AMD Ryzen: RAM wird durch Intels XMP 2.0 ausgebremst

AMD hat sich einer Fragestunde bei Twitch gestellt und dabei zahlreiche Fragen rund um die Ryzen-Prozessoren sowie die Zen-Architektur beantwortet. Dabei wurde auch eines der wesentlichen Probleme der neuen AMD-Chips angesprochen: Beim DDR4-Arbeitsspeicher werden nur vergleichsweise niedrige Speichergeschwindigkeiten bewerkstelligt, was sich auch auf die Kommunikation der CPU-Kerne untereinander auswirkt.

Als einen der wesentlichen Gründe für diese Schwäche sieht der Hersteller den XMP-2.0-Standard von Intel, bei dem es nach Auffassung von AMD um einen proprietären Nicht-Standard handelt, der letztlich nur im Zusammenhang mit Intel-CPUs reibungslos funktioniert. Derzeit versuchen Entwickler des Herstellers XMP 2.0 "wie einen Zauberwürfel" händisch zu dekodieren, was darauf hoffen lässt, dass künftig auch bei AMD-Chips Speichergeschwindigkeiten von mehr als 3200 MHz möglich werden könnten.

Außerdem wurde im Rahmen der Fragestunde angekündigt, dass während der kommenden 30 bis 60 Tage auch die ersten Ryzen-Mainboards im Mini-ITX-Format erscheinen sollen. Zuletzt fand sich eine versteckte Ankündigung auf der Webseite von ASRock.

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23 Kommentare
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  • Plitz
    Wer hätte es gedacht: AMD sucht das Problem bei sich selbst und nicht bei der Konkurrenz! ... Moment, das wäre mal was Neues :) Alles beim Alten.
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  • modena
    Für mitte-ende Juni sind BIOSE mit AMD AGESA 1.0.0.6 angekündigt. Da wird dann auch im 3000-4000er Ram Bereich
    einiges mehr gehen als heute.

    https://community.amd.com/community/gaming/blog/2017/05/25/community-update-4-lets-talk-dram
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  • fffcmad
    Wir sind zu doof, ein Speicherprofil auszulesen und die Timings umzusetzen. Moment, ne, Intel ist schuld! Hat sich halt niemand fuer AMDs proprietären Mist interessiert.

    Es ist wohl eher so, dass gewisse Timings errechnet werden muessen und das AMD-BIOS hier einfach versagt.
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