AMD XConnect: Externe Grafikkarte am Notebook

Vor kurzem tauchten bereits erste Gerüchte auf, dass AMD an einem neuen Standard für die Anbindung externer Grafikkarten arbeitet, die die Grafikleistung von Notebooks oder einfachen Desktop-PCs im Bedarfsfall signifikant steigern sollen.

Nun präsentiert der Hersteller XConnect, wobei auf den External-Graphics-Standard (eGFX) gesetzt wird, der von Intel zusammen mit Thunderbolt 3 ersonnen wurde. So kann mit Hilfe von vier PCI-Express-3.0-Leitungen eine effektive Bandbreite von 40 GBit/s realisiert werden.

Zusammen mit Razer hat AMD ein erstes Gehäuse entwickelt, das den Namen Core trägt und mit dem Blade Stealth gekoppelt werden kann - einem kompaktem Notebook mit 12,5-Zoll-Display. Die Technologie ist jedoch nicht exklusiv; im Prinzip kann sie mit jedem Notebook genutzt werden, das Thunderbolt 3 mit USB-Typ-C-Interface mitbringt, ein BIOS mit eGFX-Suport besitzt und zudem Windows 10 als Betriebssystem nutzt.

AMD verspricht, dass auf diese Weise eine Vielzahl von Karten aus dem aktuellen Angebot genutzt werden können. Neben den Karten der 300er Serie, der Radeon R9 Fury und der Radeon R9 Nano sind auch die älteren Modelle R9 290X, R9 290 und R9 280 kompatibel.

Die Grafikkarten werden bei dem Core-Dock von Razer in ein massives Aluminiumgehäuse gesteckt, in dem GPUs mit einem Strombedarf von bis zu 375 Watt untergebracht werden können. Die Docking-Station ist eine Plug'n'Play-Lösung, bei der es genügt, die die Grafikkarte verwendende Anwendung zu verlassen und letztere danach - ähnlich wie bei einem USB-Stick - vom System zu trennen. Zudem hält die Blechkiste vier USB-3.0-Anschlüsse sowie eine Gigabit-LAN-Port bereit, sodass die Möglichkeiten beim Spielen weiter vergrößert werden. 

Auch Nvidia dürfte in Kürze mit passenden Karten aufwarten. Der Hersteller hat bereits erklärt, dass die eGFX-Unterstützung zwar noch in der Beta-Phase steckt, allerdings schon in den Treibern der Grafikkarten mit Maxwell-GPU (also die GTX 750, GTX 750 Ti, die 900er Serie sowie die Titan X) implementiert ist. Derzeit ist jedoch eine Plug'n'Play-Nutzung noch nicht möglich.

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2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • samserious
    Es ist schön, zu sehen, dass endlich mal ein Standard für externe Grafikkarten am Notebook gefunden werden soll.
    Das größte Problem externer Karten bleibt aber: Wen ich schon stationär "hochwertiger" Spielen will, dann soll bitte auch gleich ein größerer BIldschirm als der im Notebook her. Und dann wiederum kann man sich auch eine miniITX-Kiste zulegen.
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  • Leefie
    Eine Vesa-Halterung wäre auch super, dann steht die Kiste nicht auf dem Tisch rum.
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