Google: Dalvik mit Android 5.0 reif fürs Altenteil

Seit den Anfängen von Android nutzt Google eine virtuelle Maschine namens Dalvik zum Ausführen von Anwendungen, die auf Java basieren. Die Idee dahinter ist einfach. Die für Android optimierte VM sorgt dafür das Apps ohne größere Anpassungen auf den verschiedenen Geräten (mit unterschiedlichen Prozessoren usw.) funktionieren, sodass sich der Aufwand für Entwickler reduziert. Allerdings muss jede einzelne App beim Start neu kompiliert werden, was die teilweise hohen Hardware-Anforderungen an Android-Geräte erklärt, zudem ist die Programmiersprache nicht gerade für eine hohe Performance bekannt.

Mit der letzten Version - Kit Kat - hat Google eine neue Lösung implementiert, die zunächst nur optional zur Verfügugung steht: ART (Android Runtime). ART ist ebenfalls eine virtuelle Maschine, die prinzipiell die gleichen Aufgaben erledigen soll wie Dalvik. Mit ihr kann der Prozessor jedoch schon den Bytecode (Befehle, die für eine virtuelle Maschine vorgesehen sind) einer Anwendung ausführen kann. Während Dalvik den Bytecode mit jedem Starten einer Anwendung in "nativen" Code umwandelt, soll ART dies nur einmal, bei der Installation der App, machen. Damit soll der Start-Prozess der App künftig deutlich schneller von Statten gehen - die Installation beansprucht jedoch mehr Zeit. ART soll damit (Google zufolge) erheblich effizienter mit den vorhandenen Speicherressourcen umgehen, was durch einen integrierten Garbage Collector weiter gesteigert werden soll.

Anfänglich dürfte jedoch nicht jede App mit der Funktionsweise von ART zurechtkommen, wie sich bereits bei Android 4.4 gezeigt hat. Hier sind zunächst die Entwickler aufgefordert Anpassungen vorzunehmen. Daher wird Dalvik vermutlich aus Kompatibilitätsgründen weiterhin zur Verfügung stehen. Dennoch dürfte ART eine Reihe von Anwendungen beschleunigen und vor allem den Speicherbedarf reduzieren, ohne dass der Nutzer Änderungen an seinem System vornehmen muss.

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