Aorus X3 Plus V3: 13,9-zölliges Gaming-Notebook mit QHD+-Display

Aorus bringt ein ungewöhnliches, aber interessantes Gaming-Notebook auf den Markt: Das X3 Plus V3 integriert in einem Aluminium-Chassis Core i7, GTX 970 und zwei SSDs im RAID-0-Verbund sowie ein 13,9-zölliges Display mit enormer Auflösung.

Der Markenname Aorus mag dem einen oder anderen unserer Leser noch nicht wirklich geläufig sein, aber dahinter steckt einer der ganz großen Hersteller in der Hardware-Branche: Gigabyte. Der Grund für den abweichenden Namen liegt darin begründet, dass die Kunden mit Gigabyte selbst nicht primär Notebooks verbinden.

Also wurde kurzerhand mit Aorus ein Sub-Brand erschaffen, unter dessen Flagge eine ganze Reihe an weiteren 14 bis 17 Zoll großen Gaming-Geräten zwischen oberer Mittelklasse und High-End-Bereich angekündigt wurde. Diese setzen allesamt auf eine Kombination aus Haswell-CPU und Maxwell-GPU.

Mit dem von uns getesteten X3 Plus V3 positioniert sich Aorus in einer noch relativ unbesetzten Nische: Reinrassige Gaming-Notebooks mit leistungsstarker Ausstattung und einer Bildschirmdiagonalen von weniger als 14 Zoll sind zumindest aktuell noch etwas Besonderes - zumal hier ein mattes 13,9-zölliges IGZO-IPS-Display mit QHD+-Auflösung (3200 x 1800 Bildpunkte) geboten wird.

Beeindruckend ist auch die Kombination von echter Quad-Core-CPU in Form des Intel Core i7-4710HQ in Verbindung mit einer schnellen GeForce GTX 970M und zwei 256 GByte großen SSDs im Raid-0-Verbund. Eine üppige Speicherbestückung mit 16 GByte DDR3-1600 versteht sich da beinahe von selbst.

Für dieses Paket werden gemäß Hersteller-UVP schlappe 2289 Euro fällig. Aber immerhin: In leicht abgewandelter Form beeindruckte das Notebooks unsere US-amerikanischen Kollegen bereits nachhaltig genug, um in deren "Best Of Computex 2014"-Roundup aufgenommen zu werden und auch wir sind gespannt, wie sich das ungewöhnliche Notebook im Test schlagen wird.

Maße und Gewicht fallen für ein reinrassige Gaming-Gerät überraschend moderat aus: Mit 33 x 26,35 x 2,29 cm ist das Aorus X3 Plus V3 alles andere als ein Dickschiff und bleibt zudem mit einem Gewicht von 1,86 kg auch noch erstaunlich portabel, so dass der Wunsch nach Gaming-Ausstattung und Mobilität zumindest in dieser Hinsicht nicht zum Widerspruch an sich wird. So viel Leistung gibt es ansonsten nur in deutlich größeren und schwereren Geräten.

Das bedeutet allerdings mitnichten, dass hier Einbußen im Hinblick auf Stabilität und Verarbeitung gemacht werden müssen, denn das Metall-Kunststoff-Chassis bleibt selbst bei höherem Kraftaufwand vollkommen verwindungssteif und fasst sich dementsprechend wertig und robust an. Der Displaydeckel kann hier nicht ganz mithalten, aber irgendwo muss bei einem derartigen Gerät Gewicht eingespart werden. Dünne Display-Deckel haben sich aus diesem Grund ohnehin in Geräten abseits des ultra-robusten Business-Segments durchgesetzt und problematisch ist der des Aorus-Notebooks nun keinesfalls.

Ganz weit vorn spielt auch der Bereich der Handballenauflage und der Tastatur mit: Es ist schon ein gerütteltes Maß an Brutalität und Aggression nötig, um das Material zu leichter Verformung zu überreden.

