Exklusiv im Test: Alphacool GPX-Pro Fury X - Fiji mit kühlem Kopf

Nachdem der Prototyp dieser All-In-One Grafikkarten-Wasserkühlung - in diesem Fall für AMDs Fury X - noch kleine Mängel im Finish aufwies, testen wir heute nun endlich das finale Produkt, dessen Pumpenkonzept exemplarisch auch für andere Karten steht.

Kurz vor Weihnachten 2015 hatten wir den Prototypen in unserem Artikel Exklusiv: Alphacool GPX-Pro FuryX: Leise Wassermusik statt Pfeifkonzert schon einmal getestet und eigentlich für ganz brauchbar befunden. Wir verzeichneten lediglich wenige Kleinigkeiten - und die haben den Hersteller letzendlich auch dazu bewogen, auf das Weihnachtsgeschäft zu verzichten und noch einmal deutlich nachzubessern. Ob und wie das Ganze gelungen ist wollen wir heute klären.


Das Zubehör fällt identisch aus, lediglich ein praktischer Schnellverschluss ist noch hinzugekommen, mit dessen Hilfe sich diese Kühlung auch auf die CPU erweitern oder einfach nur einfacher befüllen lässt - je nach Geschmack und Absicht. Auf dem Bild erkennt man noch einen Mini-Lüfteranschluss als Zubehörlösung sowie eine zweite Schnellkupplung, die beide so nicht im Lieferumfang enthalten sind und bei Bedarf zugekauft werden müssen.

Neuerungen an Pumpe und Kühlkörper

Doch betrachten wir zunächst einmal die Unterschiede, während wir die Karte erneut montieren. Für Details wie die Demontage oder diverse Grundlagenempfehlungen verweisen wir auf den eingangs erwähnten ersten Testbericht, damit sich das Ganze jetzt nicht zu zäh dahinschleppt.

Auf den ersten Blick erkennt man das neue Pumpen-Cover. Der Deckel ist jetzt nicht mehr verspiegelt, sondern mattschwarz in einer Art Rubber-Coating ausgeführt.


Doch auch der Kühlkörper hat einige - teils gravierende - Änderungen erfahren. Die Dicke wächst von 2,2 auf 2,4 Zentimeter und auch die Pumpe bekommt einen neuen, nun nicht mehr diagonal ausgeführten Heatsink, der zudem vernickelt ist. Die maximale Drehzahl bleibt mit rund 2200 U/min hingegen gleich.

Die Durchführung des Anschlusskabels erfolgt nunmehr an der Unterseite und viele Aussparungen für einzelne Bauelemente sind tiefer geworden. Dafür entfallen Durchbrüche zur Vorderseite. Außerdem sind die Erhebungen für die Kühlflächen der VRM im Gegenzug deutlich erhabener geworden, womit man den Abstand zwischen Kühler und zu kühlenden Objekten mehr als nur halbierte. 


Um wie viel enger der Kontakt nun für die zu kühlenden Teile geworden ist, veranschaulicht der Vergleich zwischen neuem (links) und altem (rechts) Wärmeleitpad.


Die Verteilung ist kinderleicht, so dass man bis zu diesem Schritt nur wenige Minuten braucht. Allerdings sind die Pads kaum vorkonfektioniert, so dass man eine gute, scharfe Schere benötigt.


Die nächste signifikante Verbesserung betrifft die Fixierung. Während man beim Prototypen die Platine noch mittels dreier Schrauben behelfsmäßig arretieren musste, um dann später alle weiteren Verschraubungen durch die Backplate vorzunehmen, wird die Platine bereits jetzt bis auf vier Schrauben komplett befestigt. Das schafft vor allem im Bereich der GPU und der Spannungswandler den nötigen Anpressdruck.

Die mitgelieferte Wärmeleitpaste ist relativ dünnflüssig und verteilt sich auch auf dem HBM ziemlich gut, wenn man nicht zu sparsam damit umgeht.

Änderungen an der Backplate

Die Änderungen werden sehr gut deutlich, wenn man alte und neue Backplate sowie vor allem die Anzahl der Bohrungen für die Arretierungsschrauben miteinander vergleicht. Mal abgesehen vom besseren Halt wird auch die Montage um ein Vielfaches einfacher und nachbausicherer.


Betrachtet man nun die neue Backplate noch einmal genauer, dann sieht man auch hier erhabene Flächen, die besseren Kontakt zu den zu kühlenden Flächen bieten.


Dies wiederum zeigt auch der erneute Vergleich der Wärmeitpads, deren Stärke deshalb halbiert werden konnte. Die Kühlung profitiert davon merklich, wie unsere Infrarot-Bilder späater noch eindrucksvoll beweisen werden.


