AMD Radeon RX 480 im Test: Kann Polaris gegen Pascal kontern?

AMDs langerwartete Polaris-10-GPU erlebt mit der Grafikkarte Radeon RX 480 ihre Uraufführung. Aber wie schlägt sich AMDs erster 14-nm-Abkömmling gegen die älterene, etablierten Boards, die für ihre klasse Performance bekannt sind?

Vor rund sechs Monaten begann AMD damit, häppchenweise die Eigenschaften der kommenden GPU-Generation zu enthüllen. Als Initialschuss wurde ein überarbeiteter Displaycontroller mit Unterstützung für HDMI 2.0b sowie DisplayPort 1.3 HBR3, Freesync über HDMI und einer HDR-fähigen Pipeline angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt folgten weitere Informationsbröckchen, die auf den Launch von zwei unterschiedlichen GPUs hinwiesen, die bewusst in der Absicht konzipiert wurden, AMD wieder einen höheren Marktanteil im Mainstream-Desktop-PC-Bereich zu verschaffen. Außerdem sollte eine mobile GPU-Lösung in der Leistungsklasse von Konsolen angeboten werden, die in besonders dünnen und schlanken Systemen zum Einsatz kommen sollte.

Die mobile Lösung wird 16 AMD Compute Units bieten, die an ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden sind und über Beschleunigungsfunktionen zum En- und Dekodierten von 4K-Videomaterial verfügen. Allerdings wurde dieser Chip bislang noch nicht offiziell vorgestellt. Die Radeon RX 480, der wir uns im heutigen Artikel widmen wollen, basiert auf dem größeren Polaris-10-Design. Groß meint hier aber nicht groß im Sinne von Nvidias GP100-GPU mit ihren 15,3 Milliarden Transistoren. Stattdessen ist AMDs neueste Lösung gerade komplex genug, um die aktuellen High-End-VR-Headsets mit Daten füttern zu können. Damit sollte sie zumindest in einer Liga mit AMDs Radeon R9 290 sowie Nvidias GTX 970 mitspielen können.

Reine Midrange-Performance an sich wird aber wohl kaum einen Nutzer von den Socken hauen, vor allem nicht einen Monat nachdem Nvidia mit dem GP104 den High-End-Bereich neu definieren konnte. AMD positioniert die RX 480 deshalb preislich unterhalb von ähnlich schnellen Grafikkarten und konnte zudem den Stromverbrauch auf 150 Watt senken. Dadurch soll VR-Gaming für mehr Spieler attraktiv werden (wenn doch jetzt nur die Firmen, die Head-Mounted Displays für 600 bis 800 US-Dollar anbieten, noch preislich mitziehen würden…).

Uns erwarten insgesamt zwei Versionen der Radeon RX 480: Eine Version für rund 215 Euro (UVP) mit vier Gigabyte GDDR5, der mit rund sieben GBit/s arbeitet, und eine Version für rund 256 Euro mit acht Gigabyte GDDR5, der acht GBit/s schnell ist.

Für den Test haben wir selbstverständlich zum größeren Modell mit acht Gigabyte Speicher gegriffen.

AMDs Polaris 10 im Detail

Polaris 10 setzt sich aus 5,7 Milliarden Transistoren auf einem 230 mm² großen Die zusammen. Zum Vergleich: Hawaii versammelte 6,2 Milliarden Transistoren auf 438 mm² Die-Fläche. Wir ihr später auf den Benchmark-Seiten sehen werdet, sortiert sich die RX 480 leistungsmäßig zwischen der R9 290 und der R9 390 ein - mit weniger Transistoren und ungefährt 55 Prozent des Power-Budgets.

Vieles davon ist natürlich GlobalFoundries 14-nm-FinFET-Prozesstechnik anzurechnen, die im Verglkeich zu den planaren Transistoren der 28-nm-Prozesstechnik laut AMD fundamentale Performance- und energetische Vorteile bietet. Bei jeder beliebigen Energieaufnahme ermöglich FinFET höhere Taktraten - oder geringere Energieaufnahme bei gleichem Takt.

