Fazit
Mit dem Core i7-980X hat Intel einen Sechskern-Prozessor auf den Markt gebracht, der mit derselben Taktrate wie sein Vorgänger läuft und dazu noch einen größeren L3-Cache mitbringt – und das alles zum gleichen Preis. Leider fällt es den meisten Käufern wohl schwer, sich bei Preisen um die 1000-Euro-Marke für Hexa-Core-CPUs zu erwärmen. Hat man das nötige Geld übrig, macht man mit dem -980X nichts falsch, denn er ist nach wie vor der schnellste Desktop-Prozessor, den es gibt. Da er auch noch genauso viel kostet, wie der -975 mit vier Kernen, sollte die Wahl nicht schwer fallen.
AMD ist anders an die Sache herangegangen, indem man der CPU zwar mehr Kerne und den dazugehörigen L1/L2Cache spendiert hat, den gemeinsamen L3-Cache aber bei 6 MB belassen hat. Turbo Core versucht Intels Turbo Boost und dessen Wirkung zu emulieren. Letztendlich ist es aber eher so etwas wie ein Cool’n’Quiet im Rückwärtsgang und dabei nicht so elegant implementiert. Außerdem soll AMDs Sechskerner laut Preisempfehlung 100 US-Dollar mehr kosten als das vorherige Spitzenmodell mit vier Kernen.
Wo der Phenom II X4 965 Black Edition also offiziell 185 Dollar kostet, zeigt das Preisschild beim Phenom II X6 1090T 285 Dollar. Das macht ihn zu einer Hexa-Core-CPU, die auch für Normalsterbliche bezahlbar ist. Bleibt die Frage: Wer sollte den Aufpreis für die zwei zusätzlichen Kerne zahlen?
Vier oder Sechs?
In dieser Hinsicht sprechen die Benchmarks Bände. Aufgrund der größeren Komplexität der neuen CPUs ging der Umstieg von einem auf zwei und von zwei auf vier Prozessorkerne jeweils mit einer leichten Taktratensenkung einher. Jedes Mal waren Gamer mit dem höher getakteten Ein- bzw. Zweikern-Prozessor besser beraten, während Nutzer, die Multi-Threading-Software einsetzten, dank der besseren Parallelisierung einen Performanceschub erlebten.
Möglicherweise war es dieses Mal einfach Glück, dass Intel gerade dann den auf die 32-nm-Fertigung umsteigen wollte, als auch die Einführung des Sechskern-Prozessors Gulftown auf dem Programm stand. Jedenfalls ist es das einzige Mal an das sich die Redaktion von Tom’s Hardware erinnern kann, dass eine Erhöhung der Kernzahl nicht von irgendwelchen Kompromissen begleitet wurde. AMD kann sich diesen Luxus nicht leisten. Die Aufbringung von Low-K Dielectric Material auf die Metallschichten des Prozessors erlaubt zwar ein Sechskern-Design, das noch in AMDs TDP von 125 Watt passt. Für gleich hohe oder sogar höhere Taktrate wie bei der letzten CPU-Generation mit vier Kernen reicht es aber nicht mehr.
Deshalb fällt es nicht schwer, den Phenom II X6 1090T denjenigen Nutzern zu empfehlen, die seine sechs Kerne auch auslasten können. Videobearbeitung, Photoshop-Filter mit mehreren Threads und Rendering – das sind Disziplinen, in denen AMDs neues Flaggschiff-CPU Intels vierkernigem Core i7-975 meist ebenbürtig ist.
Im Umkehrschluss erinnern die Spiele-Benchmarks daran, dass aktuelle Grafikkarten auch die entsprechende Prozessorleistung benötigen, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Mit einer stark übertaktbaren CPU wie einem Core i7-920 oder -930 an ihrer Seite, für die die 4-GHz-Marke nicht unrealistisch ist, kann eine Radeon HD 5870 oder eine GeForce GTX 480 noch mal gut zulegen. So gesehen tut sich AMD mit der Taktrate von 3,2 GHz beim X6 1090T in Spielen keinen Gefallen. Die einzige Ausnahme ist Call of Duty, wo der X6 wohl durch Turbo Core besser als der X4 965 abschneidet. Unsere Empfehlung: Gamer sollten sich das Geld, das sie sonst in eine Sechskern-CPU investieren würden, sparen. Besser ist es in einen besonders übertaktbaren Prozessor und eine bessere Grafikkarte investiert. Auch eine SSD macht sich bemerkbar, beispielsweise bei den Level-Ladezeiten.
