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Storage Performance

AMDs A8-3850 im Test: Llano mischt die Einsteigerklasse auf
Von , Chris Angelini

Wenn es um den Bereich Massenspeicher geht, ist AMDs A75-Chipsatz deutlich fortschrittlicher als alles, was Intel derzeit zu bieten hat. Der A55-Chipsatz ist hingegen ein enttäuschender Schritt zurück.

Die A75-Plattform bringt sechs SATA-6Gb/s-Ports und vier USB-3.0-Ports mit und beherrscht neben RAID 0, 1 und 10 noch FIS-Based Switching. Auch wenn USB 3.0 eigentlich das einzige neue Feature ist, wollen wir trotzdem alle Speicher-Schnittstellen der Plattform prüfen.

SATA 6Gb/s: Vielleicht leicht verbessert?

AMD gibt zwar nicht an, Verbesserungen an seinem SATA-6Gb/s-Controller vorgenommen zu haben. Trotzdem konnten wir mit einer 240 GB großen OCZ Vertex 3 Pro etwas höhere sequenzielle Leseraten und bessere zufällige Lese- und Schreibraten messen.

Obwohl Intels Controller insgesamt nach wie vor ein wenig besser dasteht, fallen die Verbesserungen beim AMD-Controller groß genug aus, um bessere sequenzielle Leseraten, bessere zufällige Leseraten und praktisch gleich gute Performance in unserem Workstation-Szenario zu erreichen.

USB 3.0: Besser als ein zusätzlicher Controller-Chip

Inzwischen ist USB 3.0 nicht mehr das aufregende neue Feature, das es einst war. Tatsächlich erwartet man heute, diese Schnittstelle auf aktuellen Enthusiast-Mainboards anzutreffen, obwohl die Anzahl der verfügbaren Geräte, die den SuperSpeed-Port nutzen können, nach wie vor gering ist. Dennoch haben wir einige sehr schnelle USB-3.0-Geräte im Labor, mit denen wir prüfen wollten, wie gut AMDs integrierter Controller gelungen ist.

Unser 890GX-Board, das ASUS M4A89GTD Pro/USB3, ist mit NECS µPD720200-Controller ausgestattet. Das Asus P8Z68-V Pro mit Intels Z68-Chipsatz hat einen ASMedia ASM1042 an Bord, und das ASRock A75 Extreme6 nutzt den integrierten AMD-Controller sowie einen zusätzlichen ASM1042. Um die Performance zu testen, nutzen wir Kingstons DataTraveler HyperX Max 3.0. Auch wenn dessen maximale Leserate von 195 MB/s die Kapazität der neuen USB-Generation nicht mal annähernd ausschöpft, ist es gegenüber Modellen mit USB 2.0 doch ein gewaltiger Fortschritt. Unser Test besteht darin, 12.772 Dateien in 621 Verzeichnissen mit einer Gesamtgröße von 56,9 GiB zu kopieren.

Alle drei Controller sind schnell, und wir sind es immer noch nicht gewohnt, über 50 GiB in nur sechs bis acht Minuten zu kopieren. AMDs eingebauter Controller schließt diese Aufgabe als erster ab, während der ASMedia-Controller auf demselben Board Platz zwei belegt. Der NEC-Controller landet auf dem dritten Platz, und das Schlusslicht gibt der ASMedia-Chip auf dem Intel-Board mit Z68-Chipsatz, das sich am meisten Zeit ließ.

Doch nur weil der AMD-Controller schon mit an Bord ist, heißt das nicht, dass man den Komfort von USB 2.0 erwarten darf. Die USB-3.0-Ports sind komplett unbrauchbar, bis man die Treiber installiert. Insofern sind die verbleibenden USB-2.0-Ports umso wichtiger, um daran Tastatur und Maus anzuschließen. Anders lassen sich sonst weder das BIOS noch ein frisch installiertes Windows einrichten.

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