Für Polaris bedient sich AMD aus beiden Töpfen und erhöht die Taktraten, um gleichzeitig auch die Energiaufnahme zu senken. Das ist der Grund, warum die Polaris-10-GPU Ressourcen-reichere GPUs wie Hawaii hinter sich lassen kann und dennoch nur 150 Watt TDP hat - auch wenn unsere Messungen zeigen, dass die RX 480 ihre TDP ein bisschen "frisiert".

Trotz des neuen Codenamens basiert Polaris 10 auf der vierten Generation von AMDs Graphics Core Next Generation. Die meisten Enthusiasten sind bereits mit GCN vertraut und werden somit die unterschiedlichen Blöcke des Polaris-Designs wiedererkennen.

Noch immer ist ein einzelner Graphics-Command-Prozessor am Anfang der Kette für die Zuweisung von Grafik-Queues an die Shader Engines zuständig – und die Asynchronous Compute Engines (ACEs) sind dafür verantwortlich, Compute Queues zu verteilen.

Aber nun sagt AMD, dass seine Befehlsverarbeitungslogik aus vier statt acht ACEs besteht. Dazu kommen zwei Hardware-Scheduler, die für priorisierte Queues, zeitliche/räumliche Ressourcenverwaltung und das Offloading von Aufgaben des CPU-Kernel zuständig sind. Es gibt keine neuen Blocks an sich, sondern vielmehr einen optionalen Modus, in dem die vorhandenen Pipelines laufen können. Aber wir wollen an dieser Stell mal Dave Nalasco, Senior Technology Manager für Grafik bei AMD, im Original zitieren:

"The HWS (Hardware Workgroup/Wavefront Schedulers) are essentially ACE pipelines that are configured without dispatch controllers. Their job is to offload the CPU by handling the scheduling of user/driver queues on the available hardware queue slots. They are microcode-programmable processors that can implement a variety of scheduling policies. We used them to implement the Quick Response Queue and CU Reservation features in Polaris, and we were able to port those changes to third-generation GCN products with driver updates."

Mit Quick Response Queues können Entwicklern bestimmte asynchron laufende Tasks priorisieren, ohne dabei anderen Prozessen gänzlich zuvorzukommen. Daves Blog-Beitrag zu dem Thema findet ihr hier. Um es kurz zu machen: AMD möchte hier vor allem Flexibilität erreichen. Die Architektur erlaubt viele Vorgehensweisen zur Leistungsverbesserung und Minimierung von Latenzen. Beides ist vor allem in VR-Anwendungen extrem wichtig.

Die Compute Units sind alte Bekannte und bestehen aus 64 IEE 754-2008-konformen Shadern, die zwischen vier Vector Units aufgeteilt werden, einer Scalar Unit und 16 Texture Fetch Load/Store Units. Zu jeder CU gehören auch vier Texture Units, 16 Kilobyte L1-Cache, 64 Kilobyte Local Data Share, und Registerraum für Vektor- und Skalareinheiten.

AMD gibt an, eine Reihe von Verbesserungen an der Effizienz der CUs vorgenommen zu haben. Dazu gehören die neu hinzugefügte Unterstützung für FP16 (und Int16), verbesserter Zugriff auf den Cache und besseres Instruction Prefetching. Das alles soll insgesamt zu einer Leistungssteigerung von 15 Prozent pro Compute Unit führen – zumindest im Vergleich zur Radeon R9 290 mit Hawaii-GPU, die noch auf der zweiten Generation der GCN-Architektur basierte.

Neun CUs bilden eine Shader Engine und Polaris 10 brüstet sich damit, über vier dieser SEs zu verfügen, was unseres Wissens nach die maximale Ausbaustufe dieser Architektur darstellt. Daraus ergeben sich (64 Shader x neun CUs x vier SEs) 2304 Stream Prozessoren und 144 Textureinheiten.

