AMD will 2016 wieder profitabel werden

AMD ist nicht unbedingt ein vom großen Erfolg geküsster Hersteller. Zwar gelingen immer wieder Achtungserfolge, doch gerade in den letzten Jahren wurde der Chip-Entwickler mehr und mehr von Intel abgehängt.

Insbesondere die letzten Monaten waren kein Zuckerschlecken: Allein im dritten Quartal wurde ein Verlust von 197 Millionen Dollar angehäuft, im Rahmen eines Umstrukturierungsprogramms sollen fünf Prozent der Mitarbeiter "freigesetzt" werden.

Doch für das kommende Jahr gibt sich der Hersteller zuversichtlich: Zwar ist man sich der wirtschaftlich schwierigen Situation bewusst, wie Neil Spicer, der sich in der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) um die Verkäufe kümmert, gegenüber CRN zu Protokoll gibt, doch 2016 sollen die Zeichen wieder auf Wachstum stehen.

Wesentlich dazu beitragen soll die Umstrukturierung. Der Hersteller wird sich künftig auf zwei Bereiche konzentrieren. Zum einen wird darauf gehofft, stärker vom Wechsel der Nutzer auf Windows 10 zu profitieren. Dazu soll auf Hersteller gesetzt werden, die im Geschäfts- und vor allem im Bildungsbereich operieren; die Betonung soll hier auf günstigen Preisen und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis liegen.

Außerdem will sich AMD stärker auf Gamer fokussieren. Ziel des Herstellers ist es demnach, den Kampf um die Leistungskrone bei Grafikkarten für sich zu entscheiden. Und natürlich liegen einigen Hoffnung auf dem für das nächste Jahr geplanten Summit-Ridge-Prozessor, der endlich wieder auch hohen Leistungsansprüchen gerecht werden soll.

Für die Umsetzung dieser Strategie sollen die Einzelhändler offenbar stärker als bisher eingebunden werden. So kündigt Spicer an, dass künftig ein größeres Augenmerk auf bestehende Lagerbestände gelegt werden soll. In der Vergangenheit hatte der Hersteller immer wieder mit übervollen Lagern beim Wechsel von einer Chip-Generation zur nächsten zu kämpfen. So verzögerte sich der Start der Trinity-Prozessoren für Desktop-PCs nicht zuletzt aufgrund eines großen Restbestands an Modellen der Vorgängergeneration Llano.

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4 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • klomax
    Rhetorik vom Feinsten...nicht.

    Könnte, möchte, würde werden...So ein Arbeitsbereich wäre nix für Männer wie Jim Keller. ;)

    PS: Alte Lagerbestände kann man super reduzieren, wenn man überzeugende Ware bereitstellt, die sich verkauft wie geschnittenes Brot mit Wurst und Butter drauf, oder neue Produkte künstlich verknappt. - Einfach mal bei Intel abgucken. ;)
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  • big_k
    die könnten gleich mit der Arbeit anfangen und nen fallout treiber rausbringen
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  • geist4711
    strukturierung st natüich wichtig baer wirkliche gewinne und beliebtheit beim kunden, erhält man nur mit sercive(treiber zb) und guten produkten die konkurenzfähig sind -wie bei den grafikkarten.
    oder umgekehrt, was nutzt die schönste struktur, wenn man nix produziert was die kunden mögen? -eben, nix.....

    man hätte auf bulldozer viel viel schneller reagieren MÜSSEN damit garnicht erst das anfängt, wo man heute so mühsam gegen ankämpft.

    wenn man damals bei bulldozer, nachdem klar war was der kann(also noch vor dem erscheinen auf dem markt) gleich angefangen hätte einen 'richtigen' nachfolger statt einer APU zu machen, der wenigstens parallel dazu, wäre man vor geschätzten 3 jahren schon mit ZEN auf dem markt gewesen und würde heute den nachfolger präsentieren, dann auch in 14nm und stände heute anders da.

    mfg
    robert
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