Benchmarks: Crysis



Das Ergebnis erschien uns so merkwürdig, dass wir den Test mehrfach wiederholten. Nicht nur das: Wir formatierten die Festplatte, setzten das System neu auf, begannen von vorn – und bekamen dasselbe Ergebnis. In Crysis ist das System mit Phenom II X6 1090T einfach langsamer als die Quad-Core-Konkurrenz. Vermutlich liegt es an der niedrigeren Taktrate ohne Turbo.
Doch was ist mit der Grafikkarte? Könnte sie hier ein Flaschenhals sein? Prüfen wir diese Hypthese doch einfach, indem wir die Radeon HD 5850 unseres Test-Systems gegen eine Radeon HD 5870, eine HD 5970 und eine GeForce GTX 480 tauschen und schauen, wie sich das auf die Bildrate auswirkt.

Die „schnellste“ Karte schneidet am schlechtesten ab, und das sogar bei 1920 x 1080 mit höchster Detailstufe – beeindruckend ist das nicht. Wir hatten zwar erwartet, dass diese Kombination aus Detailstufe, Auflösung und Kantenglättung das System ins Schwitzen bringt, aber dennoch scheint bei unserer X6-Plattform irgendetwas unrund zu laufen. Nach diesem Vergleich sieht es nicht mehr so aus, als bremse die Radeon HD 5850 das System aus. Stattdessen sind der Prozessor oder sein Unterbau die Hauptverdächtigen.
Probieren wir also noch einmal etwas Anderes: Mit einer GeForce GTX 480 vergleichen wir zuerst die Performance eines Phenom II X6 1090T mit der eines Core i7-930, beide mit Standardtakt. Dann übertakten wir den X6 auf 3,7 GHz und den i7-930 auf 3,66 GHz, wobei auf beiden Prozessoren der Turbo-Modus aktiviert bleibt. Wenn der Flaschenhals beim Prozessor liegt, müsste die Performance durchs Übertakten steigen.

Man staune und wundere sich: Selbst die schnellste Single-GPU-Karte, die es derzeit zu kaufen gibt, erweckt den Phenom II X6 nicht zum Leben. Das sieht beim Core i7-930, der einen guten Schritt nach vorn macht, ganz anders aus. Die Situation erinnert an einen Artikel aus dem Jahr 2008, in dem High-End AMD- und Intel-Systeme in Spielen gegeneinander antreten mussten. Damals ließ das Core-i7-System den Phenom X4, der als Widerstreiter antrat, in Crysis ganz schön alt aussehen.
Um sicher zu stellen, dass es sich bei den oben gezeigten Messwerten nicht um Ausreißer oder Falschmessungen handelte, formatierten wir wie erwähnt die Festplatte, setzten das System neu auf und wiederholten auch die anderen bis dahin durchgeführten Tests. An diesem Punkt würden wir schlussfolgern, dass eine Sechskern-CPU mit einer niedrigeren Taktrate wohl nicht die erste Wahl für Gamer ist – Turbo Core hin oder her. Doch sehen wir, was die anderen Benchmarks sagen. Weiter geht’s mit Left 4 Dead 2.
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Damit hätte sich die Idee mit dem X6 als neue Spieletestplattform wohl auch erledigt. Eigentlich schade, da das Teil ansonsten eine ganz gute Figur macht, wenn man die Abstriche bei der Gesamtleistung mit dem Preis aufrechnet.
Mich würde interessieren, in wie weit der X6 effektiv zu übertakten geht, d.h. wie es mit dem Leistungsgewinn im Vergleich zum Mehrverbrauch aussieht.
Mir reicht mein 2400+ Athlon Socket A noch lange ....
Hm da hätte man aber auch mehr ewarten können... Das der sich mit Turbo core noch so schlecht schlägt hätte man nicht erwartet.
Also wenn ich mir im Vergleich dazu den Artikel auf Computerbase anschaue http://www.computerbase.de/artikel [...] _1090t_be/
dann sind da Welten in der Qualtität der Berichterstattung dazwischen...
@ FomratC: Übertaktet haben eure Kollegen von CB den 6-Kerner auf stabile 4.2 GHz (alle Kerne aktiv).
Würde meinen, dass das nicht so übel ist.
Dummerweise ist er dann noch uneffizienter als er es schon im Normaltakt ist, quote:
Rechtfertigt eine 20 Prozent höhere Leistung in Anwendungen und keinerlei Gewinn in Spielen eine nahezu verdoppelte Leistungsaufnahme der CPU? Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten.
Schnellschuß von AMD, um überhaupt einen 6kerner auf dem Markt zu haben.
Sieht ja noch nicht so aus wie ich es erwartet hatte, schade, aber bis nächstes Jahr ist noch viel Zeit und vllt. wird es ja mit Bulldozer oder kommenden Steppings besser.

