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AMD präsentiert erste Tonga-Grafikkarte: Radeon R9 285

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 16 kommentare

AMD feiert sein 30. Jubiläum und gönnt sich zu diesem Anlass eine neue Grafikkarte, die Radeon R9 285. Diese wird 249 Dollar kosten und soll viele Spieler überzeugen.

Wie bereits gestern vermutet, konnte AMD heute mit einer neuen Grafikkarte auftrumpfen. In einer Top 10-Liste wurde aufgelistet, was die neue GPU aus dem Hause AMD so außergewöhnlich macht:

Die neue AMD Radeon R9 285 im Asus-Design.Die neue AMD Radeon R9 285 im Asus-Design.

10.  Sowohl Directx 12 als auch Mantle werden von der AMD Radeon R9 285 unterstützt. NVIDIA-Nutzer können nur auf erstere API zugreifen und müssen auf die Vorteile von Mantle verzichten.

9. Die R9 285 unterstützt Powertune. Damit können Nutzer nicht nur die maximale Lautstärke des Systems bestimmen, sondern auch die maximale Temperatur oder den bestmöglichen Takt bei einer Kombination der beiden anderen Einstellungsmöglichkeiten.

8. Die R9 285 kommt mit der neuen Grafik-Generation Tonga daher, das ist die gleiche Generation, die auch in der aktuellen Xbox oder Playstation zu finden ist.

7. Es wird insgesamt 8 Custom-Designs von Sapphire, Powercolor, HIS, Club3D, ASUS, MSI, XFX und Gigabyte geben. Ab dem 2. September ist die Grafikkarte offiziell erhältlich: Dabei soll es sich nicht um einen sogenannten Paperlaunch handeln, sondern das Produkt soll tatsächlich in den Ladenregalen stehen.

6. Unterstützt wird außerdem TrueAudio, welches einen Surround-Sound verspricht. Dafür ist ein extra Chip verbaut, der ausschließlich das Audiosignal verarbeitet. Derzeit wird unter anderem das Schleichspiel Thief unterstützt, bei dem das Audio eine signifikante Rolle im Gameplay einnimmt.

5. Oh Wunder - auch Eyefinity wird unterstützt. Als Beispiel wurde bei der Präsentation live ein 21:9-Display mit zwei 16:9-Displays betrieben. Insgesamt wurden also 8560x1440 Pixel von zwei Radeon R9 285 im Crossfire befeuert.

4. Die R9 285 unterstützt FreeSync. Diese Software funktioniert ähnlich zu G-Sync von NVIDIA, benötigt aber keine zusätzliche Hardware und soll ähnlich gut funktionieren.

3. Natürlich lobt AMD auch die Performance dieser Grafikkarte: Bei einer Auflösung von 2560x1440 Pixeln unter Battlefield 4 ist sie rund 16% schneller als die GTX 760.

2. Auch der Preis ist interessant: 249 Dollar möchte der Konzern, damit ist sie etwas günstiger als die 280X. Dollar-Preise lassen sich aufgrund des Einfuhrzolls sowie Steuern in den meisten Fällen eins zu eins in Euro umrechnen. Eine GTX 760 gibt es ab etwa 210 Euro, ist damit günstiger, aber auch etwas leistungsschwächer.

1. "It's all about the gamers!" AMD legt mit dieser Karte den Fokus auf Spieler. Vielen kommt es nicht darauf an, wie viel Megahertz die neue GPU hat - Ziel ist es einfach, aktuelle Spiele möglichst flüssig spielen zu können. Hier soll die R9 285 die perfekte Karte sein.

Technische Daten   

Natürlich brachte AMD auch harte Fakten. So wird die R9 285 mit insgesamt 1792 Stream-Prozessoren auf den Markt kommen. Die Frequenz liegt laut offizieller Stelle bei maximale 918 Megahertz, die große Auswahl an Custom-Designs mit zwei respektive drei Lüftern ermöglicht aber wohl höhere Taktraten. Mit diesem Takt lassen sich nichtsdestotrotz 3,3 Teraflops an Rechenleistung erreichen. 32 ROPs und 112 Textureinheiten tun ihr übriges, um 102,8 Gigatexel pro Sekunde sowie 29,8 Gigapixel pro Sekunde zu verarbeiten.

Effektiv benötigt die Radeon R9 285 wohl etwa 190 Watt, mit Strom wird sie über zwei 6-Pin-Anschlüsse versorgt. Der RAM ist zwei Gigabyte groß, es wird auf GDDR5 gesetzt - die effektive Frequenz liegt bei 5,5 GBit/s. 

