Selbstversuch für das zweite Leben: ehemaliges High-End statt aktueller Mittelklasse

Polo mit voller Aufpreisliste oder gebrauchte S-Klasse? Vernunft oder schöner wohnen? Beim Aufräumen unseres Archivs hatten wir plötzlich die Idee, ehemaligem High-End neues Leben einzuhauchen und nachzukalkulieren, was man als Gegenwert dafür so erhält.

Autovergleiche hinken natürlich schlimmer als der einmotorige Beelzebub, zugegeben. Aber weil wir gerade mal so schön dabei sind... Was beim Polo der Tank ist, kann bei älteren Grafikkarten dann schon mal die Steckdose sein. Wobei: ist man wirklich ehrlich zu sich selbst, dann sind die paar Cent aufs Jahr gerechnet fast schon alberner, als der Autovergleich als solcher. Also lassen wir es einfach und konzentrieren uns besser auf das Wesentliche!

Fundus: Was geht auch in alt?

Fangen wir mit der Grafikkarte an. Eine gebrauchte GeForce GTX 980 Ti bekommt man so ab 350 Euro. Mit allen Risiken und Nebenwirkungen, aber man kann ja schon genauer hinsehen. Und Mining war mit diesen Boliden auch noch kein Thema, Gott sei Dank. Aktuell bekäme man für dieses Geld gerade einmal eine GeForce GTX 1060 6GB oder eine Radeon RX 580 (wenn man sie denn kaufen könnte). Beide Karten sind jedoch langsamer! Eine gute Custom-Lösung der GeForce GTX 980 Ti ist (fast) so schnell wie eine GeForce GTX 1070, die aber mit über 400 Euro für ein preiswertes Modell dann schon deutlich teurer käme. 

Immer noch recht flott dabei: MSI GTX 980 Ti LightningImmer noch recht flott dabei: MSI GTX 980 Ti Lightning

Bei der CPU schlagen wir dann richtig zu. Ein "alter" Intel Core i7-5930K mit passendem Board? Wer die homöopathischen Zuwächse der einzelnen Generationen vergleicht, wird sich kaum wundern, was so ein Bolide mit etwas OC noch zu leisten vermag. Zwischen 200 und 250 Euro wird man noch dafür hinlegen müssen, was in etwa einem Ryzen 5 1600X entspricht.

Sechs Kerne gegen sechs Kerne, doch der Core i7 i7-5930K läuft stabil und locker noch seine 4.2 GHz (oder weitaus mehr), der Ryzen kann davon nur träumen. Natürlich geht auch ein Ryzen 7 1700 mit 8 Kernen, der seine 3,9 GHz rennen könnte. Zusammen mit einem Sparbrötchen-Mainboard ginge das auch preislich durchaus auf. Doch schneller wird das Ganze so erst einmal durch die zwei Kerne mehr auch nicht.

X99S Mainboards zum kleinen PreisX99S Mainboards zum kleinen PreisPeiswertes Board + Ryzen 7Peiswertes Board + Ryzen 7

Vorteil AMD: man bekommt Neuware und die Mainboards sind relativ günstig. Doch um überhaupt mithalten zu können, bräuchte man schon guten Speicher und 2x 8 GB DDR4 3200 sollten es dafür schon sein. Der alte Intel kann auch noch mit einem alten Viererpack aus 4x 4 GB DDR4 2133 ganz gut leben. Und gebrauchte X99S-Mainboards kann man ab ca. 100 Euro eigentlich auch ganz günstig abstauben. Sogar refurbished vom Händler (ca. 140 Euro). Immer vorausgesetzt, man weiß, worauf man sich einlässt. Risiko und Bling-Faktor gegen rationale Vernunft eben.

Netzteil nur in neu: Seasonic Focus Plus 650W Platinum

Für ca. 100 Euro holen wir mit dem Platinum-Netzteil von Seasonic zwar nicht die vermeintlich verlorene Effizienz komplett wieder auf, aber mit bis zu 12 Jahren Garantie sollte es die verbaute Hardware wohl mehrmals überleben können. Mit 550 Watt hätten wir sicher auch noch knapp gereicht, aber die paar Euro Aufpreis stecken wir sicher gerade noch so weg. Die Gold-Version käme dann ca. wieder 10 Euro billiger. Das Focus Plus ist vollmodular, was uns beim offenen Showcase natürlich voll entgegenkommt. Hier darf man natürlich wählen, was gefällt und Markenpräferenz ist ja eh nicht unser Ding.

