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AMD nimmt Intel Marktanteile ab

von - quelle: Tom's Hardware FR

Schon das ganze Jahr glänzen die Marketing- und PR-Abteilungen von AMD mit hektischer Betriebsamkeit und versuchen ein Feuerwerk nachdem anderen zu zünden. Zunächst wurde das Jahr mit der Einführung der AMD-Brazos-Plattformen eingeläutet, den schon Jahre zuvor angedeuteten Fusion-Prozessoren, die CPU und GPU auf einem Die vereinen. Alsbald folgte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nvidia um die erste Grafikkarte mit einer Dualcore-GPU. Schließlich legte man mit den Fusion-APUs Llano nach und zeigte zuletzt die langerwartete neue Desktop-Architektur Bulldozer, die wohl am 19. September erscheinen wird.

Bei Intel lief es längst nicht so rund. Zwar ist sind die Sandy-Bridge-Prozessoren zu der Referenz-CPU bei den Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks geworden, doch anders als AMD sorgte man bei Intel mit der Markteinführung von deren neuer CPU-Generation zugleich für einen handfesten Eklat, weil die dazugehörigen Chipsätze fehlerhaft waren und eine umfangreiche Rückrufaktion initiiert werden musste. Ansonsten beschränkte sich der Konzern – von einigen Ankündigungen rundum die künftigen Ivy-Bridge-CPUs – im starken Maße auf das Schimpfen auf den Erfolg der ARM-Prozessoren. Erst in den vergangen Wochen wurde ein Ausblick auf die künftige Entwicklung der für den mobilen Einsatz vorgesehenen Atom-Prozessoren gegeben, der den längst fälligen Strategiewechsel von einem Billig- hin zu einem echten Mobil-Prozessor impliziert. Allerdings ist der Plan auf die nächsten fünf Jahre angelegt, in denen noch viel Wasser den Fluss hinunterlaufen dürfte.

Der unterschiedliche Jahresverlauf bei den beiden großen Herstellern von x86-Prozessoren drückt sich nun auch in konkreten Marktdaten aus. Nach Angaben der Analysten von Mercury Research konnte AMD seinen Anteil bei den x86-CPUs innerhalb eines Jahres – vom zweiten Quartal 2010 bis zum zweiten Quartal 2011 – um 1,6% ausbauen. Dies ist umso bemerkenswerter, weil erst seit den letzten beiden Quartalen die Brazos-APUs Ontario und Zacate, die für den Einsatz in Netbooks und Einsteigersystemen gedacht sind, verfügbar sind. Allerdings konnte AMD in diesen beiden Quartalen die größten Zugewinne verzeichnen. Der Marktanteil stieg in diesem Zeitraum von 18,2% auf 19,4%; bei Intel sank der Anteil am Gesamtmarkt im letzten Halbjahr 2010 von 81,3% auf 81% - gerade mal 0,3%. Im ersten Halbjahr fiel der Einschnitt wesentlich deutlich aus und betrug 1,1%, sodass der Konzern nun auf einen Marktanteil von 79,9% kommt.

Dass dieser Erfolg AMDs dabei vor allem auf die APUs zurückzuführen ist, zeigen andere Zahlen: 70% der von AMD verkauften Net- und Notebooks werden mit der Einsteiger-APU verkauft, die damit einen Anteil von 40% an der gesamten Prozessorproduktion des Herstellers haben. Spannend dürfte damit jedoch die weitere Entwicklung des Konzerns werden. Schließlich sind die APUs, die langsam zu den Händlern kommen erst der Anfang. Selbst die Opteron-Server-Chips sollen als CPU- und GPU-Kombinationen erscheinen und auch auf die Bulldozer-Architektur setzt der Hersteller große Stücke.

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snooze 02/08/2011 06:44
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AMD did hammer Intel once... now they will bulldoze them! :D

Bignon 02/08/2011 10:15
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Zitat :AMD did hammer Intel once... now they will bulldoze them!


*rofl*

klomax 02/08/2011 11:20
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AMDs wichtigste Waffe ist der (teils selbstzerstörerische) Preisdruck auf den Klassenprimus. - Und die APUs kombinieren gleich zwei attraktive Posten zugleich: Eine halbwegs flotte, sparsame CPU und eine recht eindrucksvolle Grakalösung. Das die Hersteller portabler Plattformen so darauf abfahren würden, das hätte ich gar nicht gedacht. :)

Im Desktop-Bereich ist aber Bully schon so etwas wie der letzte Strohhalm für AMD: Wenn das Projekt floppt, dann werden die Zeiten rauer.
Die aktuellen CPU-Empfehlungen auf der amerikanischen Schwesterseite von tomshardware listen, bis auf meinen heißgeliebten Kraftzwerg "Rana" und einen verkappten Phenom 2 X4 820 sowie einer Randnotiz hinsichtlich des sehr preiswert gewordenen X4 955 (quasi der Altensturm AMDs :D), auschließlich Intels Sandy-Killer in den mittleren und oberen Leistungssegmenten. - Der i3/i5 sind gemeine Kampfmaschinen...

Für Bully also Daumendrücken, damit wenigstens das 1155er-Segment aufgemischt wird.:)

borizb 02/08/2011 12:43
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Ich denke, dass der Desktop Markt lange nicht mehr so relevant ist, wie er vor 5 oder 10 Jahren war. AMD punktet mit der APU im mobilen Sektor, und da gibts das größte Wachstum, der Desktopmarkt ist seit langem rezessiv, da seit einigen Jahren mehr Notebooks als PCs verkauft werden. Allerdings greifen die Smartphones den Netbookbereich, also den Atom und AMDs C Serie an, das wird auch nochmal ein interessantes Thema.
Bulldozer hin oder her, es gibt doch aktuell kaum Anwendungen, die zwingend so viel Rechenleistung brauchen. Effizienz ist doch das, was der Kunde sich wünscht, deswegen ging man ja auch vom P4 weg. Clever und smart statt schnell und stark.

snooze 03/08/2011 10:06
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Nicht ganz: im Server-Bereich -allem voran beim wissenschaftlichen Rechnen- ist hauptsächlich brachiale Rechenleistung gefragt! Auch hier ist natürlich Effizienz und Packdichte wichtig - aber ARMs können selbst bei sehr viel höheren Stückzahlen nicht gegen die FP-Leistung von x86-Prozessoren anstinken.

Dieser Markt ist aber extrem wichtig, da hier sehr gut Geld zu verdienen ist!
Aber von allem was man über den Bully so hört, muss AMD den Vergleich zum Sandy-Bridge nicht scheuen. :D

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