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Acer Liquid S2 im Test: Lehrt es die Konkurrenz das Fürchten?

Acer Liquid S2 im Test: Lehrt es die Konkurrenz das Fürchten?
Von , Armando Degá

Acer war im Smartphone- und Tablet-Bereich bisher meist als Marke bekannt, stand aber nicht gerade für Highend und Top-Class. Mit dem Phablet Liquid S2 wollen es die Taiwaner jetzt aber wissen – und machen fast alles richtig.

Das Acer Liquid S2 ist bereits das zweite Smartphone der Taiwaner, das sich dem Marketing-Begriff Phablet zuordnen lässt. Doch im Gegensatz zum noch auf günstig getrimmten Liquid S1 will Acer diesmal in die Phalanx der Highend-Phablets vom Schlage eines Samsung Galaxy Note 3 und eines Sony Xperia Z Ultra einbrechen.

Folgerichtig setzt der Hersteller bei seinem neuesten 6-Zoll-Gerät auf dasselbe SoC wie die starke Konkurrenz aus Südkorea und Japan. Der bärenstarke Snapdragon 800 mit seinen vier Krait-400-Kernen soll es also auch bei Acer richten, allerdings mit leicht angezogener Bremse: Der Arbeitstakt des Prozessor beträgt im Liquid S2 "nur" 2,15 GHz statt bis zu 2,3 GHz bei der Konkurrenz. Dennoch sollte die Leistung des SoCs für alle aktuellen Anforderungen mehr als ausreichen, was auch für die GPU vom Typ Qualcomm Adreno 330 gilt.

Interessant im Datenblatt des Full-HD-Smartphones sind zudem zwei weitere Aspekte: Die rückwärtige Kamera soll sich auch für die Aufnahme von Ultra-HD-Videos (4k: 3840 x 2160 Pixel) eignen und der microSD-Slot nimmt Karten mit einer Speicherkapazität von bis zu 128 GByte auf. Angesichts der enormen Datenmengen, die bei der Aufzeichnung von 4k-Videos anfallen, ist das schon eine Notwendigkeit.

Wirft man einen Blick auf die übrigen technischen Daten, fällt nur eine Sache auf, wo das Acer Liquid S2 dem Premiumanspruch nicht ganz gerecht wird: Zwar ist LTE an Bord, jedoch werden nur die Frequenzbänder 800, 1800 und 2600 MHz unterstützt - mehr als 100 MBit/s im Download sind daher nicht möglich. Ausreichen sollte das aber in jedem Fall. HSPA fehlt natürlich auch nicht, doch auch hier ist die Bandbreitenabdeckung mit 900 und 2100 MHz nicht eben groß.

Abgesehen davon packt Acer nahezu alles in sein neues Flaggschiff, was im Smartphone-Bereich gerade angesagt ist: USB mit OTG-Funktion, ac-WLAN, Bluetooth 4.0, NFC, GPS und Glonass, dazu noch zwei Kameras mit Auflösungen von 13 und 1,2 Megapixel.

Erhältlich ist das Acer Liquid S2 in den Farben Rot und Schwarz. Unser rotes Testgerät hat uns wirklich gut gefallen und hebt sich positiv vom schwarzgrauen Einerlei ab. Beim Preis zeigen sich die Taiwaner ambitioniert. Bei einer UVP von 599 Euro will Acer sich offenbar nicht vor Samsung und Co. verstecken. Zum Testzeitpunkt war es online aber bereits zu Preisen ab 480 Euro zu haben. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Note 3 kostet bei den günstigsten Anbietern aktuell etwa dasselbe.

Technische Daten
Testgerät:Acer Liquid S2
CPU:Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974), 4x 2150 MHz
Arbeitsspeicher:2048 MByte
GPU:Qualcomm Adreno 330
Display:6 Zoll (15,2 cm), 1920 x 1080 Pixel, IPS, Touchscreen (kapazitiv)
Betriebssystem:Android 4.2.2 Jelly Bean
Speicher (intern):16 GByte
Speicher (extern):bis zu 128 GByte
Kameras:Front: 2 MP; Rear: 13 MP
USB, HDMI, Docking, Sonstige:ja/nein/nein/NFC
Bluetooth:4.0
WLAN:802.11a/b/g/n/ac
UMTS:LTE (max. 100 MBIt/s down)
Telefonfunktion:ja
GPS:ja
Abmessungen (HxBxT):16,6 x 8,62 x 0,9 cm
Gewicht:231 g
Batterietyp/Kapazität:Li-Ion, 3300 mAh
Lieferumfang:Netzteil, USB-/Ladekabel, Headset
UVP laut Hersteller:599 Euro
Straßenpreis zum Testzeitpunkt:ab 480 Euro
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3 Kommentare anzeigen.
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  • Tesetilaro , 4. März 2014 08:43
    Mir ist nach wie vor ein Rätsel, warum man keine Chance hat zu erfahren ob micro SDHC / SDXC auch mit UHS-I oder UHS-II angesprochen werden können...

    Das ist so als ob das Handy USB 3.0 könnte und keiner sagt es einem (ich weiß das würde man sehen *g*)
  • smg72523889 , 4. März 2014 12:44
    @Tesetilaro: Alle großen SD-Karten-Hersteller sprechen in Verbindung mit 4K-Recording von UHS-I Speed Class 3 (U3) - Karten. Das ist also die Mindestanforderung an ein Gerät mit 4K-Recording.
  • Tesetilaro , 4. März 2014 13:10
    das ist so nicht ganz richtig - die Kartenhersteller promoten logischerweise die hohen geschwindigkeiten - was auch legitim ist...

    mit den theoretisch möglichen 25 MB/s für normale Karten ist mit ein paar tricks 4 k recording auch möglich - blöd finde ich halt, daß die Handyhersteller dieses merkmal für das telefon nicht angeben ;)