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Messverfahren und -Equipment

AMD A10-7800 im Test: Kaveri-APU trifft genau in den Sweet Spot
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Detailmessungen in hoher Auflösung

Für die Messungen am Mainboard nutzen wir das selbe Equipment wie bei den Grafikkarten, wobei wir dazu den Testaufbau natürlich deutlich modifizieren mussten. Zum Einsatz kommt als Herzstück unserer Messungen erneut der HAMEG HZO 3054 (Rohde & Schwarz), also ein schneller 4-Kanal-Speicheroszillograph, den wir bequem per Ethernet fernsteuern können und der uns in der höchsten Auflösung das Speichern von bis zu 60.000 Messwerten pro Kanal erlaubt.

Wir messen diesmal direkt an den jeweiligen Versorgungsanschlüssen am Mainboard, also der 8-poligen (EPS, 2x 4 Pins) CPU-Stromversorgung (Bild unten links) und an den jeweiligen Kabeln des 24-poligen Hauptverorgungskabel am Mainboard (Bild unten rechts). Zum Einsatz kommen insgesamt vier Stromzangenadapter (HAMEG HZO50), die Spannungen messen wir zusätzlich parallel für jede Schiene mit einem HAMEG HMC8012, welches ebenfalls über eine Speicher- und Fernsteueroption verfügt.

Diesen wirklich extremen Datenwust müssen wir natürlich noch auswerten, wobei uns selbst erstellte Auswertungsroutinen und die Chart-Funktionen von MS Excel weiterhelfen. Die Messdauer beträgt jeweils eine Minute und wir lösen diesmal die Einzelwerte in Intervallen von 10 Millisekunden auf. Mehr ergäbe am Ende wohl auch keinen Sinn und würde uns nur unnötig in den unendlichen Weiten der Zahlenwerte ertrinken lassen.

Die APU ist bei Weitem nicht so extrem wie separate Grafikkarten der aktuellen Generation, zumal das Mainboard bereits viele Spitzen besser glätten kann. Trotzdem geschehen zum Teil noch erstaunliche Dinge.

Als kleinen Vorgeschmack auf das später Folgende sei an dieser Stelle schon einmal der Verlauf dessen angeführt, was im Gesamtsystem innerhalb von nur einer einzigen Sekunde so vor sich geht:

Testaufbau und Ausrüstung:

Methode:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (mittels Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
Masse-freie Spannungsmessung am Netzteilkabel
Equipment:
1x HAMEG HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph
4x HAMEG HZO50 Stromzangenadapter (1mA-30A, 100 KHz, DC)
3x HAMEG HZ355 (10:1 Tastteiler, 500 MHz)
1x HAMEG HMC 8012 Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Testsystem:
MSI A88XM Socket FM2+
AMD Radeon Memory
Corsair H100i AIO - geschlossene Wasserkühlung
Corsair Neutron 480 GByte SSD
Sea Sonic X-Series PSU
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Alle 14 Kommentare anzeigen.
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  • ToSuz , 31. Juli 2014 14:17
    Sehr schöner Test! Dann muss ich meinen 7700K wohl nochmal umtauschen ;) 
  • suckerchen , 31. Juli 2014 14:26
    Bin nicht sicher, ob ich es schlicht nicht gesehen habe, aber mich würde noch interessieren, was für eine DC-DC-PSU verwendet wurde. Und wieviel machte dies aus in der Leistungsaufnahme?
  • Tesetilaro , 31. Juli 2014 14:34
    heißt aber im Umkehrschluß ich bekomme mit diesem schätzchen für ~ 500 € einen wohnzimmerpc zusammengeschraubt der sich halbwegs lautlos verhält, klein ausfallen kann und definitiv einen steam stream hinbekommt? Oder eben für die budget titel direkt als knecht herhalten kann *g*
  • Derfnam , 31. Juli 2014 15:28
    Gleiches Spiel wie kürzlich beim 750 Ti-Test: es fehlen jegliche Vergleichswerte, dafür wird man mit massig belanglosen Bildchen zugeballert.
  • bluray , 31. Juli 2014 15:29
    Hat Intel mit den 45/46xx-Prozessoren nix Gleichwertiges in Sachen Effizienz?

    Wenn nein, hat AMD Intel hier die lange Nase gedreht.

    Der 4330K scheint in manchen sachen der 7800er-APU zuemlich unterlegen zu sein. Gerade die interne GPU scheint mächtig gegen die GPU des 7800er abzustinken.

    Es beweist jedenfalls, dass AMD noch lange nicht tot ist, wie es gern prophezeit wird.
    Während AMD in Sachen Ultra-Performance gegen einen gut gepimpten 4930K/4960X kein Land mehr sieht, scheint gerade im Bereich Embedded-Systems/Compact Systems eine neue, nicht zu vernachlässigende marktlücke für AMD zu wachsen, wo sie dem blauen Riesen Kunden abspenstig machen können, zumal Preis/Leistung auch stimmen!

    Schöner, übersichtlicher und ausführlicher Test.