Sehr viel billiger würden wir jedoch nicht einsteigen wollen, auch wenn man vernünftige Technik in dieser Leistungsklasse auch schon ab ca. 60 bis 70 Euro bekommt. Darunter geht dann jedoch eigentlich nichts mehr und gebrauchte Netzteile sind auch nichts, was man ungeöffnet wirklich empfehlen könnte. Egal ob Premium-Marke oder nicht, beim Stromversorger sollte man definitiv als Letztes sparen. Zumal das mit der Garantieübertragung auf den Zweit- oder Drittbesitzer nicht immer so glatt läuft, wie man es vielleicht gern hätte.

AiO-Wasserkühlung in bunt: Raijintek Orcus 240

Ohne RGB-Illumination geht bei einem Showcase eigentlich nichts mehr. Stellvertretend für all die aktuellen kühlenden Weihnachtsbäume haben wir uns die neue Raijintek Orcus 240 ausgeguckt, deren Pumpe mitten im Schlauch sitzt. Vibrationen über Cold-Plate oder Radiatorgehäuse ausgeschlossen. Gekauft. Wir wollen natürlich nicht verschweigen, dass wir all diese Dinge mit einer gesunden Skepsis erst einmal getestet haben.

Bis ca. 250 Watt macht diese AiO eine gute Figur, bis ca. 200 Watt sogar eine sehr gute. Da der übertaktete Core i7-5930K jedoch stets deutlich darunterliegt, freuen wir uns schon einmal auf das akustische (fast) Nichts.

Diese All-in-One Lösung mit 240er Radiator und zwei Iris-Lüftern wird es ab Januar für ca. 109 Euro auch auf dem deutschen Markt geben; wir hatten wie üblich alles schon ein wenig eher. Raijintek umgeht damit übrigens jegliche Patent-Trollerei um die Positionierung der Pumpe und es ist am Ende wie mit dem linken und dem rechten Twix. Es funktionieren beide Varianten gleich gut.

Gehäuse und Peripherie

Wir nutzen ein Raijintek Paean und die Erweiterung Paxx-S für die vertikale Montage der Grafikkarte, denn man will dem Ungeheuer ja auch ins Auge schauen können. Dass nicht alles ganz ohne Tücken abläuft und unser VGA-Dickschiff auch schon mal die Erdanziehung demonstriert, lesen wir gleich auf der zweiten Seite.

Dazu kommt noch eine (oder zwei) günstige 2,5" SSD(s), auf mechanische Festplatten wollen wir aber verzichten. Das muss man sich eigentlich auch akustisch nicht mehr geben, vom Tempo mal ganz abgesehen. Viel mehr brauchen wir eigentlich gar nicht, denn die Audio-Lösung auf dem verwendeten Mainboard kann sich durchaus hören lassen. Auf geht's!

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
18 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • grimm
    Saugut! Danke für den Test. Da sieht man mal, wie konkurrenzfähig vermeintlich "alte" Hardware ist. Warum ihr aber mit den 43 FPS nicht spielen wollt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich bin mit denen immer noch zufrieden. Sieht doch auch schöner aus, wenn die Grafik auf Max steht :)
    0
  • derGhostrider
    Paxx-S: Das Teil könnte die Lösung eines Problems in meinem neuen Rechner Sein: Eine Grafikkarte im 16x-PEG-Slot kollidiert mit dem CPU-Kühler.

    Aaaaaber: Mein Board ist horizontal verbaut. Mit anderen Worten, dieser Winkel zur Montage wird das Gewicht wohl nicht halten und "Abstützen auf dem Mainboard"? Lieber nicht! ;)

    Allerdings hat das Gehäuse unter dem Deckel vier verschiebbare Träger (gedacht als Lüfterhalterungen)

    Caseking: 94 Euro.