AMDs Hexa-Core Phenom II X6 1090T ist ein defintiv ein Arbeitstier, das die Performance von Programmen mit mehreren Threads erhöhen soll. Als solcher haucht er der AM3-Plattform neues Leben ein und beschert ihr eine neue CPU, die die Wartezeit bis zum Start von AMDs nächstem Prozessor mit Namen Bulldozer 2011 überbrücken hilft. Wer ein Mainboard mit 790FX-Chipsatz nutzt, kann aus genau diesem Grund auch noch dabei bleiben. Ein Upgrade auf den neuen 890FX lohnt wohl eher nicht. Turbo Core ist prinzipiell eine gute Antwort auf Intels Turbo Boost, doch ließ sich seine Effektivität in der Praxis nur schlecht beweisen. Im besten Fall erlaubte es dem mit 3,2 GHz getakteten X6 1090T, in Anwendungen mit nur einem Thread mit dem 3,4 GHz schnellen X4 965 BE Schritt zu halten.
Das Eindrucksvollste an dieser Neuvorstellung ist aber die Tatsache, dass AMD die Kernzahl um 50% und die Transistorzahl um 30% erhöhen und dennoch innerhalb derselben TDP von 125 Watt bleiben konnte, die auch die aktuell schnellste Quad-Core CPU im C3-Stepping besitzt. Es ist schon fast schade, dass die Preisempfehlung auch gleich 50% über der des Vierkerners liegt. Glücklicherweise gibt es auch genügend für Threading optimierte Anwendungen, die den Kauf eines Hexa-Core-Prozessors für unter 300 Dollar rechtfertigen.
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Damit hätte sich die Idee mit dem X6 als neue Spieletestplattform wohl auch erledigt. Eigentlich schade, da das Teil ansonsten eine ganz gute Figur macht, wenn man die Abstriche bei der Gesamtleistung mit dem Preis aufrechnet.
Mich würde interessieren, in wie weit der X6 effektiv zu übertakten geht, d.h. wie es mit dem Leistungsgewinn im Vergleich zum Mehrverbrauch aussieht.
Mir reicht mein 2400+ Athlon Socket A noch lange ....
Hm da hätte man aber auch mehr ewarten können... Das der sich mit Turbo core noch so schlecht schlägt hätte man nicht erwartet.
Also wenn ich mir im Vergleich dazu den Artikel auf Computerbase anschaue http://www.computerbase.de/artikel [...] _1090t_be/
dann sind da Welten in der Qualtität der Berichterstattung dazwischen...
@ FomratC: Übertaktet haben eure Kollegen von CB den 6-Kerner auf stabile 4.2 GHz (alle Kerne aktiv).
Würde meinen, dass das nicht so übel ist.
Dummerweise ist er dann noch uneffizienter als er es schon im Normaltakt ist, quote:
Rechtfertigt eine 20 Prozent höhere Leistung in Anwendungen und keinerlei Gewinn in Spielen eine nahezu verdoppelte Leistungsaufnahme der CPU? Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten.
Schnellschuß von AMD, um überhaupt einen 6kerner auf dem Markt zu haben.
Sieht ja noch nicht so aus wie ich es erwartet hatte, schade, aber bis nächstes Jahr ist noch viel Zeit und vllt. wird es ja mit Bulldozer oder kommenden Steppings besser.

Immerhin mehr Zeit Geld bei Seite zu schaffen
Auch wenn es jetzt nicht genau das ist, was ich erwartet hätte, so muss ich dem 1090T eine gewisse Sexiness zugestehen. Für einen Drittel des Preises für einen Gulftown zeigt der "Kleine" Thuban erstaunliche Leistungsreserven. Bedenkt man, dass AMD eben noch nicht auf 32mm umgesteigen ist, sondern immer noch mit 45nm fertigt, so ist das Ergebnis als "passabel" zu bezeichnen.
Auch wenn er für mich als Option nun ausfällt, da mein 965BE scheinbar in manchen Disziplinen dem Thuban davonziehen kann (eben wegen der erhöhten Taktraten), so wird er bei der zukünftigen Wahl für einen reinen Rechenknecht auf jeden Fall einem i7-980 in preislicher Hinsicht vorzuziehen sein!
AMD kann, wenn sie wollen und es bleibt abzuwarten, was kommende 6-8(?)-Kerner auf 32nm leisten können und wieviel Energiebedarf dem gegenübersteht...
