Angelbird SSD wrk: SSD aus Österreich will sich einen Namen machen

Die nagelneue Angelbird SSD wrk soll ein Wolf im Schafspelz sein, wenn man der Gerüchteküche glaubt: Die mit Kapazitäten von bis zu 512 GByte erhältliche 7-mm-SSD kommt als Einsteiger-Laufwerk daher, soll aber sehr performant sein. Wir haben nachgemes...

Der österreichische Hersteller Angelbird bringt mit der Angelbird SSD wrk eine neue Serie preisgünstiger Einsteiger-SSDs an den Start. Die in den drei Kapazitäten 128, 256 und 512 GByte erhältlichen, nur sieben Millimeter flachen 2,5-Zoll-Laufwerke sind jeweils in ein schickes Gehäuse aus gebürstetem Aluminium gehüllt und offiziell zu Preisen von gerundet 90, 150 und 290 Euro zu haben.

In deutschen Preisvergleichsdiensten wie Geizhals werden sie bisher aber nur im Ausland (wenig überraschend: Österreich) gelistet; es gibt derzeit (25. August) anscheinend noch keinen deutschen Vertrieb.

Trotz Einsteiger-Etikett soll die mit einem sechs GBit/s schnellen SATA-Interface ausgestattete Angelbird SSD wrk durch eine hohe Performance überzeugen, die aktuellen Top-SSDs wie der Crucial M550, Samsung 840 Pro und 840 Evo oder Toshiba Q Pro in nichts nachsteht.

Angetrieben vom Silicon-Motion-Controller 2246EN und synchronem MLC-Flashspeicher von Micron bringen es die flachen SSDs laut Angelbird auf eine sequenzielle Leseleistung von bis zu 563 MByte/s. Beim sequenziellen Schreiben sollen bis zu 450 MByte/s möglich sein, bei den I/O-Operationen pro Sekunde sind es maximal 72.000 IOPS.

Was das 512 GByte fassende Spitzenmodell Angelbird SSDWRK512 leistet, haben wir im Testlabor ermittelt. Soviel vorweg: Angelbird hat nicht zuviel versprochen und eine richtig schnelle SSD herausgebracht.

Software-Ausstattung

Für die SSDs der wrk-Serie beitet Angelbird übrigens ein kleines Softwarepaket an. Das liegt dem Laufwerk zwar auf einer CD oder DVD bei, steht aber auch auf der Homepage des Herstellers zum Download bereit. Um die Tools herunterladen zu können, muss man zuvor einen Account erstellen und dabei die eigene SSD registrieren.

Zum Testzeitpunkt kann man die folgende Software herunterladen: Windows-Nutzer dürfen sich übe eine Vollversion der Sicherungssoftware System Reflection Backup Professional freuen, während Mac-User Parallels Desktop 9 herunterladen und damit Windows-Programme flüssig auf ihrem Apfel-Rechner laufen lassen, solange diese nicht allzuviel Leistung beanspruchen.

Den Multimedia-Bereich auf dem Download-Portal will Angelbird noch weiter ausbauen. Derzeit finden sich dort mit puremix Compression und puremix Gearfest 2012 Video-Tutorials zum Thema Musik.

Technische Daten

Testkonfiguration Performance-Messungen

System-Hardware
Prozessor:
Intel Core i5-2500K (32 nm, Sandy Bridge, D2), 4C/4T, 3.3 GHz, 4x 256 KByte L2-Cache, 6 MByte L3-Cache, HD Graphics 3000, 95 Watt TDP, 3.7 GHz max. Turbo
Motherboard
(Sockel 1155):
Gigabyte Z68X-UD3H-B3, Revision: 0.2, Chipset: Intel Z68, BIOS: F3
Arbeitsspeicher:Corsair TR3X6G1600C8D, 2x 2 GByte DDR3-1333
System-SSD:Intel X25-M G1, 80 GByte, Firmware 0701, SATA (3 GBit/s)
Controller:Intel PCH Z68, SATA/600
Netzteil:Seasonic X-760, 760 Watt, SS-760KM, Active PFC F3
Benchmarks
Performance-Messungen:h2benchw 3.16
PCMark 7 1.0.4
I/O-Performance:IOMeter 2006.07.27
Fileserver-Benchmark
Webserver-Benchmark
Database-Benchmark
Workstation-Benchmark
Streaming Reads
Streaming Writes
4K Random Reads
4K Random Writes
System-Software & Treiber
Betriebssystem:Windows 7 x64 Ultimate SP1
Intel Inf:9.2.0.1030
Intel Rapid Storage:10.​5.​0.​1026