    W-T-F!

    Da kaufe ich mir dann vielleicht soch lieber eine Flex-PCI-Express-Riser-lösung von Amazon und schraube die Karte komplett unter den Deckel - oder nehme Kabelbinder.

    DANKE für die Idee mit dem flexiblen Riser. Hätte ich selbst drauf kommen können. ;)

    ----

    Ansonsten zeigt das Selbstbausystem vor allem das, was hier auch schon vielfach in anderen Beiträgen / zu anderen Artikeln diskutiert wurde:
    - Es lohnt nicht ständig neue Hardware zu kaufen
    - Dieses alte System könnte mit einer neuen Graka sogar sehr gut weiter vorne mitspielen
    - Auch diese "alte" Grafikkarte ist noch gut im Mittelfeld vertreten und braucht sich bei FullHD nicht zu verstecken

    (Nur diese Paxx-S-Lösung ist vielleicht doch ETWAS sehr teuer.)
    0
  • grimm
    Oder mittels Workaround: Bereits vier Duplo Bausteine können das dicke Brett passgenau stützen :))
    1
  • FormatC
    Oder so :)

    Theoretisch gehen auch 40 fps, nur ist es bei schnellen Drehungen und Sprüngen nicht smooth genug. Geschmackssache eben. :)
    0
  • Crass Spektakel
    Mein Zweitrechner ist ein rund zehn Jahre alter PC mit Core2 Q9550@3400Mhz und Radeon 285. Das System ist flott und reicht auch für viele aktuelle Spiele bei ordentlicher Qualität. Früher lief er mal mit Q6600@2700Mhz und Geforce 260, das war grenzwertig. Der Drittrechner hingegen ist spürbar langsamer und selbst bei älteren Spielen begrenzt, ein Core2 E6300@2100Mhz und Geforce 8600. Fürs Büro und Steam-Inhouse-Streaming aber auch ok.
    0
  • FormatC
    Ich habe hier einige Retro-PCs und staune immer wieder, wie lagfrei so manche damals aktuellen Spiele auf dieser Hardware laufen. Da könnte sich heute so manches Setup eine Scheibe von abschneiden. :)
    0
  • jean luc bizarre
    Sehr schöner Test. Ich mag das ja wenn man etwas ältere Komponenten gegen die neue Mittel/Einstiegsklasse stellt.
    Computerbase hatte von ein paar Monaten mal einen Vergleich wie sich die spitzen-GPUs der alten Jahre (ab geforce 480) noch schlagen. Was mir da leider gefehlt hat: es war halt jeweils NUR das Spitzenmodell der jeweiligen Serie vertreten.
    Wirklich interessant würde es werden wenn man die ganz alten Teile gegen die neuen am unteren Ende der Nahrungskette vergleichen würde. ne alte Fermi oder sogar ne Radeon 4890 gegen eine aktuelle Intel-IGP oder gtx 1030. Würd ich echt gern mal wissen wie sich die da schlagen. Also falls du Ideen für nen neuen Test brauchst . da hast du sie :-)
    0
  • FormatC
    Haha. Nun brauche ich noch die dafür nötige Zeit...
    Was die Reviews betrifft, bin ich ja quasi nur noch Einzelkämpfer.
    0
  • grimm
    Man muss auch ein bisschen drauf gucken, was die alte Hardware bietet. Meine schönste Erinnerung reciht weit zurück: eine Geforce 4600 Ti. Die hat Half-Life 2 ruckelfrei mit Max Details dargestellt (na gut, damals in 1280x1024). Das konnte die damal aktuelle Geforce Generation aber nicht - ihr Nachfolger wurde ne 6800 GT. Die hat eigentlich nur geruckelt. Das Geheimnis war, dass die alte Karte DirectX 9 nicht konnte. Gemerkt hab ich davon aber nie was. Das Game war einfach extrem gut optimiert. Danach lief lange ne Geforce 7900 GTO und dann kurz ne Radeon 4850 (die war aber mit einigen Titeln nicht kompatibel).
    0
  • paul.vonmatterhorn
    Danke für den spannenden Test. Igors Schreibe ist einfach genial, liest sich immer wieder spannend und unterhaltsam. Gerne mehr davon!
    Der Rechner ist der Beweis, wie wenig sich tatsächlich über die Jahre hinweg tut. Im Gegensatz zu Z107 oder Z207 Mainboards lässt sich der X99 schön mit Octacores oder Dekacores aufrüsten. Falls UHD mal den Durchbruch schaffen sollte, kann man die 6GB 980 TI auch durch einen neuen Schlachter mit 11 oder 12GB ersetzen. Durch HDMI 2.0 kann die 980 TI jedenfalls mühelos UHD mit 60 HZ darstellen, sodass einer Monitor-Neuanschaffung nichts im Weg steht.
    0
  • FormatC
    Enthusiasten-Plattformen haben oft auch Vorteile, und wenn es die Langlebigkeit ist. Da hier Intel viel vom Server-Bereich übernimmt, ist eine gewisse Konstanz also garantiert.
    2
  • drno
    Im Hai Enten Chipset wird gemeinhin nicht zuviel rumgefrickelt.
    0
  • digisys
    Der Test ist wirklich gut und praxisgerecht, aber:

