Google will Android-One-Programm neu aufstellen

Mit dem im vergangenen Jahr vorgestellten Android-One-Programm wollte Google die Position seines Betriebssystems auf den wachsenden Märkten von Entwicklungsländern wie Indien stärken und Hersteller davon überzeugen auf einem günstigen Smartphone eine von der Softwareschmiede bereitgestellte Version zu installieren, die sich durch eine ähnliche Aktualität und eine umfassende Versorgung auszeichnen sollte, wie die auf den Nexus-Smartphones installierte Variante.

Allerdings waren die damit verbundenen Vorgaben hinsichtlich der möglichen Hardware zu beschränkt, denn auf richtig großen Zuspruch stieß das Programm nicht. Die von Herstellern wie Micromax angekündigten Smartphones waren mit einem Verkaufspreis von rund 100 Dollar auch nicht wirklich günstig. Einfache Smartphones werden schon deutlich günstiger gehandelt.

Nun folgt nach Informationen des Wall Street Journals die Neuaufstellung des Programms durch die Softwareschmiede. Künftig sollen die Smartphone-Hersteller auf eine deutlich größere Auswahl bei den Komponenten zurückgreifen können. So kann nun beispielsweise bei der Kamera die Wahl aus Modulen von fünf Herstellern gewählt werden, bisher wurde nur ein Kamerasensor gestattet. Das beschränkt die Möglichkeiten der Smartphone-Fabrikanten sich voneinander zu unterscheiden und sorgt in den Marketingabteilungen entsprechend für Unmut.

Das erste der neuen Android-One-Smartphones soll allerdings erst in den nächsten Monaten auf den Markt kommen und wird von dem indischen Hersteller Lava International produziert.

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