Google will Android-Update-Druck erhöhen

Mit dem Erfolg des Betriebssystems Android kämpfte Google mit einem Problem, für das bis heute noch keine Lösung gefunden wurde: Updates auf eine neue Android-Version werden erst nach Monaten auf die Smartphones verteilt - wenn diese überhaupt noch eins bekommen. Während bei Apple auf 84 Prozent aller iPhones und iPads die neuste iOS-Version installiert ist, findet sich die aktuelle Marshmallow-Variante nur auf 7,5 Prozent aller Android-Smartphones.

Derzeit ist Zahlen von Statista zufolge Android 5.0 (Lollipop) mit 35,6 Prozent die weitverbreiteste Version, gefolgt von Android 4.4 mit 32,5 Prozent. Selbst die als Jelly Bean zusammengefassten Ableger von 4.1 bis 4.3 kommen mit 20,1 Prozent noch auf einen deutlich größeren Anteil - das Betriebssystem wurde 2012 vorgestellt. Die große Fragmentierung birgt nicht nur Gefahren hinsichtlich der Sicherheit. Auch neue Entwicklungen erreichen die Nutzer damit erst mit einer erheblichen Zeitverzögerung.

Als Grund für das langsame Aktualisieren verweisen Smartphone-Hersteller und vor allem Provider stets auf das aufwendige Anpassen und Testen der Updates vor der Auslieferung an die Nutzer, was für jedes einzelne Land durchgeführt werden müsse.

Nun nimmt Google einen erneuten Anlauf, um für schnellere Updates auf Android-Smartphones zu sorgen. Die Softwareschmiede hat bereits intern ein Ranking aufgestellt, mit dem die Update-Geschwindigkeit der einzelnen Hersteller aufgelistet wird, einigen wurde die Liste auch gezeigt. Künftig könnte diese als eine Art Pranger öffentlich gemacht werden. Die Versorgung mit Aktualisierungen ist für nicht wenige Nutzer durchaus ein Kaufkriterium und könnte so den Druck erhöhen.

Ob diese Maßnahme zum Erfolg führt, sei allerdings mal dahin gestellt. Bisher sind an dieser Stelle noch alle Versuche Googles kläglich gescheitert...

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5 Kommentare
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  • geist4711
    ich würde ja gern updaten, wenn ich denn könnte, aber für mein olles huawei gibts keine updates...

    mfg
    robert
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  • matthias wellendorf
    In vielen Fällen bleibt nur die Hoffnung auf OmniROM, Paranoid oder eben CyanogenMod - aber das setzt die Bereitschaft zum Rooten und Flashen voraus und auch hier werden nicht alle Geräte unterstützt.
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  • Bastian Fiek
    Ich habe derzeit daheim ein S3 und ein S4 mit Android M auf Basis von CyanagenMod hier am rennen..

    die Hersteller sollten mal aufhören dem Kunden alle 9-12 Monate wieder das Geld aus der Tasche zu ziehen und dafür sorgen dass ihre Geräte länger halten/aktuell bleiben..
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