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Plattform AM2: 17 neue AMD-CPUs für DDR2

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Die Generation AMD wird erwachsen. Zur Vorstellung des AM2-Sockels liefern wir umfangreiche Analysen zur Plattform, Prozessoren und Speicher mit Praxis-Benchmarks samt Kaufberatung auf 57 Seiten.

Seit Wochen warten bekennende AMD-Fans gespannt auf die Plattform, die letzten Endes auf den Namen AM2 getauft wurde. Im Vorfeld wurde viel spekuliert und Thesen aufgestellt. Und jetzt ist alles neu. Neben dem Prozessor selbst wurden Sockel, Kühler, Chipsatz und Speicher renoviert. Nach Sockel 940, Sockel 939 und 754 stellt der Sockel AM2 die vierte Generation für die Hammer-Architektur dar, die im Jahre 2002 am Markt debütierte. So kurze Plattform-Wechsel gab es früher nicht - der Konkurrent Intel, oftmals wegen seiner häufigen Änderungen hart kritisiert, hat im gleichen Zeitraum nur zweimal gewechselt. Eine große Auswahl herrscht bei den Prozessoren, die jetzt allesamt für den neuen Sockel AM2 erhältlich sind: Insgesamt 17 CPUs bietet das reichlich gefüllte Portfolio für die einzelnen Marktsegmente, die Dresdens neue Fabrik 36 vom Band lässt. Die Produktion basiert noch auf dem 90-Nanometer-Prozess aber schon auf 300-Millimeter-Wafern. Ende des Jahres stehen 65 Nanometer auf dem Plan. Auf der kürzlich stattgefundenen Semicon in München wurde jedoch hinter vorgehaltener Hand davon gesprochen, dass 65 Nanometer erst Ende 2007 zu erwarten sind.

Was darf es denn sein? Einen Athlon 64 X2 in Normal-Ausführung, einen Sempron für die ewig klamme Studenten-Fraktion oder den Nimbus des Exklusiven, Edlen und Feinen - den Athlon 64 FX-62? Die Preisskala beginnt bei knapp 70 Euro für den Sempron 64 2800+ und endet beim Athlon 64 FX-62 für 1200 Euro. Die Mittelklasse der Prozessoren rangiert zwischen 300 Euro und 600 Euro. Und damit wird eines ziemlich deutlich: Die Generation AMD ist erwachsen geworden und liegt preislich gleichauf mit dem Konkurrenten Intel. Der ehemalige Preisvorteil von bis zu 30 Prozent ist vollständig dahin. Vor allem die auf schiere Performance orientierte Kundschaft stellt sich jetzt die Frage: Wer ist der Favorit unter den leistungsstärksten Prozessoren? Ganz klar, das Top-Modell der Athlon-FX-Serie, vorläufig jedenfalls. Seit dem Erscheinen des ersten Athlon 64 FX beansprucht AMD die Führungsrolle, der harte Gegenspieler heißt Intel Pentium Extreme Edition. Jede Klasse braucht ihren König.

Dabei hat sich technisch bis auf das erneuerte Speicherinterface nichts geändert. Neu hinzugekommen sind in der Spitzenklasse das neue Topmodell Athlon 64 FX-62, der jetzt mit 2.8 GHz taktet und zwei CPU-Kerne enthält. Damit scheint endgültig das Limit bei der maximalen Taktrate ausgelotet - wie unsere Labormessungen zeigen. Hinzugekommen sind auch der Athlon 64 X2 5000+ und der Athlon 64 4000+. Ein immer wichtigeres Thema ist die Energieeffizienz, die aussagt, wie viel Rechenleistung sich pro aufgenommenes Watt (Leistungsaufnahme) erzielen lässt. In dieser Disziplin ist AMD schon länger führend und legt noch einmal nach. Zusätzlich zu den "normalen" Prozessoren gibt es spezielle Stromsparvarianten von Athlon und Sempron, die mit dem Zusatz "EE" versehen sind. Stromsparen kostet Geld - die selektierten EE-Prozessoren sind teilweise deutlich teurer.

Prinzipiell wäre der Wechsel vom Sockel 939 zum AM2 gar nicht nötig gewesen. Die Änderung trat nur in Kraft, um eine Verwechslung auszuschließen, die mit unterschiedlichen Haushaltssteckern für 115 Volt und 230 Volt zu vergleichen ist. Die Chipsätze kommen nach wie vor nicht von AMD, dafür sind die Lieferanten wie ATI, Nvidia, SiS und VIA zuständig. Allerdings hat Nvidia mit dem uns vorliegenden NForce-5-Chipsatz die Nase vorn und bietet fortschrittliche Technik, die in Teilbereichen nicht einmal Intel zu bieten hat. Die Zeit ist reif für den Wechsel, denn der Markt wird mit DDR2-Speicher überflutet. Bei Intel erfolgte dieser Wandel schon vor zwei Jahren. Mit DDR2 steigt die Bandbreite gegenüber dem "alten" DDR beträchtlich - soweit die Theorie. Und AMD konnte seinen integrierten Speichercontroller als Vorteil verbuchen - bis heute.

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