Die Display-Aufhängung ist ordentlich straff. Der Bildschirm lässt sich gerade noch einhändig öffnen und entwickelt kein Eigenleben, auch wenn er zum Nachwippen neigt. Der maximale Öffnungswinkel liegt bei etwas mehr als 135 Grad.

Beim Design wurde ganze Arbeit geleistet: Bis auf ein verspiegeltes Aorus-Logo auf der Display-Rückseite und ein kleines Zierelement an der Sicke an der Oberseite, die mit dazu beiträgt, den sehr sportlichen Auftritt des Notebooks zu unterstreichen, ist die Oberfläche komplett in mattem Schwarz gehalten.

Die Formgebung ist insgesamt markant und erinnert vor allem aufgrund der beiden rückseitigen Luftauslässe der Notebookkühlung sowie der zentriert angebrachten Anschlüsse für die externe Stromversorgung und das Netzwerkkabel an das Design von Supersportwagen...

...und angesichts der zu erwartenden Leistung des Aorus ist das wahrscheinlich noch nicht einmal zu dick aufgetragen.

An der Vorderkante befinden sich lediglich einige Status-LEDs, die eine nette Zusatzfunktion bieten: Drückt man bei ausgeschaltetem Notebook die rechte Maustaste des Touchpads, dienen sie gleichzeitig als Anzeige für den Ladestand des integrierten Akkus.

An der linken Seite kann man einen externen Zusatzmonitor via HDMI oder Mini-DisplayPort anschließen; hier findet man auch einen USB-3.0-Anschluss sowie jeweils eine 3,5 mm große Klinkenbuchse zum Anschluss von Kopfhörer und Headset. Somit ist auch die Bildausgabe auf einem zusätzlichen, extern angeschlossenen Monitor mit 4K-Auflösung bei 60 Hz möglich.

An der rechten Seite gibt es zwei USB-3.0-Ports, einen SD-Kartenleser und den Power-Button, der leicht in das Seitenteil des Gehäuses eingelassen wurde. Dadurch wird vermieden, dass der Nutzer das Notebook bei seitlichen Berühren versehentlich ausschaltet. Der Knopf wird nur dann betätigt, wenn er wirklich betätigt werden soll.

Selbst die Unterseite wirkt durchgestylt: Gummierte Standflächen gegen das Verrutschen des Aorus im hektischen Spieleinsatz sowie zusätzliche Öffnungen zur Komponentenbelüftung und Sound-Ausgabe durch die integrierten Lautsprecher sind nicht nur vorhanden, sondern spiegeln erneut die gelungenen Design-Bemühungen wider.

Die Bodenplatte lässt sich durch das Lösen von zehn T6-Torx-Schrauben komplett abnehmen und ermöglicht den Zugriff auf den Innenbereich zwecks Reinigung oder Erweiterung und Austausch der Komponenten. Zur Kühlung von CPU und GPU setzt Aorus auf eine miteinander verbundene Lösung aus zwei Heatpipes und separaten Lüftern.

Zudem zeigt sich, dass ein dritter mSATA-Steckplatz noch frei ist. Zu den beiden bestehenden SSDs ließe sich somit bei Bedarf noch ein drittes Modell hinzufügen.

Problemlos erreich- und austauschbar sind auch das WLAN- und die beiden Arbeitsspeichermodule sowie der Akku. Durch leicht erreichbare Schnittstellenanschlüsse gestaltet sich im Bedarfsfall auch der Tausch von Lautsprechern oder Touchpad unkompliziert.

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10 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Abgesehen davon, dass 4K auf 27 Zoll schon eine Herausforderung sind und nur noch mit Windows 8 und entsprechender Skalierung sinnvoll nutzbar ist, finde ich 14 Zoll und QHD+ schon extremst. Klar, das Bild ist gestochen scharf, aber bei nichtskalierten Programmen gibt es dann entweder Darstellungsprobleme oder die Beschriftungen sind kaum noch vernünftig lesbar.

    Einzig beim Gamen dürfte man sich freuen, dass man Anti-Aliasing nun abstellen kann, da man die Treppchen bei dieser hohen ppi nicht mehr erkennt.

