Low-Power-Gaming: AMD E-350 gegen Intel D525 mit Ion 2

Low-Power PC-Plattformen eignen sich generell nicht fürs Gaming. Wir haben dennoch ein AMD- und Intel-System mit verschiedenen 3D-Spielen gequält. Die Ergebnisse sind nicht revolutionär, sorgen aber für die eine oder andere angenehme Überraschung.

Bevor wir ins Thema einsteigen, vorab folgende Anmerkung: Wir sind uns dessen bewusst, dass sich Low-Power Nettops und Netbooks mit integrierter Grafik grundsätzlich nicht fürs Gaming eignen.

Wir empfehlen unseren Lesern auch nicht den Kauf eines Nettops für die nächste LAN-Party oder die neuesten First-Person-Shooter. Auch eigenen sich Low-Power-Notebooks kaum für Spieleeinsteiger. Sie sind für diesen Zweck einfach nicht geeignet. Absolute Gaming-Enthusiasten sollten sich daher für ein leistungsstarkes Desktop-System oder einen entsprechend ausgestatteten Laptop mit High-End Grafik-Chipsatz entscheiden.

Im heutigen Artikel widmen wir uns dennoch Nettop-PCs und Notebooks, die immer preiswerter werden und deren Marktpräsenz stetig steigt. Intels Atom-CPUs sind, insbesondere in Verbindung mit dem Ion 2-Chipsatz von Nvidia, eine beliebte Low-Power Plattform für Anwender, die einfach im Internet surfen und Videos abspielen wollen. Aber auch AMD ist mit der Brazos-Plattform in diesem Segment vertreten, deren Zacate E-350 APU mit integrierter Radeon HD 6310 vielversprechend in Note- und Netbooks ihren Dienst verrichten.

Angenommen, Sie habe sich einen Nettop-PC angeschafft und verwendet diesen als Home-Theater-PC, den Sie an Ihrem HDTV-Fernseher angeschlossen haben. Selbst wenn Sie weniger an stundenlangem Spielen aktuellster Titel interessiert sein sollten, so könnte doch bisweilen ein gewisser Reiz vorhanden sein, und sei es nur wegen des großen Bildschirms, von Zeit zu Zeit ein Spielchen zu riskieren. Oder was ist, wenn Sie sich ein günstiges Notebook angeschafft haben, das sie vornehmlich zum Arbeiten an die Uni mitnehmen? In beiden Fällen stellt sich die Frage, ob auf derartigen Geräten vielleicht doch das ein oder andere Spiel flüssig läuft.

Auch Low-Budget-Plattformen wie die Kombination aus Intel Atom und Nvidia Ion 2 oder die E-350 APU von AMD besitzen ein gewisses Potenzial im Grafikbereich. Wir wollten daher wissen, ob sich dieses Potential auch fürs Gaming nutzen lässt und wenn ja, für welche Spiele. Oder sind diese Plattformen für diesen Verwendungszweck doch schlichtweg zu schwach?

Um diese Frage zu beantworten haben wir anhand ein paar neuerer (und auch älterer) Titel Intels Atom D525 in Verbindung mit dem Ion-2-Chipsatz von Nvidia und die neue E-350 APU von AMD mit integrierter Radeon HD 6310 auf ihre Spieletauglichkeit hin getestet.

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30 Kommentare
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  • fffcmad
    Also jetzt mal ehrlich: Auch wenn der Test hier klar aussagt, das man von Spielen auf diesen Plattformen die Finger lassen sollte und damit seinen Zweck erfuellt: Wer kommt bitte auf die Idee, das 30 oder 40FPS reichen? Zum Einen ist das stark spielabhaengig und zum Anderen auch noch ein Problem bezueglich der allgemeinen Spielbarkeit. (Der 08/15- Nutzer schaltet auch mal gerne VsynC ohne Triple- Buffering ein: Autsch! ) Wenn Herr der Ringe "sehr gut spielbar" ist, obwohl der Redakteur angibg, das es manchmal hakelt, stimmt doch irgendwas nicht. Wer tut sich denn bitte ein 30 oder 40FPS Gezuckel an mit regelmaessigen Einbruechen unter die 20iger- Marke? Dass ist doch albern! UT3 oder andere Shooter mit 30FPS als Spielbar zu bezeichnen ist auch ein schlechter Scherz. Mauslag und Gezuckel, das ist alles was dabei heraus kommt. Der Test zeigt eindeutig, das man sich bei diesen Kisten besser an Spielen haelt, die vor 2002 heraus gekommen sind. Die ATOM- CPU reicht ja nicht mal fuer ne UT2k4- Runde. Da kommen ja wesentlich schnellere CPUs ins Schwitzen.
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  • ashrakk
    Netter Vergleich der beiden Low Power Plattformen, der aber auch die Grenzen mehr als deutlich aufzeigt. Wer mehr Leistung braucht, greift eben zu einem Core I3, Llano oder AM3 basiertem System bei knappem Budget.

