Alcatel Onetouch Fire E: Smartphone mit Firefox OS für Einsteiger

Prozessor mit schlapper Leistung

Knapper RAM verhindert bessere Performance

Alcatel setzt bei seinem Firefox-Smartphone mit dem Snapdragon 200 auf ein Qualcomm-SoC, das mit Leistungsfähigkeit nicht sonderlich viel am Hut hat. Es besteht aus zwei mit 1,2 GHz getaketen ARM-Cortex-A7-Kernen und bringt außerdem eine Adreno-302-GPU mit. Allerdings sollte man sich von der Versionsnummer nicht täuschen lassen, denn leistungstechnisch liegt die GPU, die mit einem Takt von 400 MHz zu Werke geht, noch auf dem Niveau der Vorgängergeneration.

Selbst die Adreno 220, die vor fast drei Jahren zu den Standard-Grafikeinheiten in leistungsfähigeren Smartphones gehörte, legt eine deutlich höhere Performance an den Tag. Darüber hinaus ist der Arbeitsspeicher mit 512 Megabyte nicht gerade üppig geraten. Alles Punkte, die schon beim Überfliegen des Datenblatts klarmachen, dass man hier keine Benchmark-Rekorde erwarten sollte.

Im Alltag kommt der Prozessor schnell an seine Grenzen: Obwohl die Auflösung nicht sonderlich hoch ist und die Firefox-OS-Oberfläche ohne anspruchsvollen Effekte auskommt, ruckelt es schon recht ordentlich.

Zwar gibt es für Firefox OS keine dedizierten Versionen der klassischen Plattform-übergreifenden Benchmarks, mit der die CPU- und GPU-Leistung im Einzelnen bemessen werden könnte, allerdings sprechen schon die in den Browser-Benchmarks erreichten Werte eine deutliche Sprache. Im Hinblick auf die Ergebnisse, die mit Einsteiger-Smartphones in einem Vergleichstest vor einigen Wochen erreicht wurden, liefert das Alcatel Onetouch Fire E alles andere als Spitzenwerte ab. Mit einem größeren Arbeitsspeicher wäre die Performance vermutlich spürbar gestiegen.

Browser-Benchmarks:Alcatel One Touch Fire E
Acer Z4HTC Desire 310LG L40Motorola Moto E
Futuremark Peacekeeper:410 Punkte-
557 Punkte
-
512 Punkte
Google Octane 2.0:1149 Punkte-
1991 Punkte
-
1766 Punkte
Rightware Browsermark 2.1:-
-
512 Punkte
-
747 Punkte
Sunspider 1.0.2:1776,2 ms
1935,8 ms
1172,0 ms
1445,1 ms1777,0 ms

Enttäuschend ist zudem die Speichergröße des Alcatel-Smartphones. Ein kleiner Datenspeicher von vier Gigabyte ist in dieser Klasse zwar nicht ungewöhnlich, aber dem Nutzer verbleiben davon letztlich nur 1,74 Gigabyte. Das ist auch im Vergleich zu einfachen Androiden nicht viel, die meist mehr als zwei Gigabyte übrig lassen. An dieser Stelle hätten wir auf ein deutlich schlankeres System gehofft - nicht zuletzt auch, weil es hinsichtlich des Funktionsumfangs nicht mit Android oder Windows Phone mithalten kann.

Mit Benchmark-Egrbenissen zur Speicheranbindung können wir leider nicht dienen - den von uns genutzten Andro Bench gibt es (noch) nicht für das Firefox OS.

Troz schwacher Hardware nur kurze Akkulaufzeiten

Wenig begeistern kann überdies der Energiebedarf: Im Alltag schlägt sich das Smartphone zwar passabel und kann bei gewöhnlicher Nutzung leicht einen Tag überstehen, ohne dass der 1700 mAh starke Akku einen Warnhinweis ausgibt. Allerdings sind die gefühlt brauchbaren Akkulaufzeiten wohl in erster Linie dem schmalen Angebot an Diensten zuzuschreiben: Im Hintergrund arbeiten nur wenige Anwendungen, die sich durchgängig an den Energiereserven bedienen.

Wird der Prozessor gefordert, ist jedoch schnell Schluss mit lustig. Nachdem das Smartphone eine Stunde lang mit den Browser-Benchmarks gequält wurde, vermeldet die Füllstandsanzeige lediglich einen Restwert von 72 Prozent. Dieser Energiehunger wird im Video-Dauertest bestätigt: Den Testfilm konnte das Alcatel OneTouch Fire E in einfacher HD-Qualität nur zwei Stunden und 41 Minuten lang wiedergegeben werden, dann war Schluss.

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4 Kommentare
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  • Anonymous
    danke für den ersten test! schade allerdings, dass das ergebnis doch noch derart ernüchternd ist, denn ein bisschen frische konkurrenz wäre für den markt schon recht erfreulich.

    bei der hardware kann natürlich nix besonders interessantes rauskommen, zumindest innereien auf moto g level würde ich schon voraussetzen, aber ich bin wohl einfach nicht die zielgruppe.
    aber wer weiß, wenn die software noch nicht so weit ist, vielleicht wäre bessere hardware im moment eh noch verschwendung.
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  • Anonymous
    danke für den ersten test! schade allerdings, dass das ergebnis doch noch derart ernüchternd ist, denn ein bisschen frische konkurrenz wäre für den markt schon recht erfreulich.

    bei der hardware kann natürlich nix besonders interessantes rauskommen, zumindest innereien auf moto g level würde ich schon voraussetzen, aber ich bin wohl einfach nicht die zielgruppe.
    aber wer weiß, wenn die software noch nicht so weit ist, vielleicht wäre bessere hardware im moment eh noch verschwendung.
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