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AMD Roadmap Updates

AMD Fusion: Brazos-Preview: Teil 2 – Performance
Von , Benjamin Kraft

AMD Roadmap Updates

AMD hielt kürzlich seinen Analyst Day für das Jahr 2010 ab, was uns veranlasst hat, auf einige Pläne des Unternehmens genauer einzugehen.

Server-Markt

Wir haben es bereits zuvor gesagt und wiederholen es an dieser Stelle nochmals – AMD hängt im Server-Markt zurück. Das Unternehmen ist sich dieser Tatsache bewusst und versucht deshalb darauf hinzuweisen, dass es sein Portfolio vergrößert. AMDs Problem besteht darin, dass Intels der Xeon 5600-Serie dieselbe Architektur nutzt, die Intel auch den Desktop-Bereich dominieren lässt.  AMD konkurriert derweil über den Preis mit seinem Rivalen, und die Rechnung scheint zumindest vorerst aufzugehen - immerhin sind die Preise für Prozessoren über die vergangenen vier Quartale stetig gestiegen. Geht man davon aus, dass Server-Käufe in Zyklen auftreten, dürfte AMD mit den neuen Prozessoren auf Bulldozer-Basis die beste Chance haben.

 

Da diese Chips irgendwann 2011 auf den Markt kommen, ist die Opteron 6000-Serie derzeit AMDs einzige Antwort auf Intels Modellpalette, die mittlerweile ja auch die Xeon-7500-Serie umfasst. Übergangslösungen  halten aber auch nicht ewig, und so kann man nur hoffen, dass Bulldozer alles halten kann, was AMD sich von ihm verspricht. Das Unternehmen hatte früher einen zweistelligen Anteil am Server-Markt – heute dümpelt AMD eher im einstelligen Bereich vor sich hin.

Auf dem Papier sieht Bulldozer beeindruckend aus. AMD geht es vor allem um eines: Kerne, Kerne und noch mehr Kerne. Mit der 6200-Serie (Interlagos) will AMD versuchen, die Spitze des Server-Marktes zu erobern. Hoffen wir, dass AMD seine Lektion hinsichtlich Markt-Timing gelernt hat. Denn während das Unternehmen mit der 6100-Serie die Sockel-Kompatibilität zugunsten besserer Performance-Skalierung opferte, muss sich AMD 2011 kämpferisch geben und voll konzentriert sein, um Teile des Server-Marktes zurück zu erobern, die mittlerweile fest in Intels Hand sind.

Grafikkarten-Markt

Unsere Annahmen zur Vancouver-Serie scheinen voll zuzutreffen. Vor dem Analyst Day gab es lediglich ein Handvoll Meldungen zur Mobility Radeon HD 6000-Serie (Code-Name „Vancouver“). Sofern der „Blackcomb“ auch nur in etwa so gut skaliert, wie es die Mobility Radeon HD 5800 im Verhältnis zu ihrem Desktop-Pendant tut, dürfte es 2011 seitens der Performance noch ein paar nette Überraschungen geben. Ehrlich gesagt ist aber fast noch spannender, wie die Performance von "Seymour" und "Robson" ausfallen wird.

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