    P.S. Star Trek Armada II im Benchmark mit drin, das sieht man nicht alle Tage. Für alle die es noch Zuhause irgendwo rumliegen haben: http://www.fleetops.net/
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  • Anonymous
    mit dreirädern in der halfpipe, das ergebnis war vorher klar, die beiden sind einfach nicht dafür gemacht...

    schade nur, dass ihr nur auf die gpu eingegangen seid, warum nicht die für die beiden wichtigere cpu leistung, stromverbrauch, etc. wo der e-350 btw auch vorne gelegen hätte.
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  • Maklas@guest
    Man sollte bei UT evtl. noch die 3 anfügen, damit es in den Charts nicht mit UT classic oder einem der anderen Teile verwechselt wird.

    Wenn ich auf so einer Kiste etwas spielen wollte, wären es sowieso Klassiker wie UT2k4 oder Counter-Strike ( -Source ) und keine aktuellen Spiele, wo der Rechner nicht einmal in die Mindestanforderungen fällt.
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  • dome94@guest
    sone Platform würde ich nicht zum zoggen nehmen - allenfalls für alte Games - wie schon gesagt wurde - aber wenn die Atom Platform Star Trek Armada 2 nichtmal über 21 FPS kommt und die AMD nichtmal über 30 - dann ist das für mich zuwenig Leistung für nen Spiel von 2001 - würde eher nen Pentium Dual Core vorziehen^^

    @ashrakk
    habs noch rumliegen (2er und auch das 1er) und zogge es noch ;) thx für den Link kannte ich noch nicht^^

    die Comments verschwinden beim Posten im Server - besser in die Zwischenablage kopieren :D
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  • dochurt@guest
    Anonymous sagte:
    Also jetzt mal ehrlich: Auch wenn der Test hier klar aussagt, das man von Spielen auf diesen Plattformen die Finger lassen sollte und damit seinen Zweck erfuellt: Wer kommt bitte auf die Idee, das 30 oder 40FPS reichen? Zum Einen ist das stark spielabhaengig und zum Anderen auch noch ein Problem bezueglich der allgemeinen Spielbarkeit. (Der 08/15- Nutzer schaltet auch mal gerne VsynC ohne Triple- Buffering ein: Autsch! ) Wenn Herr der Ringe "sehr gut spielbar" ist, obwohl der Redakteur angibg, das es manchmal hakelt, stimmt doch irgendwas nicht. Wer tut sich denn bitte ein 30 oder 40FPS Gezuckel an mit regelmaessigen Einbruechen unter die 20iger- Marke? Dass ist doch albern! UT3 oder andere Shooter mit 30FPS als Spielbar zu bezeichnen ist auch ein schlechter Scherz. Mauslag und Gezuckel, das ist alles was dabei heraus kommt. Der Test zeigt eindeutig, das man sich bei diesen Kisten besser an Spielen haelt, die vor 2002 heraus gekommen sind. Die ATOM- CPU reicht ja nicht mal fuer ne UT2k4- Runde. Da kommen ja wesentlich schnellere CPUs ins Schwitzen.

    Zustimm ;)
    Und alle lästern über eine XBOX360, lol !
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  • aarfy
    Ein HL2 Titel ala CS:S wäre was man solchen Plattforman vielleicht noch zumuten würde:Das ist meines erachtens auch immer noch wesentlich weiter verbreitet als UT3 -> Fehlt in dem Test aber leider...
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  • klomax
    fffcmadWer kommt bitte auf die Idee, das 30 oder 40FPS reichen?


    Hauptsache, es regt sich was, und 3,3 von 10 Schüssen treffen irgendwie ihr Ziel. :D

    Nee, stimmt schon. - Im Multi nochmal was anderes, im Single tuckere ich gerne an der 30 Promille-Marke.

