Alienware 17: Gaming-Flaggschiff mit Nvidia GeForce GTX 880M

Alienware bietet seine aktuelle Gaming-Maschine im 17 Zoll Format wie üblich in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten an. Wir haben uns das Topmodell mit Intel Core i7-4700MQ, Nvidia Geforce GTX880M und Beleuchtungselementen mit Farbanpassung angesehen...

Das neue Alienware 17 wird vom Hersteller in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angeboten, die sich neben der Möglichkeit zur Auswahl verschiedener Core i7 CPUs sowie unterschiedlicher Arbeitsspeicher- und Festplattenbestückung vor allem hinsichtlich des verbauten Grafikchips unterscheiden. Hier stehen Nvidias GeForce GTX 860M und GeForce GTX 880M sowie AMDs Radeon R9 M290X zur Auswahl. Preislich liegen die angebotenen Geräte in den Standard-Konfigurationen zwischen 1499 und 1999 Euro.

Vor allem in Hinblick auf die Gehäuseverarbeitung und Stabilität weist das Alienware 17 deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger Alienware M17x auf. Das Gerät hinterlässt einen wirklich ausgezeichneten Ersteindruck im Hinblick auf Stabilität und Verwindungssteifigkeit bei einem attraktiven Erscheinungsbild.

Ein Großteil der Außenhaut des Gehäuses besteht aus Aluminium (Display-Deckel) und einer Magnesiumlegierung (Rahmen bzw. Bodengruppe). Dies sorgt aufgrund der Umsetzung des Notebooks in seinem vergleichsweise dicken Format für ein rundherum nicht nachgebendes Stabilitätsvergnügen. Mit 41,35 x 29,9 x 4,62-4,85 cm ist das Alienware 17 allerdings auch ein ganz schöner Brummer und bringt stolze 4,2 kg auf die Waage. 

Auch der gesamte Bereich der Tastatur und Handballenablage gibt so gut wie überhaupt nicht nach, zumal die Tastatur von hinten durch eine zusätzliche Aluminiumplatte stabilisiert wird. Der umliegende Rahmen, auf dem auch die Hände zum Ruhen kommen, verfügt über eine griffige und angenehme Soft-Touch-Beschichtung.

Dank der Größe konnte problemlos ein vollständiges NUM-Pad untergebracht werden. Die Tastatur lässt sich ebenso beleuchten wie das Touchpad. Selbiges hat übrigens eine großzügige Gleitfläche von 10 x 5,5 cm, die davor liegenden und ebenfalls raumgreifend ausgelegten Tasten nicht mit eingerechnet.

Zum Öffnen des Notebooks werden zwar beide Hände benötigt, dafür sind die Display-Scharniere aber auch sehr straff ausgelegt und unterbinden effektiv ein mögliches Nachwippen des 17 Zoll großen und entsprechend schweren Monitors. Selbst wenn das Notebooks fast bis zum Anschlag aufklappt wird, geben die Scharniere nicht nach. Insgesamt verdient sich das Alienware somit Bestnoten, was die Verarbeitung des Außenbereichs angeht.

Auch in Sachen Anschlüsse gibt sich Alienware 17 keine Blöße. Die linke Seite offeriert neben dem Stromanschluss eine Kensington-Lock-Vorrichtung, jeweils einen HDMI Anschluss sowie Mini DisplayPort, zwei USB 3.0 Steckplätze und drei Audioanschlüsse, wobei der dritte einen kombinierten Ein- und Ausgang für Headsets mit nur einem Klinke-Kabel darstellt.

Auf der rechten Seite finden sich neben einem Slot-In DVD Brenner zwei weitere USB 3.0 Ports sowie die Buchse für das Netzwerkkabel.

Die Front bietet keinerlei Anschlussmöglichkeiten und die Rückseite wird ohnehin vor allem von den großen Luftauslässen für die interne Kühllösung dominiert. Dadurch wird bei geöffnetem Notebook automatisch ein Teil der hier unter Last entstehenden Lautstärke von der Rückseite des Notebooks "geschluckt".

An der Unterseite wurde viel Mesh-Blech untergebracht, wodurch das Ansaugen von Frischluft ein Leichtes ist. Zwar sollte man das Gerät somit nicht unbedingt in besonders staubigen Umgebungen einsetzen, andererseits ist die Befreiung des Innenraums von Staub ohne großen Aufwand möglich.

Um in das Innere des Alienware 17 zu gelangen, muss man lediglich vier kleine Schrauben lösen. Anschließend kann ein sich über die gesamte Bodenfläche erstreckender Deckel entfernt werden. Die verbaute SSD mit mSATA Anschluss sowie der ab Werk verbaute Arbeitsspeicher befinden sich dann zwar immer noch an versteckter Stelle, dafür sind viele relevante Bereiche aber problemlos erreichbar.

Die verbaute 2,5-zöllige Festplatte sowie ein zweiter, optional zu nutzender Platz für ein weiteres Laufwerk in diesem Format, zwei zusätzliche und noch unbelegte RAM-Steckplätze und der Akku, der ebenfalls durch Lösen von zwei Schrauben entfernt werden kann. Hervorhebenswert sind zudem die beachtlichen, schwarz lackierten Kupferkühlkörper, die jeweils über zwei bzw. drei Heatpipes verfügenden. Die Reinigung ihrer Lüfter stellt ebenfalls kein Problem dar, zumal selbige eine recht stattliche Größe haben.

Über die AlienFX getaufte Option innerhalb des Softwarepakets "Alienware Command Center" lässt sich die Farbe der Beleuchtung diverser Elemente am Gehäuse sowie unterschiedlicher Bereiche der Eingabegeräte getrennt voneinander bestimmen. Dazu hat der Hersteller insgesamt 10 Zonen definiert, die sich getrennt in unterschiedlichen Farben ansprechen lassen. Einzeln erstellte Farbschemata können anschließend als Datei auf der Festplatte hinterlegt und somit auf Wunsch per Tastendruck gewechselt werden.

Das ist in dieser Form einzigartig und bietet viel Anreiz zum Herumspielen. Anhänger eines weniger verspielten Erscheinungsbilds können die Beleuchtung allerdings auch komplett deaktivieren.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Don Connor
    s
    0
  • Don Connor
    Wurde dieses Notebook auf der E3 2014 vorgestellt, oder ist dass das Design vom letzten Jahr?
    0
  • Myrkvidr
    Es sollte zum größten Teil ein Upgrade des Modells vom letzten Jahr sein (die laufen imho unter Alienware 17 R1), nur eben mit frischeren Komponenten. Zu Feinheiten kann ich nichts sagen, das 17 R1 hatte ich nie selbst vor mir liegen.
    0