AMD Opteron A1100: Auslieferung der ARM-basierten SoCs für Server beginnt

AMD bemüht sich schon seit längerem darum, die ARM-Architektur im Serverbereich zu nutzen. Nun präsentiert der Hersteller mit der Opteron-A1100-Serie seine ersten Prozessoren dieser Kategorie.

Die darunter gruppierten SoCs basieren auf acht Cortex-A57-Kernen, von denen sich jeweils zwei einen ein Megabyte großen L2-Cache teilen; außerdem steht dem gesamten Ensemble ein acht Megabyte großer L3-Cache zur Verfügung. Der Speicher-Controller versteht sich auf DDR3- und DDR4-RAM und unterstützt bis zu 128 Gigabyte, zwei SATA-III-Controller können mit vier Ports umgehen. Außerdem steht PCIe 8x der dritten Generation bereit. Ein eigener Co-Prozessor optimiert das Ver- und Entschlüsseln der Daten.

Zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse deuten darauf hin, dass der Hersteller Webserver und Netzwerk-Plattformen als einen Einsatzort für seine Chips sieht. Dank der vier SATA-Plätze dürften sie sich auch für den Verbau in Servern eignen, die große Datenmassen speichern sollen. Auch für Entwicklerplattformen sollen sich die AMD-Chips eignen, wie mit der Software SoftIron Overdrive 3000 unterstrichen wird.

Die neuen Opteron-SoCs werden ab sofort an Hersteller ausgeliefert. Zur Verfügung stehen drei Modelle, wobei sich das leistungsstärkste, der Opteron A1170, vom nächstkleineren Opteron A1150 nur durch die Taktgeschwindigkeit unterscheidet. Im ersten Fall arbeiten die acht Kerne mit einem Takt von 2,0 GHz, bei der schwächeren Variante werden sie mit 1,7 GHz getaktet. Im Opteron A1120 werden dagegen nur vier CPU-Kerne integriert, sodass gleichermaßen der L2-Cache auf vier Megabyte sinkt. Die Größe des L3-Caches bleibt davon unbenommen. Die beiden Achtkern-Prozessoren besitzen eine TDP von 32 Watt, die Vierkern-Variante kommt noch auf 25 Watt.

Damit haben sich die technischen Eigenschaften seit Sommer nicht mehr geändert, als die ersten Details zu Seattle - so der Codename der Chip-Entwicklung - verlautbart wurden. Allerdings wurde der Marktstart immer wieder verschoben. Neben internen Schwierigkeiten soll es Probleme bei der Entwicklung gegeben haben. Nun verspricht AMD eine schnelle Auslieferung - was allerdings nicht zuletzt von der Nachfrage abhängen dürfte. 

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