    wenn man dann mal in die Bucht schaut, weil man vielleicht die ein oder andere Komponente dazu kaufen muss, oder gar das System aus gebrauchten Komponenten weitestgehend komplett zusammenstellen will, haut es einen angesichts der maßlos überzogenen und teils auf bzw über ehem. Neupreisniveau liegenden Preise direkt vom Stuhl.

    rechne ich das Ganze mal mit den Durchschnittspreisen zusammen, komme ich auf eine Summe, mit der man auch (z.B. bei den großen Ketten) ein neues spieletaugliches Komplettsystem der Mittelklasse kaufen könnte:

    - CPU i7 5930k => ca 350 €
    - Gaming Mainboard X99 => ca 180 €
    - DDR4-Ram 2x16 GB => ca 350 €
    - DRX 980 ti 8GB => ca 450 €
    Summe = 1.330 € für gebrauchte Komponenten (das sind wohlgemerkt die aktuellen Durchschnittspreise aus der Bucht).

    Ich fand diesen Artikel deshalb so interessant, weil ich mich ursprünglich mit eben jener Idee trug bzw trage, die dem Artikel zu Grunde lag.

    Mein momentanes System
    - CPU Phenom II x965
    - MB ASRock 970D E3
    - RAM 8 GB PC3-12800 Cl.9 Patriot Dual-Channel
    - Grafikkarte ATI HD 6950 2GB mit 6970er BIOS

    Bei CSL z.B. gibt es momentan einen Komplett-Rechner mit i7 8700k, Asus Z370-R, GTX 1060, 16GB RAM und WaKü (plus 500er Samsung 850 Evo, 1 TB HDD usw) für 1490 €
    D.h., ich hätte für gerade mal 110 € mehr einen kompletten neuen Rechner inklusive der Komponenten, mit denen ich mein verbleibendes Restsystem wieder komplettieren kann und hätte so noch einen leistungsstarken Zweitrechner für die täglichen allgemeinen Aufgaben.