Testkonfiguration Messungen Leistungsaufnahme

System-Hardware
Prozessor:Intel Core 2 Extreme X7800 (65 nm, Merom XE, E1), 2C/2T, 2.6 GHz, 4 MByte L2-Cache, 44 Watt TDP
Motherboard (Sockel 478):MSI Fuzzy GM965, Revision: 1.0, Chipset: Intel GM965, BIOS: A9803IMS.220
Arbeitsspeicher:Crucial BallistiX CM128M6416U27AD2F-3VX, 2x 1 GByte DDR2-666
System-HDD:Western Digital WD3200BEVT, 320 GByte, SATA (3 GBit/s), 5400 U/min
Controller:Intel ICH8-ME
Netzteil:Seasonic X-760, 760 Watt, SS-760KM, Active PFC F3
Benchmarks
Video-Playback:VLC 1.1.1
Big_Buck_Bunny_1080p
I/O-Performance:IOMeter 2006.07.27
Database-Benchmark
Streaming Writes
System-Software & Treiber
Betriebssystem:Windows 7 x64 Ultimate SP1
Intel Inf:9.2.0.1021
Intel Graphics:15.12.75.4.64
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19 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Derfnam
    This isn't gonna wrk, guys.
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  • derGhostrider
    Was hast Du gesagt? Deine SSD ist "würg"?

    Unglückliche Namensgebung.
    Der extreme Einbruch beim Random-Test von IOmeter lässt auf einen Abklatsch der damaligen Sandforce-Technik schließen.
    Ansonsten sind die ersten Testdaten ja relativ ordentlich.
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  • QuFu
    Etwas teuer dafür, dass man hohe Qualität nur verspricht, aber nicht mit Zahlen glaubhaft machen kann.

    Die MTBF klingt zwar recht gut, ist aber nur Statistik. Bleiben die mittelmäßige dreijährige Garantie und die fehlende TBW-Angabe. Wie kann ich denn nun die Qualitätsversprechen bewerten?

    Wär schön gewesen, wenn der Test darauf etwas näher eingegangen wäre.
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  • alterSack66
    Was bringt die Software wenn man nicht weiß ob die Hardware auch länger was taugt? Eher nix. Da brauchen die gegen Crucial, Samsung und Intel gar nicht erst antreten.
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  • bachi
    Hat jemand mal überprüft, wie es mit der Aussage "manufactured in Austria" steht? Wurde die SSD dort wirklich hergestellt oder nur "endassembliert"???
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  • patrick stu
    die bude ist extrem unseriös
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  • patrick stu
    @bachi das gehäuse wird in .at angebracht. nichtmal die firmware wird in lustenau bespielt.
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  • bachi
    78736 said:
    @bachi das gehäuse wird in .at angebracht. nichtmal die firmware wird in lustenau bespielt.


    Schade. Habe mir aber nichts anderes erwartet.
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  • OnkelTo
    Der Deal mit dem Mac native TRIM lässt die SSD in einem neuen Licht erscheinen. Sieht so aus, als könnte sie sich auf langfristig im Mac ohne manuelle Optimierungen als am schnellsten erweisen.

    Würde mich interessieren, ob die Angaben zu, TRIM überhaupt stimmem. Und wenn ja, wieso können das andere SSD-Anbieter nicht?
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  • Tesetilaro
    das ist eine lange geschichte - natives trim gibt es nur für SSDs die auch von Apple offiziell freigegeben sind - damit fällt diese schon mal raus...

    so, es gibt aber recht einfache mechanismen das entsprechende kernel im Mac OS für Trim von drittanbietern wieder frei zu schalten, ein freies Tools dazu ist der Trim enabler... meines wissens können auch die OWC und Transcend SSDs das mit einem hauseigenen tools - aber bei allen drei genannten ist trim nach jedem Mac OS update für ne kurze zeit (einige Tage) aus - bis die SSD hersteller die eigene software aufs geänderte Mac OS angepasst haben.
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  • quixx
    78736 said:
    @bachi das gehäuse wird in .at angebracht. nichtmal die firmware wird in lustenau bespielt.