Zu jeder Shader Engine gehört eine Geometrie-Engine, die laut AMD dadurch verbessert wurden, dass ein Primitive Discard Accelerator hinzugefügt wurde. Er soll vor der Scan-Umwandlung jedes Primitive aussondern, das nicht zu einem Pixel gerastert wird, und so den Durchsatz verbessern. Dabei handelt es sich um eine automatische Funktion der Pre-Rasterization-Stufe der Grafik-Pipeline, die mit Polaris völlig neu hinzugekommen ist.

Es gibt außerdem einen Index Cache für Geometry Instancing - aber wir wissen weder, wie groß er ist, noch wie groß die Auswirkungen sind, wenn Instancing genutzt wird.

Ähnlich wie Hawaii – später als Grenada bekannt – schafft Polaris 10 bis zu vier Primitives pro Takt. Während die schnellste Hawaii/Grenada-GPU mit bis zu maximal 1050 MHz läuft (in diesem Fall die R9 390X), hat AMD die Radeon RX 480 auf bis zu 1266 MHz hochgezüchtet. Sie verfügt zwar über weniger On-Die-Ressourcen, soll dies allerdings teilweise durch die höhere Taktfrequenz wettmachen können. Während die R9 290X noch eine Floating-Point-Performance (Single Precision) von 5,6 TFLOPS bot, sind es bei der RX 480 dank dieser "Boost"-Spezifikation sogar 5,8 TFLOPS.

Aber wie realistisch sind diese 1266 MHz? Hawaii hatte große Probleme damit, die von AMD spezifizierte Taktrate aufrechtzuerhalten, weil sie einfach zu heiß wurde. Wir wollten natürlich sicherstellen, dass Polaris nicht vom gleichen Problem betroffen ist. Dazu ließen wir den Metro: Last Light Redux-Benchmark 10-mal in einer Schleife laufen und zeichneten dabei die Taktraten mittels GPU-Z auf. Das Ganze resultierte in dem folgenden Diagramm:

Zwischen dem höchsten und niedrigsten Messpunkt im Diagramm liegen exakt 148 MHz. Den Tiefpunkt vermerken wir mit 1118 MHz und das Maximum mit 1265 MHz. Wir würden daher sagen, dass AMD seine Basis- und Boost-Takraten fast auf den Punkt genau trifft - auch wenn das dazwischen ständig angepasst wird. Und: Der Durchschnittswert von 1208 MHz liegt dem Maximum näher als dem Minimum...

Hawaii und Fiji SE verfügten über vier Render-Backends, die jeweils 16 Pixel pro Takt (oder insgesamt 64 über die komplette GPU) verarbeiten konnten. Bei Polaris 10 ist davon nur noch die Hälfte übrig: Zwei Render-Backends pro SE, davon jeder mit vier ROPs, insgesamt 32 Pixel pro Takt. Das ist nun wirklich ein deutlicher Einschnitt gegenüber der Radeon R9 290 auf Hawaii-Basis, die es für die RX 480 zu schlagen gilt. Erschwerend kommt hinzu, dass Polaris 10 nur ein 256 Bit breites Speicherinterface besitzt und damit deutlich weniger als die Hawaii-Grafikkarten mit 512 Bit. Die 4-GByte-Version der Radeon RX 480 wird GDDR5 mit 7 GBit/s bieten, das bedeutet eine maximale Bandbreite von 224 GByte/s. Das heute getestete 8 -GByte-Modell bietet hingegen GDDR5 mit 8 GBit/s, was den Durchsatz auf bis zu 256 GByte/s erhöht. Aber auch das ist immer noch weniger als bei einer Radeon R9 290 mit 320 GByte/s.

Ein Teil des Rückstandes wird durch die verbesserte Delta Color Compression ausgeglichen. Dieser verringert die Menge an Informationen, die über den Bus geschickt werden muss. AMD bietet hier mit 2/4/8:1 Lossless Ratios ähnliche Werte wie Nvidias Pascal-Architektur. Außerdem profitiert Polaris 10 vom mit 2 MByte größeren L2-Cache, den wir erstmals mit der Fiji-Generation zu Gesicht bekamen. Das kann dazu führend, dass weniger Daten in den GDDR5-Speicher wandern müssen und somit dafür sorgen, dass die GPU weniger auf ein breites Speicherinterface und einen hohen Datendurchsatz angewiesen ist.