    Zum Hintergrund:
    Nachdem ich beruflich bedingt, in den letzten Jahren nicht mehr wirklich zum Zocken kam, wollte ioch mir nun aus gebrauchten oder Sale-Komponenten 1-2 Generationen zurück liegend ein "neues" System aufbauen, mit dem ich auch aktuelle Games in leidlich brauchbarer Qualität spielen kann. Gebraucht und 1-2 Generationen zurück einfach deshalb, weil ich eigentlich nicht einsehe, aktuellste Hardware zu übertriebenen hype-Preisen zu kaufen.
    Aber schon beim ersten Sondieren des Marktes nach AMD-Komponenten trieb mir die Zornesröte ins Gesicht, als ich gesehen habe, was da (Mining-Blase olé) im Moment z.B. für ATI-Karten aufgerufen wird. Da wird z.b. die RX 480 mit 8GB für das Doppelte ihres Neupreises Anno 2016 gehandelt.
    Ok, dachte ich, dann halt doch zu Intel und Nvidia wechseln, ist eh in der Mehrzahl das bessere Gaming-Setup.
    Aber angesichts der momentanen Preisentwicklung werde ich dann wohl doch mit meinem in die Jahre gekommenen System weiterzocken. Da verzichte ich dann doch lieber auf aktuelle Spiele und spiele ältere Titel halt nicht mit voller High-End-Grafik, bevor ich diese Preistreiberei und Abzockerei mitmache.
    0
  • grimm
    Hm. Kauf dir doch nen Ryzen und ne 1070. Ein Gaming-Maiboard für rund 200 € halte ich für übertrieben, die gibt es für die AMDs mit ordentlichem OC-Optionen deutlich günstiger (ich hab ein MSI GAMING PRO für 140,-), der Ram lag bei ca 160 € (3000er). Damit bist du für maximale Grafikpracht in Full HD bestens aufgestellt und liegst bei < 1000 €, die Samsung SSD udn die WaKü kommen halt noch obendrauf. Ich setze hier eher auf Kerne denn auf Takt.
    1
  • Derfnam
    Mach vor allem mal nen richtigen Thraed dafür im Forum auf.
    0
  • FormatC
    Also - privat habe ich unlängst für einen Kollegen ein MSI X99 SLI für 95 Euro geschossen, es gibt ja nicht nur Ih-Brei. Einen passenden i7-5930K gabs mit etwas Suche dann für 250 Euro incl. DHL. Und es reichen auch 4x 4GB DDR4 2400 (oder 2133). Das Vierer-Kit 2133er Kingston Value habe ich privat für nicht mal 100 Euro aufgefischt. Der war jemandem zu langsam, rennt aber ohne Murren auch 2400 rockstable. Man muss eben Glück haben und mehrere Artikel beobachten. Ebay ist da die schlechteste Alternative. Egal ob Quoka, Markt.de, Facebook-Marketplace oder sonstige Kleinanzeigen - irgendwas geht immer. Auch in der eigenen Stadt.
    4
  • drno
    Dem Wesen nach ist dieser Therad eine gute Idee - zeigt es dem Useherrn doch, daß es Sinn machen kann, für einen annehmbaren Kaufpreis eine brauchbare Zusammenstellung vom Zweitmarkt "abzufischen", und hier noch durchaus ansprechend hübsch zu verpacken, mit dem Überlegung
    darauf, daß nur Rechenleistung sei, die man einkaufe.

    Darauf zielt ja auch mein oft in Threads oft gegebener Hinweis, daß wer nur wenig Geld ausgeben will oder nur kann, das sehr wohl sinnvoll tun könne - auch vom Gebrauchtmarkt meinethalben.
    Bei uns um die Ecke gabs in den 70er und 80er Jahren Autohändler, die stets preiswerte Fahrzeuge
    "aus Vorbesitz" oder mit dem Attribut "Gebraucht steht nicht dran" im Angebot hatten.
    0
  • Noxar
    Es geht aber schon noch wesentlich günstiger. In meinem aktuellen Spiele-PC steckt ein 6-Kern Xeon X5660 der einst 1.400$ gekostet hat. Mich kostete er grademal 50€. Spiele wie DOOM 2016 oder Prey 2017 schafft er mit 2,8 bis 3GHz, läuft aber auch mit 4,2GHz noch kühl, hat also immer noch Reserven. Mit meiner neuen GTX 980Ti, die mit bis zu 1591MHz bei 423GB/sek Speicherbandbreite rennt und damit fast so schnell ist wie zwei Radeon 290X bei 1200MHz, sind aktuelle Spiele auch in 4k möglich, wenn auch mit kleinen Abstrichen.
    Ich bereue es heute noch, dass ich für meine ersten zwei PCs, die ich Anfang der 2000er Jahre neu gekauft habe, so viel Geld ausgegeben habe. Damals hat die Entwicklung halt größere Sprünge in kürzerer Zeit gemacht. Nach drei Jahren war eine einst neue CPU nicht mehr schnell genug für aktuelle Spiele. Ich bin froh, dass das heute nicht mehr so ist.
    0