    Selbst ein MacBook Pro 15 mit Retina-Display lässt kaum noch Pixel erkennen.
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  • ich glaub es war schwer für Kai sich von dem Teil wieder zu trennen ;) Und ich meine nicht die Ente auf dem Touchpad *g*

    Aber wenn wir bedenken, daß diese Kiste vor einem Jahr $ bedingt noch ca. 1800 € gekostet hätte - respekt Gigabyte ;)
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  • Unter Win8.1 habe ich quasi keine Probleme bei einem QHD+ Display auf 13,3", es sind nur noch wenige Elemente, welche die Skalierung verpasst haben und für die bin ich noch jung genug um sie trotzdem bedienen zu können ;-D
    Das gerät ist schon was schickes, ich bin aber besser bedient, wenn mein Laptop nicht zum Zocken taugt :-)
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  • Jup, das konnte ich wirklich nur schwer wieder abgeben. Ich hab mir ursprünglich mal ein normales 15,6"er geholt, weil ich dachte, damit wird die Bildbearbeitung auf Messen etc. einfacher.
    Aber: Auf Messen wählt man hektikbedingt höchstens Bildausschnitte und stellt nicht frei etc.
    Das Aorus ist schon ganz schön sexy :)
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  • Kommt mal in mein Alter :D Ich hab ein Surface Pro 3. Und mir ist nicht klar was so ne hohe Auflösung bringen soll. Und vernünftig spielen auf nen 13,9" Display? Länger als ne Stunde gehts eh ned. Das packen die Augen schon :D
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  • @alterSack: Dafür gibts doch die Bildschirmlupe ;)
    Hätte ich jetzt persönlich das Aorus, würde ich es stationär an einem großen Monitor betreiben - Leistung genug ist ja da, um auch einige Spiele bei vernünftigen Quali-Einstellungen in WHQD zu spielen. Aber für unterwegs oder @Urlaub: Lieber etwas kleiner als ein 17-Zoll-Bomber (aber das ist jetzt eine rein persönliche Meinung - gibt genug Leute und Leser, die es sicher komplett anders sehen).
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  • selbst im Urlaub - HDMI kabel einpacken und gut ist... für das gemütliche zocken zwischendurch reichen die meisten hotelfernseher locker aus ;)
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  • Als Vergleichsgerät in 13,3 Zoll empfehle ich mal das MSI GS30 mit in die Tests aufzunehmen, hat zwar "nur" die GT3e intern verbaut kann aber dank großer Dockingstation mit einer Desktop Grafikkarte ausgestattet werden (an welcher dann auch z.B. ein QHD+ Bildschirm Platz finden würde) und hat nen ähnlich potenten Prozessor bei lediglich 1,3kg Gewicht und recht hochwertigem Alubody.. Kostenpunkt derzeit mit FHD 256 GB Raid0 SSD & 16GB Ram (reicht angesichts der Möglichkeit der Dockingstationzurüstung mit Festspeicher) Kostenpunkt im Moment ~1600€

    Ist IMO derzeit eines der interessantesten mobile Gamingprodukte auf dem Markt..
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  • Gibt es das Ding auch mit "vernünftigeren" Spezifikationen? Z.b. 256 SSD ohne Raid, 8GB Ram und 3GB VRam? Für 500€ weniger? Wahrscheinlich nicht... schade so ein hoher Einstiegspreis ist nervig.
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  • 81603 said:
    Gibt es das Ding auch mit "vernünftigeren" Spezifikationen? Z.b. 256 SSD ohne Raid, 8GB Ram und 3GB VRam? Für 500€ weniger? Wahrscheinlich nicht... schade so ein hoher Einstiegspreis ist nervig.


    Soweit ich weiß gibt es leider nur eine Ausstattungsvariante (bzw. im Prinzip schon mehrere, aber dann immer nur für ein spezielles Land und selbst da waren die Unterschiede nicht wirklich groß).
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