Dennoch muss das schmalere Backend der GPU einen Einfluss auf die Leistung haben, sobald die Auflösung angehoben oder mehr Anti-Aliasing genutzt wird. Wir waren sehr neugierig, wie Polaris wohl im Vergleich zu Hawaii abschneiden würde, wenn der zu bewältigende Workload intensiver wird. Aus diesem Grund haben wir Grand Theft Auto V bei 1920 x 1080 Pixeln und Grafikdetails auf Very High angeschmissen und dann das Anti-Aliasing dann stufenweise erhöht.

Während wir MSAA von "Aus" auf 2x und dann 4x hochschrauben, zeigt sich eindeutig, wie die Radeon RX 480 im Hinblick auf die durchschnittlichen FPS deutlich schneller einbricht als die R9 390. Wird Anti-Aliasing deaktiviert, dann kann die RX 480 97,3 FPS liefern, die R9 390 hingegen nur 90,4 FPS. Aber letztlich landet AMDs Radeon RX 480 bei 57,5 FPS, während die R9 390 durchschnittlich 62,9 FPS liefern kann.

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95 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Plitz
    Etwas schneller als die 970, bei etwas weniger Verbrauch als die 970. Leider hat es AMD wieder nicht geschafft die Effektivität zu steigern. Außer den Einsparungen die eh schon durch den Shrink kommen scheint nicht viel passiert zu sein.
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  • Michalito
    @Plitz, reden wir da noch mal in einem dreiviertel Jahr drüber?


    Ansonsten, muss ich nun dem Artikel widmen, hier geht ja alles was tiefer in die Materie.
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  • moeppel
    Hm, leider nur 32 ROPs, was wohl auch das absacken in höheren Auflösungen (>FHD) erklärt.

    Alles in allem ein rundes Paket, solang sich Preise um 250€ und gen Süden einpendeln - was wahrscheinlich nicht der Fall sein wird. Vorerst.

    Hat man schon eine Ahnung was AIB Partner wohlmöglich noch aus der Karte rauskitzeln können?

    Letztlich aber leider nicht der Kracher, den ich mir (und ggbf. andere) erhofft hatten.
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  • Michalito
    Ja, auf Coustom warten ist wohl für alle nicht Wakü Besitzer Pflicht.. Sapphire bringt auch wieder eine Toxic ( Vapor Chamber).
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  • Tesetilaro
    gute karte - bescheuertes power management, nunja, boardpartner sei dank ist noch nicht das letzte Wort zu dieser Karte gesprochen, ich bin gespannt auf igors roundup...

    wenn es wirklich karten für knapp unter 200 geben wird, dann ist das eine echte budgetempfehlung, zumal ich mir nicht vorstellen kann,d as NVidia mit der 1060 unter 250 liegen wird :-/
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  • gst
    Um Igor ein wenig vorzugreifen: Die Kühlung ist eigentlich kein Problem bei der Karte; Du brauchst keine WaKü. Eine Übertaktung wird viel eher durch das verbesserungswürdige Power-Layout unterbunden - und die Leistungsaufnahme nimmt unverhältnismäßig stark zu. Deswegen haben wir nach Igors diesbezüglichen Tests letztlich auch auf eine Übertaktung verzichtet - es macht bei der Karte einfach keinen wirklichen Sinn.

    Die RX 480 muss man am ehesten "as is" nehmen - nur eventuell mit einem noch leiseren Custom-Kühler einer Board-Partner-Karte.