    "Low-Power-Gaming" klingt etwas zu euphemistisch, diese Systeme würde ich niemals für ausgewachsene Spiele kaufen. - Eher zum Bluray-Gucken und Bürokrams, und ab und an mal ein gaaaanz zahmes Spielchen für Zwischendurch (WC 3, Diablo 2, Torchlight,...)
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  • Desertdelphin
    Gott ihr seid ja so nervig. "Oh das gezuckel mit 40fps"... Ich habe ein Core2Duo mit 1,3 Ghz und ne 4500HD und trotzdem zockel ich ab und zu. Ein "Speed" wie mit dem E3500 wäre genial für mich.

    Civilisation 4, Warcraft 3 etc. sind grade so spielbar aber ein bissel extra speed wäre schon genug und ich könnte 90% aller spiele die mich interessieren spielen.

    Ich lebe zur Zeit im Ausland und werde mir sicher keine XBox oder so kaufen. So hab ich alles in meinem kleinem Laptop und gut ist.

    Und diese Systeme bieten mehr Speed als High-End-Systeme vor einigen Jahren und dementsprechend sind auch die Spiele spielbar. Ich z.B. habe aufm Schleppe Deus Ex durchgespielt. High Deteils und hat sehr Spass gemacht. Mehr will der Test nicht aussagen. UT heißt nicht automatisch onlineschlachten bei denen jede fps zählt. ABer zeigt ruig das ihr ganz toll seid weil ihr hohe Ansprüche habt.
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  • Harry_zz
    Für mich sehen die Werte so aus das in der AMD APU noch deutlich mehr herauszuholen wäre wenn man an der CPU noch etwas schraubt. Man sieht an vielen stellen das die der Schwachpunkt zu sein scheint. Als Rechner für einen 2. Account als Buff/Heilbott völlig ausreichend. Hatte viele Jahre für DAoC einen Laptop mit ATI HD1150 drin für sowas. Dagegen ist ein E-350 ne Rakete.
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  • crazymath
    Die Frage ist eher, mit welchen Desktoplösungen diese Systeme zu vergleichen sind. Wenn Spiele aus 2001 "langsam" laufen, dann dürfte selbst ein mittelmässig getakteter Pentium4/AthlonXP samt Geforce5/Radeon9xxx gleich schnell sein (Bei Mehrkernsupport dann natürlich nicht). Die Dinger bekommt man aber für 30 Euro als Komplettkiste hinterhergeworfen. Klar, Verbrauch ist höher und keine Garantie.

    Man sollte evtl. noch zeigen, was man gebraucht für den Preis eines E-350 Systems bekommt. Dafür ist wohl schon ein PentiumE samt Board, Speicher und GF9600 (Hab so eine vor eineinhalb Jahren für umgerechnet 20 Euro bekommen) drin.

    Halt eben einfach die Relationen, was die Dinger als Gesamtpaket im Vergleich zu "normalen" Lösungen leisten.

    Mal schauen, obs einige von den Spielen als Demo gibt. Dann jage ich die Dinger mal durch meine Pentium3/Pentium4 und X2 Kisten.

    PS: Nichtsdestotrotz hat AMD gute Arbeit geleistet. Auch wenn etwas spät.

    PPS: Meine Onboard HD4290 profitiert recht gut, wenn der RAM möglichst hoch getaktet wird (Mindestens DDR3 FSB1333) und im Dualchannel läuft. Also 10-20% können da drin sein gegenüber 1066 und SingleChannel, was in diesen FPS-Bereichen doch zwischen spielbar und ruckeln entscheiden kann.
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  • dentaku@guest
    Und was völlig fehlt: wie sieht's mit der Lautstärke aus? Ich bin am überlegen, solche eine Kiste zu kaufen (Hauptaufgabengebiet Internet, aber eben auch ab und an ein Spiel - kein SHooter oder sonstiger "realgrafik" Irrsinn). Leider haben alle diese kleinen Systeme einen kleinen Lüfter verbaut - und gerade diese kleinen können ziemlich nerven.
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  • dentaku@web.de@guest
    Und was völlig fehlt: wie sieht's mit der Lautstärke aus? Ich bin am überlegen, solche eine Kiste zu kaufen (Hauptaufgabengebiet Internet, aber eben auch ab und an ein Spiel - kein SHooter oder sonstiger "realgrafik" Irrsinn). Leider haben alle diese kleinen Systeme einen kleinen Lüfter verbaut - und gerade diese kleinen können ziemlich nerven.
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  • Anonymous
    lautstärke ist doch kein problem, gibts doch alles in passiv:

    http://www.heise.de/preisvergleich/?cat=mbson&xf=1123_AMD+E-350%7E494_passiv+gek%FChlt#xf_top
    am besten ein board mit uefi kaufen, win 8 wird angeblich kein bios mehr unterstützen und damit auf 90% der heutigen rechner nicht mehr laufen...