Immerhin mehr Zeit Geld bei Seite zu schaffen
Auch wenn es jetzt nicht genau das ist, was ich erwartet hätte, so muss ich dem 1090T eine gewisse Sexiness zugestehen. Für einen Drittel des Preises für einen Gulftown zeigt der "Kleine" Thuban erstaunliche Leistungsreserven. Bedenkt man, dass AMD eben noch nicht auf 32mm umgesteigen ist, sondern immer noch mit 45nm fertigt, so ist das Ergebnis als "passabel" zu bezeichnen.
Auch wenn er für mich als Option nun ausfällt, da mein 965BE scheinbar in manchen Disziplinen dem Thuban davonziehen kann (eben wegen der erhöhten Taktraten), so wird er bei der zukünftigen Wahl für einen reinen Rechenknecht auf jeden Fall einem i7-980 in preislicher Hinsicht vorzuziehen sein!
AMD kann, wenn sie wollen und es bleibt abzuwarten, was kommende 6-8(?)-Kerner auf 32nm leisten können und wieviel Energiebedarf dem gegenübersteht...
Alles in allem auch ein Danke an THG für die aufschlussreichen Tests.
Es wäre noch interresant den Stromverbrauch im Vergleich zu einem 965Be im C2 (140W) zu sehen. Ansonsten guter Bericht
Hab ehrlich gesagt nichts anderes erwartet.
Jedoch gehört in den Test eindeutig GTA4 anstatt Crysis rein.
Bei Crysis hamn früher schon die Duals die Quads abgehängt. Da macht der Vergleich zwischen X4 und X6 wenig Sinn.
Mich freut allerdings, daß der kleine X6 so viel kostet wie der I5 750.
Er mag zwar nicht so schnell wie dieser sein, aber wenn man die Mediablöd Kunden mitrechnet und die Werbestrategie von den Großhändlern, dann dürften da gewisse Preissenkungen in Aussicht sein.
halloho? Was habt ihr erwartet. 40nm und deshalb noch nicht ganz so hoher Takt.
Also ich finde, das ist ziemlich das was zu erwarten war, für eine Spieleplattform würde ich immer noch einen hohen Takt bevorzugen, andererseits wer bei einer Nvidia sich keine Sorgen macht um 300Watt Verbrauch, der kann dann auch einen Phenom X6 auf 4Ghz übertakten, auch wenn ich das nicht machen würde. Der Last-Stromverbrauch ist leider eben etwas hoch, alles andere wäre bei 40nm auch ein Wunder. Vor allem der wichtige Idle-Verbrauch ist doch ein Lichtblick. Stellt euch den mal nach dem Shrink auf 32nm und ein paar weiteren Optimierungen (Abschaltbare Cores) und einem neuen Stepping vor.
Also ich sehe da durchaus großes Potential. Jetzt kaufen würde ich ihn mir noch nicht, auch wenn der Preis schon sexy ist, langt mir doch noch länger mein X2.
Und kommt schon, ich halt wirklich auch viel von benkraft. Aber die Tests von CB sind schon immer so ziemlich das Beste was im Netz zu finden ist. Wofür bekommt gscheitmeier die ganzen negativen Bewertungen
Vorallem, was ist das denn hier für ein Leerlaufverbrauch des i5?
Ist ja der Oberhammer. Kommt das von dem überfrachteten Board?
Ich hab gerade einen Test gesehen, das kam der i7 860 mit nem guten MSI P55GD65 auf 67 Watt im Leerlauf.
Die grossen X58 i7 (975 + 980) haben immer (Idel, Last, Core Damage) deutlich mehr Verbraucht, als der P II X6 1090T auf einem neuen Crosshair IV!
Ich finde, der X6 schneidet echt gut ab, wenn man verschiedene Tests liest.
So hat man es ja fast erwartet, die Architektur ist ja schliesslich noch die "Alte".
Also wenn ich mir im Vergleich dazu den Artikel auf Computerbase anschaue http://www.computerbase.de/artikel [...] _1090t_be/dann sind da Welten in der Qualtität der Berichterstattung dazwischen...
Hmm, was wünschst du dir denn zukünftig bei uns in den Artikeln? Was fehlt, was sollte deiner Meinung nach anders sein? Für Feedback sind wir immer dankbar, es muss aber konkreter ausfallen als "ihr seid schlechter als CB".
Also ich find bei CB die Preis/Leistungs und Leistung/Verbrauch Tabellen gut. Zudem bietet ihr System mit den unzähligen Vergleichsergebnissen anderer Prozessoren und Prozentanzeigen einfach mehr als bei euch die paar pngs, die etwas der Zeit hinterher hängen.
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Hmm, was wünschst du dir denn zukünftig bei uns in den Artikeln? Was fehlt, was sollte deiner Meinung nach anders sein? Für Feedback sind wir immer dankbar, es muss aber konkreter ausfallen als "ihr seid schlechter als CB".
Ihr könntet euch bemühen neutraler zu schreiben und allein die ergebnisse sprechen zu lassen.