    Mich persönlich hätte es ja auch mehr gefreut, wenn AMD höher gezielt hätte. Es muss weiß Gott kein 1000-Euro-Brett sein, aber etwas Besseres als eine (deutlich) effizienteres Äquivalent einer bald drei Jahre alten Karte hätte es IMHO schon sein dürfen...
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  • Michalito
    Merci, gst für deien Einschätzung.
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  • gst
    Anonymous sagte:
    gute karte - bescheuertes power management, nunja, boardpartner sei dank ist noch nicht das letzte Wort zu dieser Karte gesprochen, ich bin gespannt auf igors roundup...

    wenn es wirklich karten für knapp unter 200 geben wird, dann ist das eine echte budgetempfehlung, zumal ich mir nicht vorstellen kann,d as NVidia mit der 1060 unter 250 liegen wird :-/


    Naja - AMD hat die UVPs ja mit exakt 214,20 Euro bzw. 255,85 Euro (inkl. MwSt) für die 4- respektive 8-GByte-Variante der Karte angegeben. Zumindest die 4-GByte-Version wird wohl recht srasch im Sub-200er-Bereich landen.
    -1
  • Derfnam
    Der Schönredeversuch geht dann wohl so: der Nomenklatur folgend ist das ja die Nachfolgekarte der 380er und verglichen mit der ist das ne durchaus passable Karte. Die Realität geht aber eher so: AMDs große Fresse hat ein weiteres nix dahinter produziert.
    Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen.
    Saftladen.
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  • moeppel
    Zitat:
    Anonymous sagte:
    gute karte - bescheuertes power management, nunja, boardpartner sei dank ist noch nicht das letzte Wort zu dieser Karte gesprochen, ich bin gespannt auf igors roundup...

    wenn es wirklich karten für knapp unter 200 geben wird, dann ist das eine echte budgetempfehlung, zumal ich mir nicht vorstellen kann,d as NVidia mit der 1060 unter 250 liegen wird :-/


    Naja - AMD hat die UVPs ja mit exakt 214,20 Euro bzw. 255,85 Euro (inkl. MwSt) für die 4- respektive 8-GByte-Variante der Karte angegeben. Zumindest die 4-GByte-Version wird wohl recht srasch im Sub-200er-Bereich landen.



    Habt ihr ein 4GB Modell da? Der Speichertakt soll ja 1ghz weniger betragen. 8GB VRAM kann man durchaus als Überdimensioniert zum Rest der Leistung betrachten - selbst unter WQHD stell ich mir die Unterschiede eher marginal vor - spezifische Titel außer Acht gelassen.
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  • Anonymous
    Ziemlich enttäuschend, was AMD da mit der RX 480 abliefert.

    Sie kann insgesamt weder mit der R9 390X gleichziehen, noch fällt die Effizienz besonders gut aus. (Natürlich meilenweit besser als bei Hawaii/Grenada)

    Aufgrund der halbierten Anzahl der Rops und der mickrigen Speicherbandbreite bricht sie ab 2560x1440p deutlich stärker ein, als es bei der R9 390 der Fall ist. Gut, das könnte man ja noch irgendwie verkraften, wenn wenigstens die Effizienz neue Maßstäbe setzen würde. Aber auch das ist nicht der Fall. Sie verbraucht ungefähr so viel wie eine GTX 1070, bei einer weit geringeren Leistung.

    Das Leistung-Pro-Watt-Verhältnis ist damit ein Witz. Da das Platinenlayout ziemlich halbherzig entwickelt wurde (heftige Spikes) muss man auch noch auf die Partnerkarten warten.
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  • gst
    Nein, wir haben momentan noch kein 4-GByte-Modell da.
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  • amd64
    Da müssen die Customs ja echt noch eingreifen bei Stromversorgung, Kühlung und Takt. Da will keine richtige Begeisterung aufkommen ...
    Die 8GB finde ich nicht überdimensioniert, wenn Tomb Raider auf FullHD schon 7GB frisst.
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  • TenDance
    Zitat:
    Zitat:
    Anonymous sagte:
    gute karte - bescheuertes power management, nunja, boardpartner sei dank ist noch nicht das letzte Wort zu dieser Karte gesprochen, ich bin gespannt auf igors roundup...

    wenn es wirklich karten für knapp unter 200 geben wird, dann ist das eine echte budgetempfehlung, zumal ich mir nicht vorstellen kann,d as NVidia mit der 1060 unter 250 liegen wird :-/


    Naja - AMD hat die UVPs ja mit exakt 214,20 Euro bzw. 255,85 Euro (inkl. MwSt) für die 4- respektive 8-GByte-Variante der Karte angegeben. Zumindest die 4-GByte-Version wird wohl recht srasch im Sub-200er-Bereich landen.