Hat man die zu kühlenden Stellen mit den Pads laut Handbuch passend belegt, steht der Montage der Backplate mit den vier längeren Schrauben nichts mehr im Wege. Insgesamt dauert die komplette Montage für geübte Anwender keine 15 Minuten.


Wir haben uns diesmal übrigens bewusst für einen etwas dickeren 120er Radiator entschieden, um den direkten Vergleich zur Originallösung von AMD zu haben. Die Lüftersteuerung erfolgt über die Grafikkarte, so dass wir auch im Idle unsere Ohren deutlich entlasten können.

 Doch dazu und wie man die Lüfterkurve noch weiter optimert kommen wir auf der nächsten Seite.

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9 Kommentare
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  • Erik Wolfgangsson
    Interessantes Teil. Gibt es da eine Preisvorstellung seitens des Herstellers? Und werden alle gängigen neuen Karten mit Kühlern unterstützt?
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  • Alphacool
    Zum Preis werden wir uns noch nicht äußern. Aber er wird nur geringfügig über dem Niveau gängier CPU AIOs liegen.
    Alle gängigen Karten wäre etwas viel des Guten. Es gibt mehrere hundert custom Modelle alleine von den aktuellen Modellen. Anfangs werden wir mit High End Boliden beginnen, also z.B. GTX 980/980Ti, Fury/Fury X und nach und nach weitere Modelle anbieten.
    Aber es wird Anfangs keine Lösungen für mittelklasse Karten wie einer GTX 960 oder R9 380 geben. Außerdem stehen die nächsten Generationen an GPUs ja in den Startlöchern, die werden natürlich eine höhere Priorität als ältere Modelle genießen.
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  • Tesetilaro
    schön wenn ein Hersteller hier Stellung bezieht, noch besser wenn es auch einen Ansprechpartner für Supportanfragen gibt ;)
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  • Alphacool
    Wenn es direkte Fragen an uns geben sollte, einfach hier, per Mail, auf Facebook.... gibt einige Möglichkeiten, wir sind da Kommunikativ und nehmen Kritik ernst. Immerhin ist Igor schuld, dass wir das Produkt noch nicht auf dem Markt haben. Seine erste Kritik war gerechtfertigt und wir haben ja hier gezeigt, dass wir vieles aus seiner Kritik gelernt haben und es in das Produkt einfließen haben lassen. :-)
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  • Tesetilaro
    oh, mich mußt Du nicht überzeugen, ich bin so altmodisch, daß mir Flüssigkeiten einfach nicht in den rechner kommen :p

    aber scherz beiseite, es ist immer angenehm, wenn man produktbezogen auch mal mit dem Hersteller in Kontakt treten kann.

    Und ne ernsthafte Frage, wie lange hält so eine Aio-Wakü denn durch, bzw. wie lange könnt und wollt Ihr hier in die Garantie gehen?
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  • Alphacool
    Die Lebensdauer für die Pumpen liegt bei mindestens 5 Jahre. Sie kann aber auch deutlich länger laufen.
    Wie lange wir Garantie geben wollen, haben wir noch nicht festgelegt, das werden wir noch besprechen und planen. Daher kann ich dir darauf noch nicht antworten.
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  • Joel_1
    Was heisst in den Startlöchern? Klar das ihr schon Wasserkühlung für die neue 1080/ti und Titan entwickelt aber wisst ihr wann Nvidia die Katze aus dem Sack lässt? Würde mich freuen wenn es da etwas konkreteres schon geben würde :)
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  • Tesetilaro
    selbst von die jungs was wissen, was vermutlich sogar der fall ist - wenn die nachverfolgbar infos leaken drohen ziemlich häßliche strafzahlungen - begründet in den NDAs die dort unterzeichnet werden müssen, um frühzeitig die notwenigen informationen zu bekommen, die man braucht um überhaupt schon so früh entwickeln zu können ;)
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  • Alphacool
    Selbst wenn ich wollte, ich könnte nichts sagen da wir es selbst nicht wissen. Man sitzt und wartet auf den Startschuss. Allerdings sind wir wenig an Referenzdesigns interessiert, sondern mehr an Custom Modelle die ja alle erst später folgen. Denn Kühler für das Referenzdesign kann ja jeder, aber meist hört es da ja schon auf ;-)
    Wir haben aktuell 132 Kühler die auf 607 custom Grafikkarten passen ;-) Bei der GPX-Pro werden es nicht ganz si viele, aber wir werden hier auch ein ähnliches Programm fahren wie auch bei den GPX Kühlern.

    Man sendet eine Karte ein, wir scannen diese und bekommt dann ca. 3-4 Wochen später einen Kühler für die Karte umsonst und wir verkaufen den Kühler dann anweitere Kunden.
    Bei der GPX-Pro wird es ähnlich laufen.
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