Verlangsamen Viren-Scanner den PC?
Inhaltsverzeichnis
- 1. Wer hat den schwarzen Peter?
- 2. Test-System und Benchmarks
- 3. Benchmarks: Prozessor und Spiele
- 4. Benchmarks: Dateizugriff
Haben Virenscanner einen negativen Einfluss auf die Performance oder sind die Auswirkungen eher gering? Wir haben 10 verschiedene Produkte getestet und wollten wissen, ob das System ausgebremst wird.
Zu Zeiten von Windows 98, als CPUs noch im dreistelligen MHz-Bereich liefen und Systeme mit weniger als einem Gigabyte RAM ausgestattet waren, war die Installation eines speicherresidenten Antiviren-Programms praktisch mit einem Performance-Selbstmord gleichzusetzen. Wer erinnert sich nicht an die Augenblicke, als man etwas Dringendes am Computer zu erledigen hatte und eine geplante Virenüberprüfung stattfand – die Produktivität sank dabei rasch gegen null.
Da moderne Computer heute bedeutend leistungsstärker sind als noch vor ein paar Jahren, machen wir uns heute kaum noch Gedanken darüber, ob und inwiefern sich Antiviren-Software negativ auf unsere Systeme auswirkt. Anwendern, die erst mit Computern zu tun haben, seit diese mit mehreren Prozessorkernen und zahlreichen Gigabyte an RAM ausgestattet sind, dürfte es seltsam vorkommen, keinen Viren-Scanner installiert zu haben. Hier fehlt schlicht der Vergleich zu jenen Tagen, als man die Systeme noch so schlank wie möglich hielt, damit man nicht allzuviel Geschwindigkeitseinbußen hinnehmen musste. Mittlerweile haben wir ausreichend Reserven, um derartige Auswirkungen zu vermeiden. Prozessorkerne befinden sich im Leerlauf und warten nur darauf, diverse Aufgaben auszuführen, während niedrige Preise für Speicher-Kits mit 6 GB oder 8 GB selbst für Mainstream-Anwender erschwinglich sind.
Dabei möchten wir bereits im Vorfeld eines klar anmerken: Eine Viren-Überprüfung kann sich zwar stark auf die System-Performance auswirken, wir wollten aber wissen, ob die Software auch einen Einfluss auf die Performance hat, wenn gerade kein Viren-Scan durchgeführt wird. Dauert das Öffnen von Dateien länger, wenn man ein Antiviren-Programm installiert hat? Hat die Installation einer solchen Software auch Auswirkungen auf CPU-Ressourcen, wenn gleichzeitig andere Programme ausführt werden? Welche Arbeiten werden in erster Linie von solchen Sicherheitsprogrammen beeinflusst, wenn überhaupt?
Werfen wir also einen Blick auf verschiedene Antiviren-Programme und gehen diesen Fragen auf den Grund.
Was sind die Aufgaben eines Viren-Scanners?
Bevor wir mit unseren Tests anfangen, sollten wir zunächst einen Blick darauf werfen, wie Viren-Scanner funktionieren. Dadurch lässt sich feststellen, ob die Ergebnisse auch mit unseren Erwartungen übereinstimmen.
Die meisten Viren-Scanner sichern ein System über zwei hauptsächliche Mechanismen: Die Überprüfung von Dateien und der Überwachung des Systemverhaltens.
Die Überprüfung von Dateien ist dabei die verbreitetste Methode. Die Idee dahinter ist recht einfach: Der Viren-Scanner untersucht die Dateien auf einem PC auf Bedrohungen –Bedrohungen in Form von Signaturen, die einem bestimmten Virus entsprechen. Da es ständig neue Viren gibt, werden die meisten Viren-Scanner regelmäßig mit den neuesten Virensignaturen aktualisiert.
Welche Auswirkungen könnte die Dateiüberprüfung auf die Performance haben? Normalerweise untersucht ein Viren-Scanner Dateien auf bedrohliche Signaturen, immer dann wenn eine Datei geschrieben, geöffnet, geschlossen, per Email verschickt oder die Anti-Viren-Software ausgeführt wird. Deshalb scheint es durchaus schlüssig, dass Anwendungen, die regelmäßig auf Dateien zugreifen, durch die Anti-Viren-Software etwas an Geschwindigkeit verlieren. Programme, die nicht besonders häufig auf Dateien zugreifen müssen, dürften von der Anti-Viren-Software hingegen wenig beeinflusst werden.
Die zweite Methode zur Identifizierung einer Bedrohung durch die Anti-Viren-Software ist die Überwachung des Systemverhaltens. Dabei handelt es sich um eine vorbeugende Maßnahme in Bezug auf Viren, die noch nicht identifiziert wurden bzw. nicht im Verzeichnis bedrohlicher Signaturen aufgeführt sind. Der Viren-Scanner überwacht das System auf verdächtiges Verhalten, so z.B. die Veränderung ausführbarer Dateien. Diese Vorgehensweise zur Vermeidung eines Virenbefalls hat kaum Auswirkungen auf die System-Performance, da solch verdächtige Vorgänge eher selten auftreten.