Wie bereits oben erwähnt, liegt der Preis bei 249 Dollar. Die ab dem 2. September verfügbare Karte soll mit der Radeon R9 280 und der Nvidia GTX 760 konkurrieren. Ob und inwiefern hier wirklich eine gute neue Karte vorliegt, wird unser baldiger Test zeigen.

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  • Michalito , 23. August 2014 21:12
    Ja, schön freue mich schon auf den Test. Was mich hoffen lässt sind die 2 GB der Karte. Vlt. kriegt AMD die Unterstützung von Mantel doch noch für ältere CGN Karten mit "nur" 2 GB hin...
  • Elkinator , 23. August 2014 22:16
    für TrueAudio ist wirklich ein extra chip verlötet?
  • derGhostrider , 24. August 2014 01:23
    Zusätzlicher Chip: Na, das will ich doch hoffen!
    Aber wieso man Soundchips auf Grakas verbaut, das ist mir immernoch nicht klar. Muss eine "weil wir es können!"-Entscheidung sein.
    Und die Slot-Blenden, die lieber zur Abführung von Abluft verwendet werden sollten, werden weiter mit Anschlüssen zugeballert: Jetzt halt auch noch ein paar Klinkenstecker.
    Egal, blasen wir halt die warme Luft ins Gehäuse - das machen die anderen ja auch!
  • Alle 16 Kommentare anzeigen.
  • Elkinator , 24. August 2014 01:31
    es kommen für den spund natürlich keine klinkensteckeranschlüsse auf die karte, das wird einfach über die soundkarte ausgegeben.

    die berechnung erfolgt halt über die DSPs in der GPU, wenn mal die spiele diese DSPs unterstützen wird nvidia das vielleicht auch integrieren.
    sind die selben DSPs wie in der XBone und PS4, nur nutzt die auch dort noch kein spiel:\
  • Amigauser , 24. August 2014 09:40
    Zitat :
    Zitat Elkinator:
    und trotzdem sind leute die "windoof" oder "M$" schreiben nicht zum ernst nehmen...

    Gilt auch für Leute,die XBone schreiben.
  • Elkinator , 24. August 2014 09:47
    was passt dir an XBone nicht?
  • fffcmad , 24. August 2014 17:28
    Punkt 6 kannste knicken. Ist glatt gelogen. Thief2014 hat ueberhaupt keine Prioritaet beim Sound. trueaudio bringt gar nichts weils nur ein reverbeffekt ist und die Audioengine von Thief ist ultrafehlerhaft.
  • mareike , 24. August 2014 18:48
    .....- die effektive Frequenz liegt bei 5,5 GBit/s....

    gar nicht gewust das Gbit/s eine Frequenzangabe ist.

    und immer noch 190 watt ohne OC... naja mal den Test abwarten.
  • derGhostrider , 24. August 2014 20:26
    Zitat :
    es kommen für den spund natürlich keine klinkensteckeranschlüsse auf die karte, das wird einfach über die soundkarte ausgegeben.

    Das Bild im Artikel war etwas klein - jetzt in der vergrößerten Ansicht konnte ich erkennen, dass die beiden runden Objekte keine Klinkensteckeranschlüsse waren, sondern Schrauben. Gut, dass es noch eine vergrößerte Ansicht gab.
    Und tatsächlich, auch wenn die Angaben etwas schwammig auf den AMD-Folien waren - es scheint tatsächlich so, als wenn AMD eigene DSPs mit auf den Die geschubst hätte.
    Egal welcher GPU-Hersteller das macht: Verschwendung und Blödsinn. Was soll der Vorteil gegenüber einer guten Soundkarte sein?
    Das einzige, was als Vorteil eventuell denkbar wäre, wäre eine vertretbare Unterstüzung entsprechender Effekte durch die Spiele, da die Entwickler wieder davon ausgehen könnten, dass genügend Leute davon auch profitieren können. Wie damals bei EAX.

    Aber das klärt immernoch nicht, warum man Sound-Funktionen auf Grafikkarten steckt. Naja, schlechter als Realtek kann es ja nicht sein, wobei die Ausgabe ja trotzdem über den Realtek-Müll erfolgt. Irgendwie ist das Käse und verursacht ganz schön Traffic für wildes Hin- und Herschicken der Daten.
  • Elkinator , 24. August 2014 20:31
    die selben DSPs sind auch in Kaveri integriert, da ist es aber wenigstens bei HSA eingebunden und kann direkt auf den speicher zugreifen.
  • derGhostrider , 24. August 2014 20:48
    Und die Daten müssen dann trotzdem an den Sound-Chip weitergereicht werden, was über die CPU läuft.