Empfehlungen und Meinungen gehören nur in das letzte Kapitel.
Man merkt "zwischen den Zeilen", dass den Autoren die Spiele-Performance wohl am wichtigsten ist. Bedenkt, dass viele leser hieran wenig interessiert sind.
Vorausgesetzt alle Threads werden voll genutzt, so gilt doch:
-AMDs neue 6 Kerner sind die Leistungsstärksten Desktop CPUs von AMD
-AMD hat nach Intels 6-kerner in bei vielen Anwendungen die zweitschnellste Desktop-CPU zu einem vielfach besseren P/L-Verhältnis
- Das Verhältnis Rechenleistung / Stromverbrauch bei AMDs neulingen ist unter Vollast besser als bei den Vorgängern
- Der Stromverbrauch im Idle ist besser als bei den meisten Intel-Modellen.
Diese Aspekte sind mir zu wenig hervorgehoben.
Mich hätte noch interessiert ob sich die Taktfrequenzen bei einem aktiven Thread auch so verhalten, wenn man das zugehörige Programm auf einen Kern fixiert?
Ich finde was hier zutrifft, wo Licht ist, ist auchg Schatten. In Anwendungen die mit mehreren Threads arbeiten macht der neue 6-Kerner doch eine gute Figur. In Spielen hingegen hinterlässt er einen zwiespältigen Eindruck. Aber ich denke für die Zukunft ist man mit dem 6-Kerner besser gerüstet. Das ist jetzt wieder die selbe Diskussion wie damals, als die ersten Quads raus kamen. Diese waren auch in den damaligen Spielen ein paar Frames langsamer aus due Dual-Cores. Würde man heute wohl aktuelle Spiele auf nem Dual oder Quad benchen, denke ich das der Quad im Vorteil ist, da die Spielehersteller ja auch auf Multithread optimieren. Und ob man jetzt 60 FPS oder 57 FPS hat, sieht man eh nicht.
Mit mehr CPU Kernen habe ich meine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich habe einen Phenom II BE 550. Diese CPU konnte ich zum Quad freischalten. Er läuft mit seinen 3,1 GHz Standardtakt, da ich ich aufgrund beengter Platzverhältnisse einen relativ kleinen Kühler (Scythe Big Shuriken) einsetzen muss. Als Dual-Core hatte ich ihn auf 3,3 GHz laufen. Ich kann nur sagen, das man die 2 Kerne mehr im Windows betrieb merkt. Das Hochfaren geht schneller, das System friert wesentlich seltener komplett ein, startet beim Zocken unerwartet ein Hintergrunddienst merkt man das nicht usw.
Wenn ich jetzt von diesesn Erfahrungen auf den Hexa-Core schließe, würde ich mich für die 6 Kerne entscheiden, der Zukunft wegen.
Hab mir nu auch mal den CB Test durchgelesen......
Meine Vermutung, daß der 1055T ne ernsthafte Konkurenz für den I5 750 werden könnte, hat sich da plötzlich bestätigt.
Zwar nicht unbedingt für den Gaming Sektor, da nur wenige Titel von 6 Kernen profitieren (z.B. Anno oder GTA4) aber im Endeffekt sind die 2 recht nah bei einander.
@ benkraft: Ich hab nie geschrieben ihr seid schlechter, also bitte editiere dein Post, denn Anführungsstriche suggerieren ein Zitat und das ist definitiv falsch zitiert! Danke mal dafür.
Ihr habt eure 08/15 Benchmarks drüber laufen lassen, dann ein paar Spiele die überwiegend schlecht bis gar nicht für Mehrkern-CPUs ausgelegt sind sondern grafiklastig. Nona schaut entsprechend das Ergebnis aus.
Die P/L Schiene wurde viel zu wenig beleuchtet und das Overclocking erst gar nicht.
Wenn ich mir CB anschaue wurden die CPUs auf verschiedenen Plattformen mit verschiedenen Einstellungen jeweils getestet, dazu wesentlich mehr Benchmarks, insb. auch von aussgekräftiger Software. Dementsprechend fiel das Ergebnis differnzierter aus als bei euch.
Es ist dem Leser länger bekannt, dass ihr eine Affinität zu Intel habt, dann brucht ihr das nicht noch durch solche einseitigen Tests derart unterstreichen.
Wird euch zwar wundern, aber ich arbeite selber auch nur auf Intel Systemen, aber so etwas dann zu lesen ist sogar mir schon unangenehm wenn ich auf CB einen wirklich neutralen, aussagekräftigen und umfassenden Test sehe.
Btw ist es traurig, dass ihr selber nicht auf die Idee kommt mal über den Tellerrand zu blicken was die anderen so abliefern und stattdessen darauf wartet, dass euch die Leser sagen, was ihr tun sollt! Unglaublich eigentlich! Wer so arbeitet geht im Wettbewerb normal unter...
Si tacuisses, philosophus mansisses.