Moin moin!
Hinsichtlich der allg. Leistung gibt es ja kaum Unterschiede, das stimmt wohl. Aber der "gefühlte" Leistungseinbruch, nachdem ich die KIS2010, war schon enorm, oder besser gesagt vorhanden.
Also das was im täglichen Gebrauch zählt. Wie Programme starten und Aufgaben wechseln oder auch Task-switchen genannt. ^^
All das benötigt, bei mir zumindest, mehr Zeit. Nun ja, ich habe natürlich auch diverse Funktionen an. Da wird eine Reihe von Parametern abgearbeitet, das ist mir klar.
Aber wenn das eigentliche Programm dann läuft, läuft´s halt, ohne großartige Einbußen.
Warum auch?!
Gruss,
Defragg
natürlich wurde der meistbenutzte virenscanner (avira) nicht getestet

tomsidiotenware suckt
Guter Test!
Leider fehlt der Scanner von Microsoft, es wäre mal interessant gewesen wie der abgeschnitten hätte.
Ich arbeite mit Kaspersky, vom Gefühl her verlangsamt sich das System, meine ich gegenfalls. Wobei ich sagen muß das Gdata und Symantec von der gefühlsmäßigen Verlangsamung des Systems keine Außnahme sind!
Die verlangsamen nicht nur vom Gefuehl her. Ist auch von der Konfiguration abhaengig. Schon das Booten kann durch den Virenscanner zu einer reinen Kaffeesauforgie werden. Kleine Dateizugriffe sind auch je nach Einstellung desastroes verlangsamt. Wenn er natuerlich so eingestellt ist, das seine Erkennungsquote minimal bis gering ist und er bereits gescannte Dateieen ignoriert sieht es von der Performanz her guenstiger aus. Auf einem frisch aufgesetztem System ist jeder Dateizugriff jedoch mit Performanzeinbussen behaftet. Auch Scannen bei Schreiben/ Lesen von Dateieen kann oft im Scanner variabel eingestellt werden.
Schöner Test!
Ich hab mich auch schon länger gefragt ob Sicherheitssoftware einen signifikanten Einfluss auf die Systemperformance hat. Ich war bisher immer so verfahren das ich den Echtzeitschutz deaktiviert hatte und einfach unregelmäßig manuell das gesamte System gescannt hatte. Durch regelmäßige Backups hab ich mir über Viren nie viel Sorgen gemacht und bisher war ich auch gut damit zurande gekommen.
Ich bin überrascht wie positiv Symantec abschneidet. Ich kann mich früher schon erinnern das gerade Norton Internet Security das System stark aus gebremst hatte.
Einziger Kritikpunkt am Test: Schade das Avira fehlt!
Die verlangsamen nicht nur vom Gefuehl her. Ist auch von der Konfiguration abhaengig. Schon das Booten kann durch den Virenscanner zu einer reinen Kaffeesauforgie werden. Kleine Dateizugriffe sind auch je nach Einstellung desastroes verlangsamt. Wenn er natuerlich so eingestellt ist, das seine Erkennungsquote minimal bis gering ist und er bereits gescannte Dateieen ignoriert sieht es von der Performanz her guenstiger aus. Auf einem frisch aufgesetztem System ist jeder Dateizugriff jedoch mit Performanzeinbussen behaftet. Auch Scannen bei Schreiben/ Lesen von Dateieen kann oft im Scanner variabel eingestellt werden.
Ich habe von Kaspersky auf Symantec gewechselt ung ich kann es nur jedem Empfehlen. Das aktuelle Kaspersky bremst das System zielich stark aus. Vor allem downloads über downloadmanager machen ständig Probleme. Man kommt einfach nicht auf seinen Speed.
Sagt mal, lest Ihr eigentlich Eure eigenenen Diagramme?!?
Wenn das Laden eines Dokuments oder einer Internetseite [b]doppelt so lang wie ohne Virenscanner benötigt, ist das eine extreme Verlangsamung!!![/b]
Und DAS sind die Tätigkeiten, die man häufig ausführt, nicht z.B. das Komprimierung von Dateien!
Ein Scanner der garnicht geht, Coranti Multi-Engine Anti-Virus & Anti-Spyware mein System war danach so langsam da ging nichts mehr außer warten................!
Ich habe von Kaspersky auf Symantec gewechselt ung ich kann es nur jedem Empfehlen. Das aktuelle Kaspersky bremst das System zielich stark aus. Vor allem downloads über downloadmanager machen ständig Probleme. Man kommt einfach nicht auf seinen Speed.
