Leistungsaufnahme im Gaming-Loop
Zunächst heizen wir die Karte über 20 Minuten hinweg solange auf, bis eine konstante GPU-Temperatur von 64°C erreicht ist und messen dann die Leistungsaufnahme erneut. Die Anforderungen an die GPU liegen bei unserem Loop bereits relativ hoch, so dass wir davon ausgehen, mit den knapp 176 Watt im Durchschnitt ein repräsentatives Ergebnis vor allem für anspruchsvollere Spiele ermittelt zu haben. Einfachere Aufgaben lassen sich auch mit Werten von ca. 165 bis 170 Watt realisieren, je nach Spiel.
Lösen wir nun diese Kurven erneut auf nur eine Minute auf und glätten die Werte ein wenig. Wir sehen, dass die Leistung zwischen PCI-Express- und Mainboard-Anschluss entsprechend den Vorgaben normgerecht aufgeteilt wird:
Die Kontrolle am Mainboard-Slot beruhigt, denn die wenigen Spikes kann man getrost und locker tolerieren. Hier wird in keinem Fall eine relevante Überlast erzeugt:
Betrachten wir nun noch zusammenfassend in der Tabelle, wie sich die fürs Gaming gemessenen 176 Watt im Einzelnen aufschlüsseln:
| Minimum | Maximum | Durchschnitt | |
|---|---|---|---|
| PCIe 12V: | 33 Watt | 209 Watt | 124 Watt |
| Mainboard 3.3V: | 3 Watt | 7 Watt | 5 Watt |
| Mainboard 12V: | 9 Watt | 93 Watt | 47 Watt |
| Grafikkarte insgesamt: | 47 Watt | 290 Watt | 176 Watt |
Auflistung aller Einzelwerte pro Versorgungsleitung
Auch diesmal haben wir alle Messungen der Einzelwerte für jeden der Versorgungsanschlüsse noch einmal in einer Galerie zusammengefasst:
Spannungen
Die Durchschnittsspannung beträgt wie schon beim Idle exakt 12 Volt, aber auch diesmal bleiben wir von den Schwankungen nicht verschont:
Mit 176 Watt liegt man beim Gaming mit dieser Board-Partner-Karte fast 40 Watt unter den Werten einer im Schnitt sogar langsameren R9 280 mit moderater Übertaktung ab Werk.
Vergleicht man die über die aktuellen VGA-Charts 2014 ermittelten Effizienzwerte, dann liegt die R9 285 annähernd da, wo Nvidia mit Kepler bei der GeForce GTX 760 bereits vor geraumer Zeit gelandet ist.
Überholen sieht anders aus, aber zumindest das Einholen ist gelungen. Für Maxwell dürfte dies aber definitiv zu wenig sein.
- Ein Update für AMDs GCN-Architektur: Die Tonga-GPU
- Asus Strix Radeon R9 285
- Gigabyte R9 285 WindForce OC
- Test-Setup and Benchmark-Suite
- Benchmarks: Synthetische Benchmarks
- Benchmarks: Titanfall und Battlefield 4
- Benchmarks: Thief und Arma 3
- Benchmarks: Grid Autosport und Assassin's Creed IV
- Benchmarks: Watch Dogs und Far Cry 3
- Leistungsaufnahme: Idle
- Leistungsaufnahme: Gaming
- Leistungsaufnahme: GPGPU (Torture)
- Temperaturen und Lautstärke
- Fazit: Die Radeon R9 285 behauptet sich für 250 US-Dollar




zumal hier quasi standardisierte Bedingungen geschaffen werden!!! Danke!
Und dieses Auslagern von Rechenvorgängen auf die GPU ist auch immer interessant. Kann es sein das Creed das als einziges Spiel unterstützt oder was ist hier passiert?
Haben wir tatsächlich. Hat schon einen Grund, warum auch die Amis auf die deutschen Daten zurückgreifen
Ich rüste morgen noch einmal gehörig auf. Ich werde nämlich zwei dieser Oszillographen miteinander koppeln (Trigger, Master-Slave) und habe dann faktisch 8 analoge Eingänge, die ich gleichzeitig nutzen und aufzeichnen kann. Also insgesamt 4 Rails, für die ich parallel Strom UND Spannung gleichzeitig messen kann. Das hat dann außer uns keine andere Redaktion. Weltweit.
Da geht mein Dank auch an den Industriepartner, der mittlerweile einen guten Kompaktwagen im Lab versenkt hat
Wo ihr grad so am Aufrüsten seid...
Große Lob an Igor, tolle Schreibe, lustig, aber immer sehr sachlich. Und dazu viel Sachverstand, hat schon seinen Grund warum die Industriepartner soooo spendabel sind. Mein Bruder ist Elektroniker für Geräte und Systeme und ist ganz beeindrukt von dem was du da machst..
P.s. Wenn du dabei bist neue Maßstäbe zu setzen, dann hast du halt das Pech die Erwartungshaltung des hungrigen Publikums auch erfüllen zu müssen (noch mehr Arbeit...)
Ab jetzt will ich von jeder Graka die Infrashots..
Wie Tesetilaro schon sagt: Sehr aufschlussreich, und Standatisiert..
Ich war schon auf ein paar Inseln in Asien - aber noch nie auf Tonga!
Die R9 280X bringt 10-15% mehr Leistung, kostet aber mindestens 50 Euro mehr - also knapp 30% Aufpreis.
Die Leistungsunterschiede sind einfach zu gering, diesen Preisunterschied zu rechtfertigen.
Ich stelle einmal eine Annahme auf:
Die GCN 1.2 Architektur wird durch ihre Farbkompression und damit effizientere Speichernutzung auch in den kommenden Carizzo-APUs zu einem ordentlichen Leistungsschub führen. Besonders, weil bei den APUs die Speicherbandbreite ja von CPU & GPU gleichzeitig genutzt und damit besonders knapp ist.