Apple: Details zu 64-Bit-Prozessor

Bei der Präsentation des iPhone 5S hat Apple vor allem mit dem darin verbauten Prozessor überrascht. Denn der Apple A7, der unter dem Codenamen Cyclone entwickelt wurde, ist das erste SoC, das mit einem 64 Bit breiten Registersatz aufwartet. Die Veröffentlichung des Quellcodes von LLVM, eines Compilers, der vor allem von Apple verwendet wird, bringt einige weitere technische Details ans Tageslicht.

Die Vorgängerarchitektur Swift, die etwa beim A6 zum Einsatz kam, basiert noch auf einem 32-Bit-Befehlssatz und konnte nach dem Out-Of-Order-Prinzip (OoO) drei Anweisungen gleichzeitig verarbeiten. Dazu besaß er zwei Arithmetisch-logische Einheiten (ALU) und eine Einheit zur Verwaltung des 2x 32 KB großen L1- und 1 MB großen L2-Caches. Cyclone ist da deutlich größer. Er kann sechs Befehle gleichzeitig ausführen und besitzt vier Load/Store-Einheiten zur Verwaltung der Caches. Zudem wurden beim A7 gleich drei FPUs für die Gleitkommarechnungen verbaut. Außerdem vergrößern sich die Cache-Speicher: Auf L1-Niveau stehen nun 2x 64 KB zur Verfügung, beim L2-Cache bleibt alles beim Alten, aber dafür wird ein L3-Cache eingeführt, der eine Größe von 4 MB umfasst.

Anandtech deutet an, dass die Veränderungen, die Apple mit der aktuellen Generation eingeführt hat, denen ähneln, die auch Intel der aktuellen Haswell-Architektur angedeihen ließ, sodass der A7 von seiner Konzeption her einem Desktop-Prozessor nahekommt.

Derzeit wird das SoC mit zwei CPU-Kernen ausgestattet, die im besten Fall mit einem Takt von 1,4 GHz zu Werke gehen. Wenn Apple die Strukturbreite, in der der Chip gefertigt wird auf 20 nm reduziert, kann der Hersteller - ohne den Stromberbrauch deutlich zu steigern - vier der Cyclone-Kerne auf einem Die unterbringen. Damit deutet sich an, dass der nächste Apple-Chip, der A8, eine aufgebohrte Version des A7 werden könnte, denn Cyclone scheint noch einiges Potential bereitzuhalten. Und drei neue Architekturen in drei Jahren, sind aus der Perspektive der Entwicklung ein Kraftakt.

Aber Apple war auch immer für eine Überraschung gut.

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1 Kommentar
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    Dein Kommentar
  • Big-K
    Verdoppelt sich dann auch der IPC?
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