Alles in allem auch ein Danke an THG für die aufschlussreichen Tests.
Es wäre noch interresant den Stromverbrauch im Vergleich zu einem 965Be im C2 (140W) zu sehen. Ansonsten guter Bericht
Hab ehrlich gesagt nichts anderes erwartet.
Jedoch gehört in den Test eindeutig GTA4 anstatt Crysis rein.
Bei Crysis hamn früher schon die Duals die Quads abgehängt. Da macht der Vergleich zwischen X4 und X6 wenig Sinn.
Mich freut allerdings, daß der kleine X6 so viel kostet wie der I5 750.
Er mag zwar nicht so schnell wie dieser sein, aber wenn man die Mediablöd Kunden mitrechnet und die Werbestrategie von den Großhändlern, dann dürften da gewisse Preissenkungen in Aussicht sein.
halloho? Was habt ihr erwartet. 40nm und deshalb noch nicht ganz so hoher Takt.
Also ich finde, das ist ziemlich das was zu erwarten war, für eine Spieleplattform würde ich immer noch einen hohen Takt bevorzugen, andererseits wer bei einer Nvidia sich keine Sorgen macht um 300Watt Verbrauch, der kann dann auch einen Phenom X6 auf 4Ghz übertakten, auch wenn ich das nicht machen würde. Der Last-Stromverbrauch ist leider eben etwas hoch, alles andere wäre bei 40nm auch ein Wunder. Vor allem der wichtige Idle-Verbrauch ist doch ein Lichtblick. Stellt euch den mal nach dem Shrink auf 32nm und ein paar weiteren Optimierungen (Abschaltbare Cores) und einem neuen Stepping vor.
Also ich sehe da durchaus großes Potential. Jetzt kaufen würde ich ihn mir noch nicht, auch wenn der Preis schon sexy ist, langt mir doch noch länger mein X2.
Und kommt schon, ich halt wirklich auch viel von benkraft. Aber die Tests von CB sind schon immer so ziemlich das Beste was im Netz zu finden ist. Wofür bekommt gscheitmeier die ganzen negativen Bewertungen
Vorallem, was ist das denn hier für ein Leerlaufverbrauch des i5?
Ist ja der Oberhammer. Kommt das von dem überfrachteten Board?
Ich hab gerade einen Test gesehen, das kam der i7 860 mit nem guten MSI P55GD65 auf 67 Watt im Leerlauf.
Die grossen X58 i7 (975 + 980) haben immer (Idel, Last, Core Damage) deutlich mehr Verbraucht, als der P II X6 1090T auf einem neuen Crosshair IV!
Ich finde, der X6 schneidet echt gut ab, wenn man verschiedene Tests liest.
So hat man es ja fast erwartet, die Architektur ist ja schliesslich noch die "Alte".
Also wenn ich mir im Vergleich dazu den Artikel auf Computerbase anschaue http://www.computerbase.de/artikel [...] _1090t_be/dann sind da Welten in der Qualtität der Berichterstattung dazwischen...
Hmm, was wünschst du dir denn zukünftig bei uns in den Artikeln? Was fehlt, was sollte deiner Meinung nach anders sein? Für Feedback sind wir immer dankbar, es muss aber konkreter ausfallen als "ihr seid schlechter als CB".
Also ich find bei CB die Preis/Leistungs und Leistung/Verbrauch Tabellen gut. Zudem bietet ihr System mit den unzähligen Vergleichsergebnissen anderer Prozessoren und Prozentanzeigen einfach mehr als bei euch die paar pngs, die etwas der Zeit hinterher hängen.
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Hmm, was wünschst du dir denn zukünftig bei uns in den Artikeln? Was fehlt, was sollte deiner Meinung nach anders sein? Für Feedback sind wir immer dankbar, es muss aber konkreter ausfallen als "ihr seid schlechter als CB".
Ihr könntet euch bemühen neutraler zu schreiben und allein die ergebnisse sprechen zu lassen.
Empfehlungen und Meinungen gehören nur in das letzte Kapitel.
Man merkt "zwischen den Zeilen", dass den Autoren die Spiele-Performance wohl am wichtigsten ist. Bedenkt, dass viele leser hieran wenig interessiert sind.
