nutzwert spürbar. Eine Art Multitasking hat Acer in seiner Float UI ebenfalls implementiert. Zumindest können einzelne Apps über dem Desktop "schweben", während eine andere App geöffnet ist. Bei eingehenden Anrufen erscheint beispielsweise der "Float Caller", der im Gegensatz zur Standard-Telefon-App nicht den gesamten Bildschirm für sich beansprucht. Auf die Auto-Profile aus dem Liquid S1, die sich GPS-gestützt aktivieren lassen, hat Acer leider verzichtet.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    Mir ist nach wie vor ein Rätsel, warum man keine Chance hat zu erfahren ob micro SDHC / SDXC auch mit UHS-I oder UHS-II angesprochen werden können...

    Das ist so als ob das Handy USB 3.0 könnte und keiner sagt es einem (ich weiß das würde man sehen *g*)
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  • smg72523889
    @Tesetilaro: Alle großen SD-Karten-Hersteller sprechen in Verbindung mit 4K-Recording von UHS-I Speed Class 3 (U3) - Karten. Das ist also die Mindestanforderung an ein Gerät mit 4K-Recording.
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  • Tesetilaro
    das ist so nicht ganz richtig - die Kartenhersteller promoten logischerweise die hohen geschwindigkeiten - was auch legitim ist...

    mit den theoretisch möglichen 25 MB/s für normale Karten ist mit ein paar tricks 4 k recording auch möglich - blöd finde ich halt, daß die Handyhersteller dieses merkmal für das telefon nicht angeben ;)
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