    @thg: ich kanns nur wieder sagen: bitte repariert euer verbugtes frontend
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  • fffcmad
    DesertdelphinGott ihr seid ja so nervig. "Oh das gezuckel mit 40fps"... Ich habe ein Core2Duo mit 1,3 Ghz und ne 4500HD und trotzdem zockel ich ab und zu. Ein "Speed" wie mit dem E3500 wäre genial für mich.Civilisation 4, Warcraft 3 etc. sind grade so spielbar aber ein bissel extra speed wäre schon genug und ich könnte 90% aller spiele die mich interessieren spielen. Ich lebe zur Zeit im Ausland und werde mir sicher keine XBox oder so kaufen. So hab ich alles in meinem kleinem Laptop und gut ist.Und diese Systeme bieten mehr Speed als High-End-Systeme vor einigen Jahren und dementsprechend sind auch die Spiele spielbar. Ich z.B. habe aufm Schleppe Deus Ex durchgespielt. High Deteils und hat sehr Spass gemacht. Mehr will der Test nicht aussagen. UT heißt nicht automatisch onlineschlachten bei denen jede fps zählt. ABer zeigt ruig das ihr ganz toll seid weil ihr hohe Ansprüche habt.


    Auch UT im Siongle- Player benoetigt Frameraten jenseits der 60iger Marke. Besser sind mehr als 100 bis 160. Im Nahkampf bekommst du schon bei 85FPS leichte Probleme beim Ziehlen. (Ja, ein Monitor der das anzeigen kann waere optimal) Und wenn du gegen Bots spielst, bricht dir das das Genick. Mein Athlon XP damals schaffte UT2k4 gerade so gut spielbar. Ich habe es vorher auch auf einem P3 mit 1,13GHz gespielt. Zwischen beiden Systemen lagen Welten. Erst mit dem Athlon XP habe ich ueberhaupt richtig spielen koennen. Auch wenn sich der P3 damals gut geschlagen hat, waren Einbrueche unter 60FPS an der Tagesordnung. Und wenn man vor einer Roehre sitzt, ist das ein ganz boeses Autsch. Der Atom ist auf einem Kern wesentlich langsamer als mein hochgezuechteter P3 damals. Kann mir keiner erzaehlen, das UT2K4 darauf auch nur im Ansatz brauchbar laeuft. Auch bei CS:S und HL2 sehe ich da ganz viele Grenzen bei diesen Systemen. Der ATOM taugt fuer Spiele ala Deus EX oder System Shock 2, Tron 2.0 und vielleicht noch UT99. Dann ist aber Sense. Bei UT99 wirst du aber auch schon Stellen haben wo du merkst, wie lahm der Atom ist. Bei Spielen wo es nicht so auf hohe Bildwiederholraten ankommt kann man auch gerade so mit dem Atom leben. Aber aktuelle Spiele: NoGo.
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  • Anonymous
    motion blur würde helfen, dass das bild bei weniger fps schon flüssig ist, dafür aber auch weniger scharf. da die augen keine wirklichen fps haben, aber träge sind, langen für die meisten 30-60 fps voll aus. jedoch braucht man mehr fps je schneller die bewegungen im spiel sind und je größer der monitor im blickfeld ist. Ob man wirklich über 100fps braucht, ist allerdings doch sehr zweifelhaft
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  • Stefan0875
    Könnt ihr nicht mal einen Vergleich hinsichtilich Energieverbrauch machen?
    Bei solchen Systemen denkt keiner ans Spielen sondern eher einen sparsamen Rechner zu bauen.
    Aktuell suche ich z.B. für ein NAS was 24/7 läuft die optimale Platform
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  • fffcmad
    Motion Blur geht gar nicht. Das kostet aktuell mehr GPU-Leistung als es an Vorteilen einbringt. Zudem stoert dieses Verwischen beim Zielen... Ein total unnatuerlicher Effekt. Ohne ist man besser dran. Auch mehr als 100FPS sind sinnvoll, gerade bei schnellen Schwenks. Das Spiel verlaeuft auch angenehmer. Ich komme auch mit 60FPS oder weniger aus, je nach Situation. Aber Online- Shooter : Immer so viel wie nur geht. Da ich keinen TFT benutze bin ich auf hohe Bildwiederholraten angewiesen.
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  • griffin1987@guest
    "Mehr als 100FPS sind sinnvoll" - ja, zum heizen.
    Was bringen dir Bilder, die nicht angezeigt werden, sprich, die du nicht siehst? Richtig, garnichts. Oder habt ihr alle irgendwelche mystischen 200fps monitore?
    Und das 30fps nicht ausreichen zum spielen halte ich gelinde gesagt auch für einen schwachsinn. Es fangt sich schonmal damit an, dass hier keiner definiert, was genau "ausreichen" bedeutet. Und des weiteren geht es hier um menschen, die sich ein nettop nicht primär der spiele wegen zulegen. Ein weiterer punkt ist inputlag und menschliche reaktionszeit.