    Habt ihr ein 4GB Modell da? Der Speichertakt soll ja 1ghz weniger betragen. 8GB VRAM kann man durchaus als Überdimensioniert zum Rest der Leistung betrachten - selbst unter WQHD stell ich mir die Unterschiede eher marginal vor - spezifische Titel außer Acht gelassen.


    Es geht nicht darum ob Du 8GB brauchst - es geht darum ob 4GB nicht zuwenig sind. Und da hast Du mit einem 256er SI eben nur die Wahl mit 8GB :)

    Zu der Karte: okay, ein Referenzdesign für die Tonne. Ich bin überrascht.... eher nicht. Warten wir auf die ersten Customdesigns. Die werden definitiv ein runderes Paket liefern für eine kleine schnuckelige FHD-Karte. Und selbst wenn sich die customdesigns so gut (sprich: im Alltag eher mäßig relevant) übertakten lassen wie die Pascalkarten bislang - scheint langsam wirklich Probleme mit Hotspots im die bei den Fertigungsgrößen zu geben - ist die Leistung immer noch adäquat.
    Und in einem halben Jahr sehen wir, ob und wie die Treiber der jeweiligen Karten noch etwas rausholen konnten. Der AMD-Treiber wirkt erstmal so als müsste er mit einer deutlich stärker geänderten Architektur klarkommen als der nVidia-Treiber das bei Pascal muss.
    Frappierend finde ich dass die Karte mit Übertaktung des Speichers so stabil zulegen kann. Da wudnert es nicht dass die GTX1070 mit exakt derselben Bandbreite und einer identischen Kompression dieselben Probleme hat. Allerdings möchte nVidia mit der 1060 das Interface um nochmal 64bit verschlanken - das kann ja nur ganz ganz toll werden.

    Am Ende geht es nur darum welche Leistung man für sein Geld bekommt. Die RX480 ist im wesentlichen schneller als eine GTX970, bietet mehr Speicher, moderne Monitoranschlüsse, moderne Videocodecs, mehr Videospeicher - und kostet mit einer UVP von 214€ deutlich weniger als eine GTX970.
    Insofern past alles, hat noch niemand von AMD verlangt dass sie ihre Produkte verschenken müssen.
    Und sollte der Preis der 970 sinken oder die 1060 kommen - der Chip der RX480 ist niedliche 232mm² "groß". Ich bin mir sicher AMD kann recht schmerzfrei den Preis noch weiter senken. Alles andere an der Karte ist zum einen Massenware zum anderen alte Technologie.

    P.S: Der Billligkühler erinnert mich an nVidias G80-Generation... ein Referenzdesign für die Fische. Ich bin gespannt wie die Partnerkarten mit anständigem elektrischem layout und einem Kühler welcher die Temperaturen deutlich großzügiger im Griff hat beim Thema energieeffizienz abschneiden. Dann sollte auch mit undervolting noch einiges gehen, laut mehrerer Tests ist da auch noch viel Spielraum vorhanden.
    Die Karte in diesem layout wird ja doch ordentlich warm.

