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Unterm Strich ist AMDs 785G ein sehr willkommenes Update eines ohnehin schon guten Chipsatzes mit sehr fähiger, integrierter Grafik. Es wird aber nicht mehr Performance geliefert als beim 780G. Vielmehr ist der 785G ein neu aufgelegter 780G mit einer Reihe zusätzlicher Features, der zusammen mit den CPUs der Phenom-II- und Athlon-II-Familien eine sehr gute Figur macht.

Ist der 785G der derzeit beste Chipsatz mit integrierter Grafik? Die Antwort darauf hängt davon ab, wofür man ihn nutzen will. Auch ob die Anwendungen, die man einsetzen möchte, mehr auf die Core-2- oder die Phenom-II-Architektur hin optimiert sind, spielt eine Rolle. Unter diesen Gesichtspunkten wollen wir nun anhand dreier Einsatzgebiete, für die sich ein Chipsatz mit integrierter Grafik empfiehlt, kurze Empfehlungen aussprechen.

Home-Theater-PC:
Momentan sieht es so aus, als würden sich AMDs 785G und Nvidias GeForce 9300/9400 ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, während Intels G45 aufgrund der fehlenden Bild-in-Bild-Funktion und der schlechteren Bildqualität bei der Video-Wiedergabe ein wenig hinterherhinkt.

Wenn das Budget ein wenig kleiner ist und man auf LPCM-Ausgabe mit acht Kanälen verzichten kann, steht der 780G dank seines geringeren Preises ein wenig besser da als der GeForce 9300/9400. Mit sinkenden Preisen wird das auch für den 785G gelten.

Preiswerter Spiele-PC:
In diesem Fall tut man am besten daran, von vornherein auf ein Mainboard ohne IGP zu setzen und stattdessen in eine separate Grafikkarte zu investieren. Die Radeon HD 4350 ist beispielsweise viel leistungsfähiger als jede der hier getesteten Chipsatz-Grafiklösungen und im Online-Handel schon für um die etwa 30 Euro (plus Versand) zu finden. Ist das Budget ein wenig größer, findet man um die 40 Euro bereits die Radeon HD 4650, mit der man dann Spiele dann schon bei einer Auflösung von 1280 x 1024 genießen kann. Wenn der Geldbeutel aber auch diese Summen nicht hergibt, ist man mit dem 780G (und später, wenn die Preise gefallen sind, dem 785G) am besten bedient, dessen Chipsatz-Grafik man sehr einfach per Übertaktung ein solides Performance-Plus entlocken kann. Wer sich nur momentan keine dedizierten Grafikkarten leisten kann, aber auf ein Multi-GPU-System spart, sollte zum CrossFireX-fähigen 790GX greifen.

Allround-PC
Für einen Allrounder, der als primärer Heim-Rechner dienen soll, machen der 780G und der 785G die beste Figur – allerdings nicht nur wegen der Chipsätze selbst. Die Plattform ist wegen ihrer sehr preiswerten und doch performanten CPUs besonders attraktiv. Der Phenom II X2 und auch der X3 bieten derzeit wirklich enorm viel fürs Geld.

Während Intel mit seinen recht preiswerten Core-2- und Pentium-Dual-Core-CPUs ebenfalls ein paar kleine Juwelen im Portfolio hat, ist der G45 im Bereich der Grafik einfach zu schwach, um eine attraktive Option darzustellen. Das Problem haben die Boards mit GeForce-9300/9400-Chipsatz nicht, sind aber momentan wirklich spärlich gesät. Dazu kommt, dass sich die wenigen GeForce 9400-Boards, die man überhaupt finden kann, alle oberhalb der 100-Euro-Grenze tummeln. Selbst das preiswerteste GeForce-9300er-Board ist mit 75 Euro noch gute 30 Euro teurer als das günstigste 780G-Modell. Diese Differenz könnte man, wie bereits beschrieben, genauso gut in separate Grafikkarte investieren - oder gleich einsparen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der 785G einen weiteren sehr brauchbaren Chipsatz in AMDs Portfolio darstellt, dessen Neuerungen vermutlich am ehesten Besitzer von Home-Theater-PCs ansprechen.

