Media-Tablets von Amazon, Dell, Huawei und LG im Vergleichstest

Fazit: Für jeden etwas dabei

Ein Billigheimer überrascht mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis

Wer auf der Suche nach einem kompakten Tablet ist, muss nicht - wie bei den Smartphones - befürchten, auf ein schmales Angebot zu stoßen, das ausschließlich billige Einsteiger-Modelle umfasst. Die Geräteklasse von Flachrechner mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale bietet eine große Vielfalt - vom schlichten Plaste-Bomber bis hin zum edlen Vorzeigegerät. Entsprechend breit ist auch die gebotene Leistung und letztlich auch die Preisspanne.

Am untersten Ende der Preisskala steht das Dell Venue 7, das mit seinem schlichten Kunststoffgehäuse sicherlich auf keine Schönheitspreise hoffen kann. Allerdings ist die für 139 Euro gebotene Leistung mehr als ordentlich. Das Rechnerchen auf Intel-Basis ist vergleichsweise schnell und wird selbst bei anspruchsvollen Benchmarks in erster Linie durch den (nur) ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher ausgebremst.

In der Praxis bedeutet das, dass die grafischen Effekte manches Spieles nicht mehr im vollem Umfang dargestellt werden können. Auch der Datenspeicher ist mit 16 Gigabyte für ein Tablet in dieser Preisklasse üppig dimensioniert und kann zudem mit Hilfe von microSD-Karten erweitert werden. Abstriche müssen jedoch bei der Kamera gemacht werden.

Die Kamera ist auch bei dem anderen günstigen Tablet eine der Stellen, an denen sich der Nutzer auf Einschränkungen einstellen muss: Der im LG G Pad 7.0 verbaute Sensor kann selbst mit dem Dell-Tablet nicht mithalten.

Dies gilt aber auch an anderer Stelle: Der Prozessor ist deutlich schwächer und der Datenspeicher nur halb so groß. Den höheren Verkaufspreis soll das wertigere Gehäuse rechtfertigen.

Eine Klasse weiter höher ist das Amazon Kindle Fire HDX 7 angesiedelt, das mit einem Full-HD-Display, einem schnellen Qualcomm-SoC und einer ordentlichen Speicherausstattung überzeugen kann, wobei der Nutzer beim zwischen 16, 32 und 64 Gbyte auswählen kann. Auch das Full-HD-Display gefällt beim Anschauen von Videos oder beim Daddeln.

Doch auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt: Die sehr eigene Android-Version überzeugt zwar durch ihr Schlichtheit und Übersichtlichkeit, doch schon der Sperrbildschirm (wenn man sich den Aufpreis spart) deutet auffällig daraufhin, dass es dahinter etwas zu kaufen gibt. Zudem fehlt ein Kamera-Sensor an der Rückseite, der qualitativ hochwertigere Fotos und Videos ermöglichen würde.

Das Huawei Mediapad X1 versucht mit seiner schlanken Form und dem wertigen Metallgehäuse eine Nutzergruppe anzusprechen, die Wert auf ein schickes Gerät mit vielen Funktion und einem großen Display legt.

Schließlich kann das 7-zöllige Tablet nicht nur unterwegs per LTE-Modem ins Internet gehen, sondern auch als ganz normales Smartphone verwendet werden - selbst wenn es dafür schon sehr groß ist.

Doch nicht alles an der technischen Umsetzung gefällt. Als störend entpuppt sich das lahme SoC, das zwar alle Aufgaben ohne Schwierigkeiten meistert, aber im Alltagsbetrieb seine Schwächen nicht verbergen kann. Beim Scrollen ruckelt es teilweise kräftig. Hier hätte es durchaus etwas mehr Leistung sein dürfen, zumal der Prozessor nicht ansatzweise mit dem Intel Atom mithalten kann, der im günstigsten der Testgeräte steckt.

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