AMD verzeichnet hohe Umsatzeinbußen

Intel-Konkurrent AMD hat mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Wie aus dem Quartalsbericht des Unternehmens ersichtlich wird, muss der Hersteller von Prozessoren und Grafikkarten deutliche Umsatzeinbrüche hinnehmen.

So erreichte AMD einen Umsatz von nur 1,03 Milliarden US-Dollar, während der Verlust auf 180 Millionen Dollar anwuchs. Zur gleichen Zeit im letzten Jahr waren es noch 20 Millionen Dollar.

Die AMD-Aktie verlor nach diesen Zahlen satte elf Prozent. Der Umsatz war niedriger als erwartet, der Verlust war höher als gedacht und die Zukunftsaussichten sehen nicht rosig aus.

Grund für die Probleme ist der schwache PC-Markt. AMD konnte einfach weniger Grafikkarten und Prozessoren verkaufen - die Nachfrage danach sinkt.

Auch der deutliche Trend zu Smartphones, Tablets und ähnlichem stellt eine große Herausforderung an den "guten, alten" Desktop-PC dar. Vielleicht belebt das kommende Windows 10 den PC-Markt etwas.

AMD versucht derzeit, den Verlust mit der Ausrüstung von Spielekonsolen wettzumachen. Der Hersteller liefert Hardware für die Konsolen von Sony, Microsoft und Nintendo.

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15 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • DaPete89
    Vllt. bald noch AMD aktien kaufen bevor sie von Samsung geschluckt werden^^

    Baut einfach noch mal einen Athlon XP/Athlon 64....ich würde sofort neu kaufen, koste es was es wolle :)
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  • ShieTar
    Wie wäre es, wenn man schon auf einer Technik-Seite über Finanz-Ergebnisse berichtet, mal ein wenig tiefer in die Materie einzusteigen und nicht nur Presse-Mitteilungen abzuschreiben? Zum Beispiel indem man sich neben dem offiziellen "Verlust" auch mal den EBIT anschaut; also die effektiven Einnahmen vor der Anwendung von Steuerlich absetzbaren Rechentricks:


    ADVANCED MICRO DEVICES, INC.
    SELECTED CORPORATE DATA
    (Millions)
    Three Months Ended
    --------------------------------------
    March 28, December 27, March 29,
    Segment and Category Information 2015 2014 2014
    ----------- ------------ -----------
    Adjusted EBITDA (4) $ 13 $ 96 $ 139


    => AMD scheffelt immer noch Geld, versteuert es aber nicht mehr.
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  • woidviertla
    Die negative Entwicklung bei AMD ist sehr schade, aber auch sehr logisch:

    -) AMD hat sein Kerngeschäft (x86-Prozessoren für Server- und Desktop) massiv schleifen lassen und bekommt jetzt die Rechnung präsentiert
    -) Besonders im x86 Server-Markt ist der Marktanteil von 2007 15% bis 2012 auf 4,4% gesunken.
    -) Dass es nicht reicht, in Wachstumssegmenten mittelmäßige Produkte ohne klaren USP aus den Markt zu bringen hat AMD ja schon bei den Tablet-APUs eingesehen und diese vor einigen Monaten ebenfalls aufgegeben, so wie jetzt Sea Micro.

    Eine interessante Marketing-Studie hat das noch viel detaillierter heraus gearbeitet.
    http://kritisch-konstruktiv.over-blog.de/article-amd-gro-e-marketing-studie-vishera-2-0-125065329.html

    Das mit den Xbox & PS4 Chips war eine super Schachzug. Aber das ist zu wenig.
    Ich frage mich ja auch bis heute, warum AMD seinen Vishera-FX-CPUs nicht zumindest die selben Kern-Updates spendiert hat, wie seinen Richland-APUs.

    Aber wahrscheinlich ist die finanzielle Lage so prekär, dass sie alle diese wichtigen Entwicklungen nicht mehr stemmen können.
    Insoferne wäre es wirklich besser, wenn Samsung übernimmt und das Unternehmen wieder liquide wird.
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