    Warum nicht gleich CPU -> Soundchip -> Ausgabe? Achja, ich vergaß: Gute Soundkarten mit eigenen Recheneinheiten sind ja nicht mehr en vogue. Und während auf der einen Seite Geiz-ist-geil praktiziert wird, und man eben bloß keine ordentliche Soundkarte verbaut, bricht man sich jetzt lieber hintenrum einen ab, um von hinten durch die Brust ins Auge zu schießen, so dass die Graka etwas anderes mitberechnet.

    Das Ganze erscheint nur dann sinnvoll, wenn man an eine APU denkt und der externe Soundchip vielleicht ganz wegfällt. Nur ein D/A-Wandler, sonst nix. Aber auch dann übernehmen Teile im PC Rechenaufgaben, die sie nicht übernehmen sollten. Immernoch ziemlicher Bull****.
  • Elkinator , 24. August 2014 21:10
    ist ja egal, die DSPs brauchen kaum platz und wenn sie nicht genutzt werden brauchen sie auch keinen strom.
    günstiger wären die GPUs ohne den DSPs ja auch nicht.

    und die CPU wird dadurch trotzdem etwas entlastet.
  • fffcmad , 24. August 2014 22:57
    Trueaudio ist ein Blender. Das Geroute dagegen ist gar nicht so schlimm. Der Norfce 2 Pro/ Ultra hat es damals auch so gemacht. Und der konnte von der Perfomance her mit der Audigy gleichziehen. Statt das ATI einfach die DSPs ueber OpenAL anfeuern laesst nimmt man eine uninteressante API (DirectSound und EAX ist ja leider tot, das waere ja noch die Alternative gewesen) und verlaesst sich dabei auf Spiele, die einen kompletten fail hingelegt haben. Da die extra in Thief integrierte Audioengine (Statt die der UE3 Engine zu verwenden musste ja ein anderer Murks her) komplett failt und Trueaudio nur einen Effekt drueberschustert befindet sich Trueaudio auf dem Level von EAX 1/ 2. Und da waeren wir bei der AWE64 bzw SBLive! angelangt. Das sind echte Oldtimer... Und die Spiele damals haben den Raumklang besser rueber gebracht. Ich erinnere an Thief 1 oder Thief 2. Dagegen ist Thief 2014 ultraschlecht was Sound angeht. Von Thief 3 reden wir erst gar nicht, das ist noch mal eine ganz andere Liga. Also wie gesagt: Trueaudio ist nur ein Gimmick, mehr nicht. Wird nie Anklang finden. (Hoffentlich) Kein Spielehersteller steckt heute noch viel Arbeit in Sound. (Auf Raumklang und Effekte bezogen, hier wird alles von Vorneherein gerendert und fertig abgespeichert und maximal auf Level von EAX2 ein Reverb oder Chorus draufgeklatscht) Man pumpt das Geld liebr in einen pompoesen Soundtrack. Da die meisten Spieler eh null Ahnung haben und Realtek benutzen und HW-Beschleunigung out ist >> Kein Interesse da!
  • Elkinator , 24. August 2014 23:04
    und trotzdem werden die entwickler es nutzen wollen, immerhin ist die selbe hardware in beiden konsolen verbaut.
  • fffcmad , 24. August 2014 23:06
    Genau das macht mir Angst.
  • derGhostrider , 25. August 2014 08:56
    Wenn wir heute in allen Spielen nur auf den Niveau einer SB Live! (Platinum) mit four-point-Surround wären, dann wäre ich schon zufrieden!
    Mich umgeben hier einige kleine Lautsprecher und in vielen Spielen frage ich mich, ob die nichts anderes als Stereo können.
    Einfach nur zum heulen. Das war vor der Jahrtausendwende besser: Da hatte ich digitage Klangübertragung zu den Lautsprechern (also zum Verstärker im Sub, von wo es dann aufgeteilt wurde) und echten Raumklang in den meisten Spielen, der überzeugend war und bei der Ortung half.

    Jetzt habe ich Realtek onboard-Sound und irgendetwas zwischen mäßigem Stereo und halbherzigem Surround. Das ist doch Käse!
    Und wenn die Beschreibung von fffc nur zu 30% hinkommt, dann können die sich diese Veränderung auch sparen. Mist wird halt auch mit chorous nicht toll. Hallt dann nur mehr.