    Chapeau, Igor!
  • Myrkvidr , 31. Juli 2014 15:36
    Maaaan, da kann ich ja den A10-7850K fast direkt wieder aus dem FM2+-Rechner verbannen xD

    Beziehungsweise: Hast du die VCore bei der Anpassung/Taktabsenkung des 7850K fix eingestellt oder auf [Auto] belassen zwecks automatischer Absenkung?
  • derGhostrider , 31. Juli 2014 16:45
    Es liegt ja bestimmt nur an mir, da ich dieses "Segment" im CPU-Markt nicht so recht begreifen kann, aber wird hier nicht gesagt, dass die APU sich vor allem in den Rechnern lohnt, in denen eh keine großartige Leistung gefragt wird, und dies dann über die starke Grafikeinheit der APU mit Benchmarks belegt?
    Wäre in einem Office-Rechner dann nicht doch der i3 besser, da die Grafik schlichtweg EGAL ist und die CPU eben doch stärker ist? Müsste dann das Fazit nicht noch weiter relativiert werden?
    Ach, ich verstehe diesen Marktbereich einfach nicht. Weder richtig sparsam noch richtig schnell. Und nur die Rosinen rauspicken, Scheuklappen aufsetzen, Ohren zuhalten und laut rufen: "DAS IST TOLL!" kann ich halt auch nicht.
  • suckerchen , 31. Juli 2014 17:01
    Zitat :
    Es liegt ja bestimmt nur an mir, da ich dieses "Segment" im CPU-Markt nicht so recht begreifen kann, aber wird hier nicht gesagt, dass die APU sich vor allem in den Rechnern lohnt, in denen eh keine großartige Leistung gefragt wird, und dies dann über die starke Grafikeinheit der APU mit Benchmarks belegt?
    Wäre in einem Office-Rechner dann nicht doch der i3 besser, da die Grafik schlichtweg EGAL ist und die CPU eben doch stärker ist? Müsste dann das Fazit nicht noch weiter relativiert werden?
    Ach, ich verstehe diesen Marktbereich einfach nicht. Weder richtig sparsam noch richtig schnell. Und nur die Rosinen rauspicken, Scheuklappen aufsetzen, Ohren zuhalten und laut rufen: "DAS IST TOLL!" kann ich halt auch nicht.


    Versteh ich jetzt nur teilweise. Für einfache Officearbeiten hast du wohl Recht, sind die A10-7700K, A10-7800 UND A10-7850K überdimensioniert. Aber dafür sind die wohl auch nicht gedacht, sondern eher für leichtes Rendering, komplexere Officeaufgaben, evt. arbeiten mit Matlab, Mathematica etc. insbesondere wenn die Grafikeinheit per OpenCL oder idealerweise irgendwann einmal per HSA in den Prozess einbezogen werden kann.

    Dass diese APU nicht sparsam sein soll kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Im Durchschnitt 64W an der Steckdose unter Volllast und 40W beim Spielen finde ich jetzt ganz ok wenn man die zur Verfügung stehende Leistung betrachtet.

  • derGhostrider , 31. Juli 2014 17:48
    Nachschlag:
    Was ist denn eigentlich mit dem besonderen Feature dieser APU??? Warum wurde das so überhaupt nicht getestet?

    Zitat :
    Die Thermal Design Power des A10-7800, A-7600 und A6-7400K lässt sich im BIOS-Setup zu Lasten der Performance von 65 Watt auf 45 Watt reduzieren. Damit ist es möglich, sie mit kleineren Kühlern in kompakte Gehäuse einzubauen.

    (Gemopst von Heise)
  • FormatC , 31. Juli 2014 19:53
    Sie läuft per Default auf 45, der Rest ist verschlimmbesserung.
  • derGhostrider , 31. Juli 2014 22:55
    Danke für die Aufklärung. Dachte nun erstmal, dass 65 der Normalfall wäre.
  • jean luc bizarre , 1. August 2014 11:24
    @Ghostrider:
    für mich ist diese APU wirklich interessant. Der Wohnzimmer-PC unserer WG ist einerseits Dateiserver, andererseits für die Abendunterhaltung (youtubevideos, Streaming von Filmen) aber auch für leichtes Gaming (Portal2, SC2) zuständig. Mein E350 macht da langsam schlapp, die neuen Beema sind noch nicht da und Intel hat zuwenig Graka-Power.
    Eine hohe Effizienz ist wegen der nicht zu verachtenden Stromkosten und der Kühlung für uns schon recht wichtig.
    Für UNS ist diese APU wirklich optimal, die Frage ist nur wieviele andere sinnvolle Einsatzgebiete es noch gibt
  • Tesetilaro , 1. August 2014 11:26
    ich glaube es reicht erst mal, wenn es ein paar zehntausend andere bekloppte wie dich und mich gibt @ jean luc, die genau in die von dir beschriebene richtung zielen ;) 
  • klomax , 1. August 2014 12:02
    PS: Der Athlon 2 auf Kaveri-Basis kommt.

    http://www.techpowerup.com/203662/amd-announces-the-athlon-860k-and-fx-8300-cpus.html

    Und scheinbar um 2 MB L2 Cache kastriert. - Na, bin mal auf den Test gespannt.
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