Seit langem bieten AMDs Chipsätze sehr viel fürs Geld, vor allem verglichen mit High-End Plattformen wie dem X48 oder dem X58 von Hauptrivale Intel. Jeder einzelne Chipsatz, vom 790FX, dem High-End Baustein mit Mittelklasse-Preis, bis hin zu den einfacheren und preiswerteren Modellen mit integrierter Grafik, kann je nach Einsatzgebiet interessant sein.
Alle setzen sie die breiteren Datenpfade der PCIe-Version 2.0 für Konstellationen aus mehreren Grafikkarten ein. Ihre integrierten Grafikeinheiten liefern sogar brauchbare 3D-Performance ab und lassen sich auch noch für Multi-Monitor-Konfigurationen nutzen. Wer für kleines Geld einen Arbeitsrechner zusammenstellen möchte oder großen Wert auf hohe Konfigurierbarkeit legt, tut gut, sich als erstes bei AMD umzuschauen. Außerdem hat uns Intels Angebot im Bereich zwischen 80 und 180 Euro bislang noch nicht so recht vom Hocker gehauen, während sich in dieser Preislage bei AMD sogar schon die Triple- und Quad-Cores dicht an dicht drängen.

Vergangene Woche stellte AMD seinen neuen High-End-Chipsatz vor, der aus der Northbridge 890GX mit ihrer überarbeiteten Grafikeinheit Radeon HD 4290 und der Southbridge SB850 besteht. Als größte Neuerungen stehen DirectX 10.1, SATA 6 Gb/s, zwei zusätzliche USB-2.0-Ports und ein integrierter Gigabit-Ethernet-Controller auf der Liste.
Anstatt uns in diesem Artikel aber nur dem neuen Chipsatz und seiner Technik zu widmen, haben wir uns stattdessen entschieden, gleich drei Mainboards auf den Zahn zu fühlen, die AMDs jüngste Performance-Plattform einsetzen. Die Kandidaten stammen von ASUS, MSI und Gigabyte. Es wird zwar auch von USB 3.0 die Rede sein, doch unterstützt der 890GX-Chipsatz dieses Interface nicht von sich aus. Wie bei den Intel-Boards wird die Funktionalität stattdessen durch einen zusätzlichen Controller-Chip bereitgestellt.
- AMDs neuer: Mehr USB, schnelleres SATA und DX10.1
- Ausstattungsvergleich
- Asus M4A89GTD Pro/USB3
- Gigabyte GA-890GPA-UD3H
- MSI 890GXM-G65
- Test-Hardware und Konfiguration
- Benchmarks: iGPU und SATA 6Gb/s
- Benchmarks: Modern Warfare 2 und Crysis
- Benchmarks: DiRT 2 und Call of Pripyat
- Benchmarks: Audio/Video-Transkodierung
- Benchmarks: Anwendungen
- Benchmarks: Synthetische Benchmarks
- Fazit
Da wird wohl AMD was machen müssen, wenn der X6 sich ähnlicher beliebtheit, wie der Gulftown erfreuen möchte...
Das nochmal ein kleines Leistungspuls aber ob es sich lohnt, auch für die nächste Generation von CPUs ist fraglich.
Im großen und ganzen nehmen sich die drei Mainboards ja nicht viel, aber ich frage mich warum immer noch ein IDE Controller verbaut wird auf den neuen Mainboards oder werden noch soviele alte IDE Festplatten in neuen PC´s verwendet?
Ich mache mir aber keinen Kopp darum, der AM3 Sockel meines jetzigen Board's kriegt mal einen günstigen, sparsamen Phenom 2 X4 verpasst, oder einen Athlon 2 X4. - Es kommt noch einiges an Zuwachs bei 45nm und 32nm.
Ne, ne, da werden die Käufer mit Sicherheit enttäuscht werden.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch gewesen, dass die Southbridge zwar eine Gigabit Ethernet Schnittstelle zur Verfügung stellt, es aber keinen einzigen Anbieter auf dem Markt gibt der es nutzt.
Aber ich will das Haar nicht in der ansonsten leckeren Suppe suchen. :-)
Danke für den Artikel auch wenn es wohl schon größere Innovationssprünge bei neuen Chipsatzgenerationen gegeben hat.Aber das Problem hat AMD nicht THG.
Ich weiß, Hybrid Crossfire ist für ernste Spielernaturen relativ witzlos, aber der Sparfuchs im Menschen...
