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Apple iPad Air 2 im Test: Das schlanke iOS-Tablet wurde noch flacher – und ist äußerst potent

Apple iPad Air 2 im Test: Das schlanke iOS-Tablet wurde noch flacher – und ist äußerst potent
Von , Armando Degá

Der Schlankheitswahn von Apple hat kürzlich zum "Bentgate" rund um das iPhone 6 Plus geführt. Diesbezüglich besteht beim Apple iPad Air 2 keine Gefahr. Bei der Leistung bricht es dagegen alle Rekorde.

Kosmetische Korrekturen nimmt Apple von Generation zu Generation meist nur in homöopathischen Dosen vor. So auch beim jüngsten Spross aus Cupertino, dem iPad Air 2: Optische Unterschiede zum Vorgängermodell erkennen auf Anhieb nur die Kenner. Etwa den im Home-Button integrierten und bereits von den iPhones her bekannten Fingerabdruckleser Touch ID. Oder die nochmals verringerte Bauhöhe, die man wie das minimal geringere Gewicht allerdings nur im direkten Vergleich bemerkt.

Letztlich ist das iPad Air 2 wie sein Vorgänger einfach wieder eines der flachsten und leichtesten Tablets in der 10-Zoll-Klasse. Keine Veränderung – zumindest bei den technischen Daten – gibt es beim Display: Der Retina-Bildschirm löst weiterhin mit 2048 x 1536 Pixeln auf. Neu ist allerdings, dass die Anzeige nicht mehr aus drei Schichten besteht, sondern nur noch aus einer. Dadurch soll der Kontrast höher werden und Farben lebendiger wirken. Außerdem will Apple mit einer Oberflächenbeschichtung störenden Reflexionen zu Leibe rücken.

Der wahre Fortschritt verbirgt sich aber wie so oft im Inneren. Wieder einmal verbaut Apple im Tablet-Flaggschiff nicht den aktuellen Rechen-Chip aus den Top-Smartphones, sondern hat sich für das iPad Air 2 etwas Besonderes aufgehoben. Das Apple A8X getaufte SoC verfügt erstmals über drei Rechenkerne und taktet mit bis zu 1,5 GHz auch etwas höher als bei den 6er-iPhones.

Zudem kommt mit der PowerVR GX6650 eine GPU zum Einsatz, die über sechs Cluster verfügt. Bei der GX6450 aus den iPhones sind es nur deren vier. Ordentlich draufgesattelt hat Apple auch beim Arbeitsspeicher: So ist das iPad Air 2 das erste iOS-Device, das mit zwei Gigabyte RAM daherkommt.

Nachgelegt haben die Kalifornier auch bei den Kommunikationsmodulen: So ist nun ac-WLAN an Bord, und das LTE-Modul unseres Wi-Fi+Cellular-Gerätes unterstützt LTE Cat. 4 mit bis zu 150 MBit/s im Downstream. Dass es auch schon schneller geht, zeigt Samsung mit dem Note 4, das bereits LTE Cat. 6 mit der doppelten theoretischen Datenrate nutzt. Bluetooth 4.0 ist ebenfalls nicht mehr ganz zeitgemäß – und NFC fehlt ganz. Obwohl: Der Chip wäre vorhanden, nur eben nicht aktiv.

Die Hauptkamera löst im iPad Air 2 mit acht Megapixel auf, unterscheidet sich aber bei den Eckdaten von den 8-MP-Sensoren der sechsten iPhone-Generation. An der Front arbeitet auch im zweiten Air eine "Standard-Face-Time-Kamera" mit 1,3 Megapixel Auflösung.

Bei den Preisen hat sich auf den ersten Blick kaum etwas getan. So kostet das Einstiegsmodell mit WLAN und 16 Gigabyte Speicher jetzt 489 Euro, das sind 10 Euro mehr als bei der ersten Generation. Ein 32-GByte-Modell gibt es indes nicht mehr, folglich sind die größeren Varianten immerhin 90 Euro günstiger als noch beim iPad Air. Das Top-Modell mit 128 Gigabyte Festspeicher und LTE schlägt mit 809 Euro zu Buche.

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  • bigreval , 11. November 2014 15:13
    Es kostet eine ganze Stange Geld, keine Frage - aber man bekommt auch einen exzellenten Gegenwert dafür.

    Das wäre bei Apple mal ein echtes Novum... Und wie immer: Yesterdays Hardware Tomorrow...

    Jetzt könnt ihr flamen...