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Benchmarks: Anwendungen

AMDs A8-3850 im Test: Llano mischt die Einsteigerklasse auf
Von , Chris Angelini

Dank der Multi-Thread-Fähigkeiten dieser OCR-Anwendung sind die vier echten Kerne gegenüber Intels Doppelkern mit Hyper-Threading im Vorteil. Dass der A8-3850 und der Core i3 sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, spricht allerdings Bände. Ein Phenom II X4 ist hier zwar die schnellste Wahl, doch muss man aufgrund der langsamen Chipsatzgrafik im 890GX auf eine ganze Menge Grafikleistung verzichten, wenn man sich ähnlich teure Systeme zusammenstellt.

Bei Programmen, die ihre Aufgaben auf wenige oder gar nur einen einzigen Thread aufteilen, sind Quad-Cores mit niedrigen Taktraten wie der A8-3850 im Nachteil. Dank seiner besseren Pro-Takt-Leistung kann Intels Core i3 hier an die Spitze stürmen, obwohl er mit 3,1 GHz nicht den höchsten Takt in dieser Gruppe besitzt.

Ein Phenom II kann bei 3,4 GHz einfach nicht so viele Berechnungen durchführen, und einen Llano mit 2,9 GHz trifft es da natürlich umso härter.

Das gleiche Problem zeigt sich auch in WinZip 14, das ebenfalls noch zur Gattung der Single-Thread-Anwendungen gehört. Immerhin kann der Phenom II X4 dieses Mal ein wenig zum Core i3 aufschließen. Am Rückstand des A8-3850 ändert sich aber wenig.

WinRAR ist definitiv besser für mehrere Threads vorbereitet. Dennoch kann Intel auch dieses Mal wieder den ersten Platz für sich beanspruchen. Dahinter folgen erneut der Phenom II X4 und dann der A8-3850.

Endlich gelingt es vier echten Kernen, zwei Kerne plus Hyper-Threading in die Schranken zu weisen. AMDs Phenom II X4 packt das 7-Zip-Archiv am schnellsten, und der ebenfalls mit vier Kernen ausgestattete A8-3850 landet auf Platz zwei. Intels Core i3-2105 bildet das Schlusslicht und braucht drei Sekunden länger als AMDs schnellste Llano-APU.

Für alle, die sich fragen, inwieweit bei diesen Benchmarks der Speicherdurchsatz von DDR3-1333-RAM die Systeme ausbremst, hier noch mal eine Anmerkung: Speicherperformance wird vor allem bei grafiklastigen Anwendungen eine Rolle spielen. Man kann mit DDR3-1600-Speicher zwar nochmals ein paar Sekunden einsparen, aber auch dann würde es Llano nicht gelingen, den Phenom II X4 mit seinem großen L3-Cache und dem Taktvorteil von 500 MHz einzuholen.

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