    Niemand, der für Geizhals-Preise herstellt, kann in Österreich eine Miete bezahlen. Wir haben uns schon längst abgeschafft.

    wrk? Will richtig Kohle?
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  • derGhostrider
    Solange man die SSD nicht "um die Wette" vollschreibt, haben viele SSDs neben Trim auch noch eine funktionierende Garbage Collection. Im Desktopbetrieb sollte sogar das ausreichen.
    Also nicht so kritisch - auch wenn mit Trim ohne Frage besser ist.
    Andererseits kann ich die Hersteller schon verstehen: Warum sollte man sich entweder Apple unterwerfen oder mit entsprechendem Aufwand bei jedem Update Tools anpassen, nur um einen derartig kleinen Marktanteil zu versorgen?

    Dann lieber die GC insgesamt so gut pflegen, dass man im Zweifelsfall auch ohne Trim auskommen kann. Das hat auf allen Plattformen dann Vorteile.
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  • Tesetilaro
    was uns wieder zur Grundsatzdiskussion eines offenen standards für Datenpflege bei SSDs bringt, ein protokoll oder was auch immer, das dann unter allen Betriebssystemen funktioniert *seufz*
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  • OnkelTo
    Angelbird schreibt auf seiner Webpage:

    SSD wrk for Mac is the only 3rd party SSD that supports TRIM for Mac straight from the box. No driver, software or TRIM Enabler is needed!

    Das heißt doch: rein das Ding in den Mac und eben keine Anpassungen mehr wie bisher bei anderen SSD's erforderlich und hier gerade andiskutiert.

    Ist das wirklich so?
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  • quixx
    79079 said:
    Angelbird schreibt auf seiner Webpage: SSD wrk for Mac is the only 3rd party SSD that supports TRIM for Mac straight from the box. No driver, software or TRIM Enabler is needed! Das heißt doch: rein das Ding in den Mac und eben keine Anpassungen mehr wie bisher bei anderen SSD's erforderlich und hier gerade andiskutiert. Ist das wirklich so?


    Da müssten wir uns einen Mac kaufen und probieren. Die Leute hier kaufen sich aber lieber 2 PCs für das Geld.
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  • Tesetilaro
    ich frag mal jemanden ausm appleland ob das wirklich so möglich ist, antwort aber nicht vor morgen...
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  • OnkelTo
    Heute auf macrumors geposted:

    I've had a chance to install and test the 512GB version of the "wrk for Mac" SSD from Angelbird. I can confirm it does indeed support TRIM on Yosemite! The OS thinks it's an Apple branded SSD. It formats to the full 512GB. The best part?! It's only $299

    Scheint also tatsächlich zu stimmen. Damit hat diese SSD ein Alleinstellungsmerkmal, das Angelbird zumindest in der Apple-Community einen ordentlichen Aufschwung verleihen dürfte. Stellt sich für mich die Frage: wie haben die das geschafft? Ist diese Lösung nachhaltig?
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  • Tesetilaro
    ich vermute nicht, Apple erkennt die eigenen SSD über die Vendor ID - wenn Angelbird diese übernimmt ist das illegal ;)

    Ich vermute da wird demnächst jemand eine unterlassungserklärung unterzeichnen dürfen ;)
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  • quixx
    65059 said:
    ich vermute nicht, Apple erkennt die eigenen SSD über die Vendor ID - wenn Angelbird diese übernimmt ist das illegal ;) Ich vermute da wird demnächst jemand eine unterlassungserklärung unterzeichnen dürfen ;)


    So wird es laufen. Trotzdem könnte man ein Tool rumgeben, mit der sich die vendor-device-ID frei konfigurieren lässt.
    Dann muss Apple seine User verklagen. Der Medium-Access-Counter lässt sich ja auch fast überall manipulieren. Muss er ja auch, wegen des flexlm.
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