Adobe verabschiedet sich von Flash

Mit Flash stieß einst Macromedia die Tür zum interaktiven Internet auf: Die Software zeichnete sich zu Beginn der 2000er Jahre durch zwei große Eigenheiten aus. Zum einen verfügte sie über ein Video-Codec, der Webvideos mit kompakten Größen, aber einer vergleichsweise hohen Qualität ermöglichte. Zum anderen konnten mit Flash auf eine einfache Art und Weise komplexe Animationen bis hin zu Filmen und Spielen erstellt werden, die dank der Flash Players auch auf Webseiten angezeigt werden konnten.

Mit der Übernahme von Macromedia durch Adobe wurde diese Entwicklung weiter forciert - das Flash-Plugin wurde fast zu einer standardmäßigen Erweiterung in Webbrowsern. Allerdings schwanden die Vorteile der Anfangsjahre mehr und mehr. Mit jeder neuen Version des Plugins stieg zumindest gefühlt die Belastung für die Hardware. Neue native Format wie HTML5, WebGL und WebAssembly, die von Branchengrößen wie Google vorangetrieben werden, bieten mittlerweile vergleichbare Möglichkeiten. Auch hinsichtlich der Sicherheit erwies sich Flash als problematisch, sodass die Adobe-Lösung immer wieder in die Kritik geriet. Zudem konnte Adobe die Technologie nie im mobilen Internet etablieren.

Nun hat Adobe das - langsame - Ende von Flash in einem Blog-Eintrag verkündet. Ab 2020 soll der Player weder vertrieben noch mit Updates versorgt werden.

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