    Hier mal eine nette aufstellung für all die menschen, die ihre infos gerne im Internet wiederfinden:
    Reizaufnahme im Rezeptor 1 - 40 ms; Übertragung zum Kortex 1 - 100 ms; zentrale Vorgänge 70 - 300 ms; efferente Übertragung 10 - 20 ms; Latenzzeit des Muskels 30 - 70 ms;

    Quelle: arsmartialis.com

    Wenn man jetzt bedenkt, dass 30 fps bedeuten, dass es ein neues bild all 33ms gibt, dann ist das weit schneller, als ein mensch reagieren kann.

    Ein guter Aufpasser mag jetzt argumentieren, dass diese 33ms ja dann zur bereits bestehenden zeit hinzukommen.

    Falsch.

    Wichtig hierbei ist, dass die reaktion in dem fall nicht zb. durch einen stich in den körper, also einen direkten elektrischen impuls, ausgelöst wird, sondern durch einen gedankengang im gehirn, und der braucht eine gewisse zeit. Das heißt, auch wenn du ein bild vor dir hast, braucht es eine gewisse Zeit im gehirn, bis erkannt wird, dass da vor dir ein gegner steht.

    In wirklichkeit kann eine höhere Bildrate also nurmehr bringen, dass ein gegner früher im bild zu sehen ist - wodurch die zeitliche differenz schon nurmehr im mittel interessant ist, was bedeutet, dass es nicht um 33ms bei 30fps vs z.b. 17ms bei 60fps (bzw. hz des monitors) geht - also 17ms unterschied (kommastellen miteinbezogen und richtig gerundet) - sondern um 8 ms.

    So - wie weit (pixelmäßig) kann sich ein gegner jetzt in einem Spiel in 8ms bewegen? Das hängt definitiv vom game ab, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein signifikante zahl ist. Ganz zu schweigen davon, dass diese 8ms auch nicht konstant sind - bei 30fps und 60hz aktualisierungsrate kann es im höchstfall 17ms verzögerung geben, bis das bild auch tatsächlich angezeigt wird ; bei 60fps und 60hz ist die zahl genau gleich hoch. Den angesprochenen "nachteil" von 8ms gibt es, wenn man wiederholungsrate des monitors bedenkt, also nur jedes zweite bild. Wenn wir diese bilder jetzt auf gerade und ungerade aufteilen, und sagen, dass jeweils ein gerades und ein ungerades gleich sind bei 30fps und 60hz, fällt schnell auf, dass damit diese zeit im schnitt auf die hälfte sinkt, da sie nur jedes zweite mal auftritt.

    Schwupps wären wir bei 4ms mittlere ersparnis von 30fps vs 60fps. Und wieviel ist das jetzt im vergleich zur latency der eingabegeräte oder des menschen? ...

    Danke fürs Mythenverbreiten.
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  • griffin1987_1@guest
    ahja, das mit dem nicht-tft (ich geh mal davon aus, du hast einen CRT ?) hab ich wohl überlesen, mein fehler.
    Zu dem thema würde ich dir dann aber mal die Latency Analyse von prad.de ans herz legen (den link hab ich jetzt nicht parat, aber ich geh mal davon aus, dass du das mit google recht leicht finden wirst, oder mit ihrer seitenintegrierten suche), der klar aufzeigt, dass es auch hier massive unterschiede in der verzögerung gibt - das kann sogar so schlimm sein, dass der CRT auf 100ms verzögerung kommt (bzw. anders ausgedrückt: es GIBT CRTs die 100ms verzögerung haben - ich vermute mal das hängt mit der aufbereitung des vga signals zusammen, welches sich in den "neueren" CRTs mit einführung der digitalen einstellung der bildwerte (-> OSD) eingeschlichen hat)

    Cheers
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