    P.P.S.: Wovon ich positiv überrascht bin ist der Treiber. Gerade das Wattman-Tool sieht nach einer guten Basis für die nahe Zukunft aus. AMD hat da wirklich einiges über den Haufen geworfen und von Grund auf neu aufgebaut.
    Der nVidia-Treiber ist in Sachen Möglichkeiten und usability ein Graus. Wenn ich raten müsste greife ich seit dem G80 und G92 auf Zusatztools wie driver inspector etc zurück damit die Karte das macht was ich von ihr erwarte.
    Und nichtmal das kann sie zuverlässig mit den neueren Treibern...
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  • capparezza
    Puh. Also ich hätte mir ehrlich gesagt (im Hinblick auf die großen Töne seitens AMD) auch ein wenig mehr erwartet, aber trotzdem landet sie ungefähr in dem Leistungsbereich, indem ich sie erwartet hätte. Aber die Belastung vom PCIe-Slot finde ich schon heftig... was hat man sich dabei nur gedacht? Ich für meinen Teil warte jedenfalls auch erstmal auf Custom-Karten.
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  • Netsrak
    Also ich bin ebenfalls etwas enttäuscht. Nach den vollmundigen Ankündigungen hätte ich mehr erwartet.
    Diese Karte ordnet den Markt sicher nicht neu, sie wird lediglich das Preisniveau senken. Eine GTX970 ist bereits im freien (Preisver-) Fall. Was die RX480 an Leistung/Watt leistet, ist für AMD zwar ein großer Fortschritt, aber das konnte das "Altmetall" GTX970 auch schon.
    Und im (indirekten) Vergleich mit den neuen nVidia Karten holt dann doch nVidia wieder wesentlich mehr Leistung aus dem Watt.
    Mal abwarten, was eine 1060 so kann...
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  • alterSack66
    Ich muss auch sagen, nicht so ganz das, was man nach den Ankündigungen von AMD erwarten durfte. Der Stromverbrauch ist ja im Vergleich zu den 290/390 ok. Aber wenn man die GTX 1070 ansieht auch nix besonderes.
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  • Anonymous
    Die Leistung pro Watt entspricht soziemlich der der GTX 970.

    In meinen Augen ein ziemlich schwacher Fortschritt wenn man bedenkt, dass die RX 480 in sog. 14nm gefertigt wird. Bei den Partnerkarten und ihren voraussichtlich deutlich niedrigen GPU-Temperaturen lassen sich aber vielleicht ein paar Watt einsparen. Daher meine Frage an FormatC: Ändert sich nennenswert etwas an der Leistungsaufnahme, wenn man die GPU besser kühlt? (z.B 100% Lüfterdrehzahl)

    Es lässt sich festhalten, dass díe Ankündigungen von AMD ("bei Polaris liegt das Hauptaugenmerk bei der Effizienz") eher leere Versprechungen waren. Hawaii zu unterbieten ist wahrlich keine Kunst, aber dass man gegen die Konkurrenz von Nvidia in diesem Ausmaß den kürzeren zieht, stört einfach zu sehr. Die Ausreden bei den Vorgängern (die Computeshader, gigantische Leckströme usw.) ziehen jetzt nicht mehr. Die RX 480 wurde schon beschnitten, wie man es dem AotS-Benchmark stand jetzt entnehmen kann.
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  • onwed
    bin sehr enttäuscht bisher..
    20% mehr takt von gpu und 15% mehr speichertakt wären wünschenswert bei gleichem verbrauch gewesen.. dazu ein etwas besseres kühlsystem und schon wäre die karte top gewesen.. so aber :/
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  • MyRunner
    Naja, wenn man es mal nuechtern betrachtet und abseits der ambitionierten Gamer wird der Markt sich bei FHD bewegen, dann hat die Karte doch mit der Leistung bei FHD und den aktuellen Titeln den Markt abgedeckt. Man kann scheinbar auf Extreme/Ultra alle Spiele spielen und das zu einem vertretbaren Preis und Energieverbrauch.

    Auch wenn AMD und die User sicher andere Leistungsdaten erwartet haben, ist der Marktbereich, den AMD damit abdecken kann doch fuer die Firma genau richtig. Gute Preise fuer Alltagszocker auf einer FullHD Standardaufloesung. So sollten sich zumindest Marktanteile gewinnen lassen, welche dann wieder Umsaetze und vielleicht sogar Gewinne generieren koennen.

    Ich haette ja trotzdem gern eine 1070 im Vergleichstest gesehen, dass man visuell mal den direkten Vergleich der aktuellen Karten sieht. Ansonsten bin ich gespannt, was die 470 im Vergleich zur 480 leisten kann. Gibt es da schon einen Termin, wann da Infos kommen koennen (Benchmarks).
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