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Das Teilerproblem:

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Die von uns eingestellten DDR2-Speichergeschwindigkeiten, wie z.B. die 736 MHz beim Athlon 64 X2 4400+, sind nicht willkürlich gewählt, sondern werden von der CPU vorgegeben.

Sehen wir uns die Arbeitsweise des DDR-Interfaces einer "alten" Athlon-CPU (Sockel 939) an. Der Prozessor teilt den CPU-Takt mit Hilfe eines Teilers, um den Arbeitsspeicher mit dem richtigen Takt anzusprechen. Seitdem es das interne Speicherinterface gibt, wird mit DDR400 (200 MHz) gearbeitet.

Athlon 64 X2 4200+: 2200 MHz / 11 = 200 MHz (DDR400)
Athlon 64 X2 3200+: 2000 MHz / 10 = 200 MHz (DDR400)

Aus diesem Grunde hat AMD nur CPUs mit geraden Taktraten, die durch 200 MHz teilbar sind, im Angebot.

Durch den Umstieg auf DDR2 stößt AMD hier auf ein Problem: DDR2-800 hat eine Taktrate von 400 MHz und lässt sich daher nicht mehr durch alle bisher vorgestellten CPU-Taktraten teilen. Und damit ist auch Schluss, denn ein höherer Takt als DDR2-800 ist nicht möglich.

Wie reagiert nun die CPU, wenn ein Speichertiming eingestellt wird, welches sich nicht durch den CPU-Takt teilen lässt?

Hier hat sich AMD etwas einfallen lassen: Sollte sich der Teiler so ergeben, dass er den nächstmöglichen der JEDEC spezifizierten Standardspeichertakt (400, 533, 667, 800) überschreitet, so wird automatisch der nächst niedrigere Teiler gewählt..

Athlon 64 X2 4800+: 2400 MHz / 6 = 400 MHz (DDR2-800)
Athlon 64 X2 4000+: 2000 MHz / 5 = 400 MHz (DDR2-800)
Athlon 64 X2 5000+: 2600 MHz / 7 = 371 MHz (DDR2-742)
Athlon 64 X2 4400+: 2200 MHz / 6 = 366 MHz (DDR2-733)

Damit kommen wir auf recht kryptische Speichertakte wie DDR2-742 oder DDR2-733. Die automatische Schaltung des Teilers lässt sich weder abschalten noch beeinflussen

Aus diesem Grund sollte sich der ambitionierte Anwender vor dem Kauf einen Taschenrechner schnappen und überprüfen, ob der Teiler bei seiner Wunsch-CPU aufgeht oder nicht. Denn durch die Taktabhängigkeit des Speicherinterfaces kann es vorkommen, dass eine CPU trotz 200 MHz höherem Takt bei einigen Anwendungen langsamer ist.

Athlon 64 X2 4200+: 2200 MHz mit DDR2-733
Athlon 64 X2 4000+: 2000 MHz mit DDR2-800

Betrachtet man jetzt dazu die Tatsache, dass die durch den niedrigeren Speichertakt ohnehin schon benachteiligte 2200 MHz-CPU nur den halb so großen Cache wie der preiswertere 4000+ mit 2000 MHz aufweist, stellt sich die Frage: Wer soll da noch durchblicken?

Ein Überblick aller möglichen Speicherkonfigurationen bei Standardtakt

Die in rot markierten Speichertakte entsprechen nicht den Standards und sind somit abgerundet, was einen Performanceverlust zur Folge hat.
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