AMD hatte sich für das integrierte Speicherinterface in der CPU entschieden, damit es mit vollem Prozessortakt arbeiten kann um somit eine weitaus höhere Bandbreite erzielen zu können, als mit einem Northbridge-Interface, das über einen langsamen Bus angebunden ist. Soweit die Theorie. Beim Sockel 939 mit DDR-Speicher funktionierte dies wunderbar. Bei einem CPU-Takt zwischen 2 GHz (Athlon 64 X2 3200+) und 2.8 GHz (Athlon 64 FX-57) schwankte die Lese- und Schreibgeschwindigkeit aus dem Speicher so gut wie nicht.
Zur synthetischen Analyse der Bandbreite setzen wir das Diagnoseprogramm Everest in der Version 2.80.575 Beta ein. Die Werte, die das Programm ausgibt, sind auch bei mehreren Durchläufen sehr stabil und es lässt sich nicht durch Dual-Core-CPUs und Hyperthreading beeinflussen.
DDR vs. DDR2: Geschwindigkeit beim Lesen

Die Lesegeschwindigkeit von DDR2 im Vergleich zum alten DDR-Speicher. Nur bei hohen Taktraten verbucht DDR2-Speicher geringe Vorteile.
Beim DDR2-Speicherinterface deckt sich die Praxis jetzt nicht mehr mit der Theorie: Die Datentransferraten schwanken beim Lesen zwischen 6,4 GB/s und 8,1 GB/s - wohlgemerkt bei den gleichen CPU-Taktraten wie beim vorigen DDR-Vergleich. Die Schwankung liegt bei fast 21 Prozent.
Erst bei einer Taktrate ab 2,6 GHz kann das Speicherinterface aufgrund der schlechten CAS-Latency (CL4.0) des DDR2-Speichers mit einem hohen Datendurchsatz gegenüber DDR (CL2.0) seine Performance verbessern. Hier erreicht der Athlon 64 X2 5000+ (2,6 GHz) einen Wert von 7,6 GB/s und der Athlon 64 FX-62 mit 2,8 GHz einen Spitzen-Durchsatz von 8,1 GB/s.
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