Im Firmeneinsatz ist Kaspersky aktuell wohl die beste Wahl. Zudem kann man Kaspersky auch gut konfigurieren. Bei mir hab ich Kaspersky fuer Workstations (OpenSpace-Security-Paket) auch auf meinem uraltem x32-Notebook installiert. Nach dem ich bei WInXP das NTFSlastaccess-Update abgeschaltet habe flutscht es selbst da mit Kaspersky. Trotzdem schalte ich den Scanner zu Hause normalerweise ab. Ich halte Virenscanner fuer zu Hause fuer !nahezu! ueberfluessig. Der von Microsoft sollte aktuell die beste Wahl sein. Der normale Nutzer sollte mit Avira oder halt Microsofts-Scanner absolut brauchbar unterwegs sein. Bei meinem x32 schalte ich ihn schon deswegen ab, weil der die Boot-Zeiten verlangsamt und ich jedesmal warten muss, bis ein Programm startet.
Und die beste Sicherheitslösung zur Zeit leider auch nicht:
Comodo Internet Security
PS: Kaspersky suckt - aber total!!!
Und die beste Sicherheitslösung zur Zeit leider auch nicht:
Comodo Internet Security
PS: Kaspersky suckt - aber total!!!
Wieso suckt Kaspersky? Ich kenne keinen Virenscanner bis auf dem von Microsoft, der keine Probleme verursacht.
@ffcmad
Was ist denn NTFSlastaccess-Update ?
Hallo? Kaskersky ist sehr gut!
Es spinnt nur, wenn man von Version zu Version (in meinem fall 2010 auf 2011) drüberinstalliert...wenn man das macht liegt die Auslastung bei ca. 25% (bei mir) nachdem ich alles komplett runterschmiss und die 2011 ver installierte funzte es. Das wird evtl. bei machen der Fehler sein.
@ffcmad
Was ist denn NTFSlastaccess-Update ?
Normalerweise wird unter Windows XP/ 2003 der letzte Zugriff auf eine Datei hinterlegt. Das kostet sehr viel Zeit. Schaltest du es ab, bekommst du einen ziemlichen Schub. Unter Vista und Win7 ist es standardmaessig deaktiviert.
Der von Microsoft ist in etwa so gut wie alle anderen Free Antivirenprogramme. Diese sind ausreichend solange man nicht auf dubiosen Seiten surft (pronz
), dubiose Dateien herunterläd (von komischen Seiten, 1 Click hoster oder filesharing) oder online banking und Ähnliches macht.
Ich kenne natürlich nicht das aktuellste Kaspersky, weil ich wie gesagt vor ein paar Monaten auf Norton umgestiegen bin. Bis zum Schluss aber hatte ich mit Kaspersky diverse Stabilitätsprobleme unter Windows 7 Pro 64 bit. Diese waren aber lange nicht mehr so schlimm wie zu Anfängen von win 7. Vielleicht lag es aber auch an einem anderen von mir installierten Programm oder Treiber was mit Kaspersky nicht harmonierte. Dazu kamen noch Geschwindigkeitsprobleme mit Downloadmanagern. Downloads mit max. Speed waren nur noch über den browser oder nach deaktivierung von Kaspersky möglich.
Der Systemstart dauerte auch deutlich länger als jetzt mit Norton, dass selsbst für netbooks geeignet sein soll. Norton hat sich echt gemausert während kaspersky stark nachgelassen hat.
Normalerweise wird unter Windows XP/ 2003 der letzte Zugriff auf eine Datei hinterlegt. Das kostet sehr viel Zeit. Schaltest du es ab, bekommst du einen ziemlichen Schub. Unter Vista und Win7 ist es standardmaessig deaktiviert.
Wo kann der Dienst abgeschaltet werden?
Das ist kein Dienst. Muss in der Registrierung angelegt werden. Google einfach
oder hier: Einfach eine Textdatei mit Endung .reg erstellen.
Das hier einfuegen:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem]
"NtfsDisableLastAccessUpdate"=dword:00000001
Sieht man die Ergebnisse an, merkt man folgendes
- Die CPU arbeitet gleich schnell (logisch)
- Die Dateizugriffe in Word brauchen fast doppelt so lange
- Das Öffnen von Internetseiten dauert mehr als doppelt so lange
Also, ich freue mich, dass weder die CPU langsamer wird, noch der Rechner sich verfärbt (welche Überraschung).
Was ich jedoch befürchtet habe, und sich in den Tests bewahrheitet, ist, dass alles, was mit Dateizugriffen zu tun hat, erheblich verlangsamt wird. Was auch irgendwie logisch ist, da ja gescannt wird.
Das ist kein Dienst. Muss in der Registrierung angelegt werden. Google einfach
oder hier: Einfach eine Textdatei mit Endung .reg erstellen.
Das hier einfuegen:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\FileSystem]
"NtfsDisableLastAccessUpdate"=dword:00000001
Danke!