Vorausgesetzt alle Threads werden voll genutzt, so gilt doch:
-AMDs neue 6 Kerner sind die Leistungsstärksten Desktop CPUs von AMD
-AMD hat nach Intels 6-kerner in bei vielen Anwendungen die zweitschnellste Desktop-CPU zu einem vielfach besseren P/L-Verhältnis
- Das Verhältnis Rechenleistung / Stromverbrauch bei AMDs neulingen ist unter Vollast besser als bei den Vorgängern
- Der Stromverbrauch im Idle ist besser als bei den meisten Intel-Modellen.
Diese Aspekte sind mir zu wenig hervorgehoben.
Mich hätte noch interessiert ob sich die Taktfrequenzen bei einem aktiven Thread auch so verhalten, wenn man das zugehörige Programm auf einen Kern fixiert?
Ich finde was hier zutrifft, wo Licht ist, ist auchg Schatten. In Anwendungen die mit mehreren Threads arbeiten macht der neue 6-Kerner doch eine gute Figur. In Spielen hingegen hinterlässt er einen zwiespältigen Eindruck. Aber ich denke für die Zukunft ist man mit dem 6-Kerner besser gerüstet. Das ist jetzt wieder die selbe Diskussion wie damals, als die ersten Quads raus kamen. Diese waren auch in den damaligen Spielen ein paar Frames langsamer aus due Dual-Cores. Würde man heute wohl aktuelle Spiele auf nem Dual oder Quad benchen, denke ich das der Quad im Vorteil ist, da die Spielehersteller ja auch auf Multithread optimieren. Und ob man jetzt 60 FPS oder 57 FPS hat, sieht man eh nicht.
Mit mehr CPU Kernen habe ich meine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich habe einen Phenom II BE 550. Diese CPU konnte ich zum Quad freischalten. Er läuft mit seinen 3,1 GHz Standardtakt, da ich ich aufgrund beengter Platzverhältnisse einen relativ kleinen Kühler (Scythe Big Shuriken) einsetzen muss. Als Dual-Core hatte ich ihn auf 3,3 GHz laufen. Ich kann nur sagen, das man die 2 Kerne mehr im Windows betrieb merkt. Das Hochfaren geht schneller, das System friert wesentlich seltener komplett ein, startet beim Zocken unerwartet ein Hintergrunddienst merkt man das nicht usw.
Wenn ich jetzt von diesesn Erfahrungen auf den Hexa-Core schließe, würde ich mich für die 6 Kerne entscheiden, der Zukunft wegen.
Hab mir nu auch mal den CB Test durchgelesen......
Meine Vermutung, daß der 1055T ne ernsthafte Konkurenz für den I5 750 werden könnte, hat sich da plötzlich bestätigt.
Zwar nicht unbedingt für den Gaming Sektor, da nur wenige Titel von 6 Kernen profitieren (z.B. Anno oder GTA4) aber im Endeffekt sind die 2 recht nah bei einander.
@ benkraft: Ich hab nie geschrieben ihr seid schlechter, also bitte editiere dein Post, denn Anführungsstriche suggerieren ein Zitat und das ist definitiv falsch zitiert! Danke mal dafür.
Ihr habt eure 08/15 Benchmarks drüber laufen lassen, dann ein paar Spiele die überwiegend schlecht bis gar nicht für Mehrkern-CPUs ausgelegt sind sondern grafiklastig. Nona schaut entsprechend das Ergebnis aus.
Die P/L Schiene wurde viel zu wenig beleuchtet und das Overclocking erst gar nicht.
Wenn ich mir CB anschaue wurden die CPUs auf verschiedenen Plattformen mit verschiedenen Einstellungen jeweils getestet, dazu wesentlich mehr Benchmarks, insb. auch von aussgekräftiger Software. Dementsprechend fiel das Ergebnis differnzierter aus als bei euch.
Es ist dem Leser länger bekannt, dass ihr eine Affinität zu Intel habt, dann brucht ihr das nicht noch durch solche einseitigen Tests derart unterstreichen.
Wird euch zwar wundern, aber ich arbeite selber auch nur auf Intel Systemen, aber so etwas dann zu lesen ist sogar mir schon unangenehm wenn ich auf CB einen wirklich neutralen, aussagekräftigen und umfassenden Test sehe.
Btw ist es traurig, dass ihr selber nicht auf die Idee kommt mal über den Tellerrand zu blicken was die anderen so abliefern und stattdessen darauf wartet, dass euch die Leser sagen, was ihr tun sollt! Unglaublich eigentlich! Wer so arbeitet geht im Wettbewerb normal unter...
Si tacuisses, philosophus mansisses.