Du hast die ganzen CD- und DVD-LW/Brenner vergessen
Ich bin jedes mal über den IDE-Anschluss froh denn das erspart es mit nach einem SATA-LW zu suchen bzw zu kaufen
Nein. - SLI gibt's bei AM3 wohl künftig nicht mehr. Eines der Exoten: MSI NF980-G65.
Nvidia ist bei der Chipsatz-Fertigung für AM3-Sockel nicht mehr präsent. - Intel-Sockel-Boards haben das Problem nicht.
AMD legt halt da wohl keinen Wert drauf und sagt sich, dass sie selbst genug Karten bauen.
Meistens ist das aber nur eine Treibersache, sogar der X38 und X48 könnten SLI
Benutzt du das noch viel?
Aber mal ehrlich, wenn der mal den Geist aufgibt würdest du dir dann wieder einen IDE Brenner holen? und ein interner Sata Brenner kostet bummelig 20€.
Ich hab bei mir nur noch im zweiten PC einen DVD Brenner verbaut, was ich aber nur sehr selten nutze.
Ich hab gerade was ähnlich passendes zu deiner Frage/Aussage hier geschireben:
http://www.tomshardware.de/foren/244112-82-isuppli-storage-markt-erholt-2010
Schade drum, wer die Möglichkeit haben möchte in Zufunft mal SLI in erwägung zu ziehen, bzw. die Wahl zwischen SLI/CF zuhaben, muss somit zu Intel greifen, das steigert ja auch nicht umbedingt den Umsatz von AMD, die Vielfälltigkeit ist einfach da nicht mehr so gegeben, finde ich schade... kann man aber wohl nicht viel machen.
Ich will Intel auch nicht als Wohltäter verstanden wissen.;) Nvidia zeichnet nicht umsonst so witzige Karikaturen über Intels Ungeist.
Völlig absurd ist es aber auch für Nvidia gewesen, beim Erzfeind AMD/ATI um Erlaubnis für Chipsätze zu betteln. Ich wollte eigentlich ein aktuelles Board mit Nvidias Lösung, aber die schienen eben nicht mehr up to date und völlig unterrepräsentiert bei AM3. - Schade!
AMD CPU und Nvidia Chipsatz war immer schon ne gute Kombi und isses eigentlich heute auch noch. Wenn man es genau nimmt wars die einzig echte Alternative (780a als letzte Ausbaustufe) zu nem Core i7 X58 Prollsystem wenn man SLi einsetzt und der letzte Euro einem dann doch zu Schade ist um ihn im PC zu versenken.
Lynnfield kann man da völlig knicken oder man bezahlt sich dämlich für ein gescheites Board.
http://www.tomshardware.de/amd-890gx-radeon,testberichte-240512-7.html
sondern so:
http://www.anandtech.com/cpuchipsets/showdoc.aspx?i=3755&p=5
Man kommt zu völlig unterschiedlichen Interpretationen.
Wahrscheinlich arbeitet die Community gerade verzweifelt bis zur Veröffentlichung von Ubuntu 10.4 an dieser Herausforderung. - USB 3.0 funktioniert aber schon mal (theoretisch) mit dem aktuellen Kernel.
Und nun noch eine Verständnisfrage: Wozu sollte NVidia um Unterstützung bei AMD betteln müssen? Ist es nicht so, dass HyperTransport ein offener Standard ist? Der NForce980 funktioniert ja auch auf AM2+-Brettern genauso wie auf AM3-Mainboards. Es müsste nur was zeitgemäßes Neues da sein, das Mainboard-Hersteller gerne verbauen würden.
Normalerweise gibts da keinen IDE-Controller mehr. Bei den meisten Boards ist der IDE Port ueber einen IDE auf SATA-Converter an einen SATA-Port angebunden. Bei den Intel Boards ist das so. Da ist der IDE-Port ueber den extra-SATA Controller angebunden (Normalerweise Marvell) der diesen IDE auf SATA-Converter eingebaut hat.
Grafik und PhysX Karte sind nicht auf einen SLi Chipsatz angewiesen, geht also auch auf den AMD Boards.
Ich muss sagen, dass es keine AMD Boards mehr mit Nvidia Chipsatz und/oder SLi Unterstützung gibt hat mich dazu bewegt, erstmals einen Intel (Core i5) zu kaufen.
Mit dieser Strategie hat AMD zumindest mich als Kunden schonmal verloren.
ATI Karten kommen mir zumindest in meinen Zockerrechner sowieso nicht.
Zum Thema/Test selbst: Schön ist, dass USB3.0 anständig eingebunden wird und auch SATA3. Das MSI Board ist attraktiv für einen HTPC.
Bleibt nurnoch abzuwarten was der neue P2 X6 bringen wird.