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xxl-et 04/08/2009 11:20
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Schöner Test, auch wenn ich dachte, der Generationssprung auf HD4X00 bringt ein bisschen mehr Bums mit sich und hängt die HD3300 auf breiter Front ab.
Dass der Grafikkern gut übertaktbar und damit deutlich leistungsfähiger wird, konnte man schon beim Vorgänger gut sehen.
Nungut, immerhin steht nun ein würdiger und wohl ebenso preiswerter Nachfolger des 780G im Geschäft und wird Grundlage für viele viele HTPC.
Freue mich auf die Nachtests zu Avivo und Bildqualität!
Insgesamt Daumen HOCH fürs Produkt, Daumen HOCH für den Test!

Myxir 04/08/2009 12:27
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Zitat :Schöner Test, auch wenn ich dachte, der Generationssprung auf HD4X00 bringt ein bisschen mehr Bums mit sich und hängt die HD3300 auf breiter Front ab.

Das liegt daran, dass die IGPs bei AMD immer auf der jeweiligen Vorgängergeneration an dedizierten Grafikkarten aufbauen. Die HD3300 ist vom Chip her eine HD2400XT (RV610) und die neue HD4200 ist eigentlich eine modifizierte HD3470 (RV620). Und zwischen den beiden liegt performancemäßig eben leider nicht viel. Auf größere Sprünge können wir erst mit der Folgegeneration hoffen, für die dann wohl ein RV710 als Grundlage dienen wird, was einiges an Performance bringen sollte.

Auch von mir Daumen hoch für den Test, sehr informativ. Es freut mich sehr, dass ihr den neuen Chipsatz gleich beim Erscheinen getestet habt.

wusel 04/08/2009 13:11
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Hallo,

mit dem 780G bin ich einmal reingefallen. Brauch man wieder eine FETTE CPU (HT3) damit alles geht? Damals für HD progressiv gut nur leider für normales PAL schlecht. War zu dem Zeitpunkt gerade dabei mir einen HTPC zu basteln und da kam mir das damals gerade recht zumal der Chip überall nur gelobt wurde, das erwachen kam für viele wie in einschlägigen Foren dann zu lesen. Leider hatte ich damals schon das Board, seitdem bin ich da deutlich zurückhaltender.


mfg wusel

Weltenspinner 04/08/2009 13:19
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Ein AthlonII X2 240 ist keine fette CPU. ;)
Desweiteren hat der 785G den UVD in zweiter Generation, was neben der
ATi-Stream-Fähigkeit, die Hauptverbesserung ist. Nicht die Grafikleistung an sich!
Das bringt: Accelerated Multiple Streams, Video Detail Enhancement und HDMI 1.3.

Gray_ 05/08/2009 11:50
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Was mich brennend interessieren würde, ob es mit dem neuen 785g noch die 2d (!)-Probleme gibt, die es mit dem 780G gab. (Stichwort "Causa 780G" bei Google)

Denn bei tests werden immer nur die 3D-Fähigkeiten getestet, und nicht die 2D-Ausgabe, und gerade da hat der 780G wohl sehr geschwächelt.

Greetz,
Gray_

anonymous 15/08/2009 13:58
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-0+

Auch bei diesem 7XXG(X)-Test wurde vergessen zu testen, wie's mit Hybrid CrossFireX läuft, und wieviel Mehrleistung man damit im 3D-Betrieb bekommt. Was ja besonders dann interessant sein könnte, wenn man, wie bei mir, eine HD3450 zur Verfügung hat.

tatoosh 18/12/2009 10:42
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-0+

Gibt es beim 785G Chipsatz weiterhin Probleme mit Toshiba TVs ?? Mein 780G macht kein Bild ohne HDMI Repeater :(

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