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Age of Mythology EX: Tale of the Dragon im Hands-On-Test

Von - Quelle: Forgotten Empires | B 3 kommentare

Nach 12 Jahren erschien für den RTS-Klassiker 'Age of Mythology' das zweite Addon namens 'Tale of the Dragon'. Der DLC führt mit den Chinesen eine interessante neue Fraktion ein, doch trüben Bugs und eine relative Innovationslosigkeit das Gesamtbild.

Die Überraschung war schon groß, als im September letzten Jahres ein neues Addon zu Echtzeitstrategiespiel Age of Mythology angekündigt wurde – satte 13 Jahre nach Release des Hauptspiels.

Nun ist es soweit: Tale of the Dragon feierte am 28. Januar seine Premiere und lässt den Spieler in asiatische Gefilde eintauchen.

Die neue spielbare Fraktion der Chinesen ließ im September noch auf viele kreative Einfälle seitens der Entwickler hoffen – doch spielt sich das neue Volk so klassisch, dass kaum ein Gefühl des Neuen aufkommt. RTS-Veteranen werden sofort mit den Chinesen klarkommen.

Eine Neuerung bei ihnen ist der Garten, der Gunst bei den Göttern produziert – bei Bedarf generieren unsere Gärten per Knopfdruck aber auch die anderen gängigen Ressourcen. Mit dem Mönch feiert ein AoM-Äquivalent zum "Wololo"-Priester aus Age of Empires II seine Premiere – dieser kann befreundete Einheiten heilen und Gegner bekehren.

Bei den mythischen Einheiten und Helden verstärken Terrakotta-Soldaten, Azurdrachen und der Affenkönig unsere Reihen. Von den Ideen her passen die neuen Einheiten gut, doch so ganz will der Funke nicht überspringen. Dies mag auch daran liegen, dass es sich – wie auch schon viele Steam-User kritisierten – oft um Remakes bereits bekannter Einheiten oder um einfach größere Tiere handelt.

Die Anleihen aus der chinesischen Mythologie haben uns im Großen und Ganzen zwar gut gefallen, da wäre aber vielleicht noch mehr drin gewesen. Gerade in so einem fernöstlichen Setting hätte man sich kreativ gut austoben können. So kommt das neue Volk etwas innovationslos daher.

Auf technischer Seite ist zu bemängeln, dass Bugs das Spielgeschehen stören. Die Kampagne konnten wir nur zur zweiten Mission spielen – diese ließ sich nicht beenden, das Spiel erkannte nach mehrmaligem Laden des Spielstandes und auch nach Neustart der Mission nicht, dass ich bereits einen Missionswegpunkt erreicht hatte. Auch waren Grafikfehler in den Cutscenes zu beobachten.

Die Gestaltung der chinesischen Gebäude gefiel uns gut, die Wiederverwertung einiger Einheiten aus den Vorgängern weniger – Kennern fällt diese sofort auf. Was bleibt, ist ein ungeschliffener Eindruck - alles in allem sehr ärgerlich.

Die Chinesen sind gefühlt eine großartige Bereicherung der Age of Mythology-Welt, von der Gestaltung und Innovation her wäre aber noch mehr drin gewesen. Zur Kampagne können wir nur wenig sagen, denn Bugs verhinderten ein Vorankommen in der Story. Der Beginn war zumindest in Ordnung, vielleicht bleibt es ja auch so.

Lohnen sich die 9,99 Euro für Tale of the Dragon? Jein! Hoffentlich verhelfen einige Patches mit der Zeit zu einem runden Spielerlebnis ohne Bugs, was uns freuen würde - denn eigentlich passen die Chinesen als Volk gut in die Reihe der mythischen Völker von Age of Mythology. Daher: Vielleicht lieber noch etwas abwarten mit dem Kauf.

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  • big_k , 1. Februar 2016 13:12
    heißt es nicht tail of the dragon
  • Plitz , 1. Februar 2016 13:19
    Tail ist der Schwanz, es handelt sich hier aber um die Erzählung des Drachen, also Tale ;) 
  • Behrli , 1. Februar 2016 22:14
    bin ja fan der series, aber mir gefällt es nicht so. Die Mystischen Einheiten sind meist nur abekupfert. Schlimmer aber finde ich das die normalen Einheiten alle nicht sehr kreativ sind. Da hätte ich mir weit aus mehr erwartet. Zum Beispiel einen Samuraikämpfer als Eliteeinheit aus dem Palast, da wäre viel mehr drin gewesen, es ist ja eigentlich kaum etwas neues, aber wenn man bedenkt wann es angekündigt wurde, hätte man selbst mit einem kleinen Team doch weither aufstellen können, gerade da die Graphik ja eher alt ist.
  • 3 kommentare