Google kann Android-Sperre aus der Ferne aufheben

Die bislang nicht bekannte Hintertür in Googles Smartphone-Betriebssystem kommt im Falle eines staatlichen Durchsuchungsbefehls zum Tragen. Den Ausführungen des Staatsanwaltes (PDF) nach kann das Unternehmen in solch einem Fall das Gerät aus der Ferne - also ohne physikalischen Zugriff - entsperren.

Besonders pikant: Dem Bericht zufolge erfolgt ein Schutz vor der Freischaltung erst mit der Vollverschlüsselung, welche ursprünglich bereits für Android 5.0 angekündigt war, jedoch auch unter Android 6.0 nur für bestimmte Geräte vorgeschrieben ist. Entwarnung gibt es hingegen für Nutzer eines Apple-Gerätes, auf welche seit iOS-Version 8 kein Zugriff mehr möglich sein soll.

Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance ist von der Verschlüsselung überdies nicht begeistert und forderte bereits, Hersteller zum Einbau einer Hintertür für Sicherheitsbehörden zu verpflichten.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • quixx
    "Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance ist von der Verschlüsselung überdies nicht begeistert und forderte bereits, Hersteller zum Einbau einer Hintertür für Sicherheitsbehörden zu verpflichten"

    Das ist Realität in Demokratien. Auch in D.
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  • zeutan
    Wenn die Menschen nicht begreifen, dass man für Menschenrechte ununterbrochen einstehen muss, dann sind sie nichts wert.

    "Ich habe ja nichts zu verbergen." ist tief braunes Gedankengut.

    Und: ja, das ist ein politisches Statement.
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