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Fazit: Mit "Mini" in eine Maxi-Zukunft

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Die Leistung des ultrakompakten PC-Systems kann sich sehen lassen: Ausgestattet im THG-Labor mit Zutaten wie Intel P4/2533, GeForce4 Ti 4600 und DDR333-Speicher kann es der Shuttle-Rechner durchaus mit performanten Big-Tower-Maschinen aufnehmen. Rechner der Discount-Klasse haben sowieso keine Chance. Hinzu gesellt sich eine angenehme Geräuschkulisse infolge aktiv geregelter Heat-Pipe-Kühlung, die bei den antiquierten "Blechmonstern" kaum ab Werk anzutreffen ist. Zudem ist eine stetige Entwicklung zu beobachten, wie unsere vergangenen Tests Abschied vom Kübel-PC: Mini-Rechner als Trendsetter oder Im Eigenbau: Mini-PC fürs Büro zeigen.

Überhaupt verdient das kleine Kraftpaket besondere Beachtung: Erstmals ist ein Mini-PC mit einem AGP-Slot ausgestattet, so dass selbst 3D-Spiele-Freaks kein Argument zum Stöhnen finden. Und schneller DDR333-Speicher (CL2) gehört noch lange nicht zur Standardausstattung aktuell verkaufter PC-Systeme. Sicherlich haben wir versucht, die besten Zutaten beim Test des Mini-PCs heranzuziehen. Dennoch bleibt es dem Anwender überlassen, ob er eine GeForce4 Ti Grafikkarte samt digitaler TV-Karte einsetzt oder den Rechner mit Hilfe eines RAID-Controllers aufrüstet. Platz für zwei Festplatten mit mindestens 80 GB Kapazität gibt es allemal. Doch an dieser Stelle muss das Shuttle-System einiges an Kritik einstecken, was wiederum Potenzial für Verbesserungen bietet. Kritisch: Moderne Festplatten mit einer Drehzahl von 7200 U/min werden sehr heiß, was im Zusammenspiel mit einer GeForce4 Ti Grafikkarte im Dauerbetrieb zur Lebensdauerreduktion führen kann. Überhaupt sollte die Lüftführung im Gehäuse noch dahingehend verbessert werden, dass Festplatte und Grafikkarte mit mehr Frischluft aus der Umgebung versorgt sind. Denn: Der temperaturgeregelte Lüfter der Heat Pipe orientiert sich allein an der Wärmeemission der CPU-Die, die wiederum lastabhängig ist. Abhilfe könnte eine definierte Luftführung im Gehäuse schaffen, die mit einer modifizierten Frontblende für besseren Luftdurchsatz kombiniert ist. Allerdings treffen diese Aussagen nur dann zu, wenn der Mini-PC - wie im Fall des Testrechners - maximal mit Komponenten ausgestattet wurde. Für die meisten Anwender reicht eine Festplatte aus, so dass kaum Hitzeprobleme im Dauerbetrieb zu erwarten sind.

Unter dem Strich bleibt ein hervorragendes Produkt, welches Potenzial für weitere Entwicklung (optimierte Luftführung, neue Designs) bietet. Das bisherige Argument einiger kritischer Anwender, dass Mini-PCs in punkto Performance nicht ganz mit den großen Tower-PCs mithalten können, wurde mit dem Testsystem ad absurdum geführt. Was bleibt ist der Preis von knapp 500 Euro - viel Geld für einen schicken PC ohne Komponenten, nicht zu viel für ein individuelles System, was jedem grauen Tower-Kübel die Schau stiehlt. Es ist wie im normalen Leben - eine schöne Schale mit innovativem Konzept hat ihren Preis. Es wird Zeit, dass PC-Systeme am Markt nicht ausschließlich über die Argumentation "Preis" verkauft werden. Gerhard S. hat bereits den Anfang gemacht.

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