Apple iPad Air im Test: Die neue Referenz der 10-zölligen Tablets

Mit dem neuen Smartphone-Flaggschiff iPhone 5S konnte Apple nur mit der hohen Leistung punkten, denn sonst hat sich nicht viel getan. Ganz anders beim neuen iPad-Topmodell. Das Air ist ein echter Luftikus und wie das iPhone 5S bärenstark.

Die Vorstellung der neuen iPhone-Generation brachte keine großen Überraschungen. Wie immer gab es einen neuen Prozessor mit signifikant höherer Leistung und ein kleines Goodie. Diesmal war es der Fingerprint-Reader, der im Home-Button sein Zuhause findet. Sonst blieb alles beim Alten.

Wer nun denkt, bei der Einführung des neuen Tablet-Topmodells von Apple wäre es genauso langweilig zugegangen, der irrt. Denn endlich haben sich die Amerikaner auch mal wieder das Gehäuse des iPads vorgenommen. Herausgekommen ist das bis dato leichteste und kompakteste Tablet der 10-Zoll-Klasse. Sein vielsagender Name: iPad Air.

Es wiegt in der WLAN-Variante nur 464 Gramm und misst in der Breite 24 und in der Höhe 17 Zentimeter. Mit 7,5 Millimetern Bauhöhe ist es zudem sehr flach, auch wenn es mit dem Sony Xperia Tablet Z noch ein flacheres 10-Zoll-Tablet gibt. Die Messlatte liegt also weiterhin bei 6,9 Millimetern.

Ansonsten hat sich am grundlegenden Erscheinungsbild nichts geändert. Das Apple iPad Air besitzt nach wie vor ein 9,7 Zoll großes Display. Zudem bleiben die Amerikaner dem 4:3-Bildformat und der "altbekannten" Retina-Auflösung von nach wie vor beeindruckenden 2048 x 1536 Bildpunkten treu. Das iPad Air sieht nun aus wie ein großes iPad Mini. Zum Vorgänger hat sich auch die Farbgestaltung geändert, die sich am iPhone 5S orientiert. Es gibt mit Spacegrau und Silber allerdings weiterhin nur zwei Farben. Die goldene Variante bleibt vorerst dem Smartphone aus Cupertino vorbehalten.

Wie das iPhone-Topmodell bekommt auch das Apple iPad Air den neuen A7-Chip – mit leicht erhöhter Taktfrequenz – und die Unterstützung zusätzlicher LTE-Bänder bei der Cellular-Version. WLAN nach 802.11ac, NFC oder USB 3.0 sind weiterhin Fehlanzeige. Und der Akku musste aufgrund des kompakteren Gehäuses deutlich schrumpfen. Apple verspricht dennoch eine mindestens ebenso lange Laufzeit wie beim Vorgänger.

Möglich machen soll’s das neue SoC, das wie im iPhone auch den Motion-Coprozessor M7 beherbergt und die Grafikeinheit PowerVR G6430 von Imagination. Diese GPU ist sicher eine der aktuell schnellsten ihrer Art und dürfte in etwa auf dem Niveau einer Qualcomm Adreno 330 liegen, die beispielsweise im Samsung Galaxy Note 3 - dessen Test kommt nächste Woche - verbaut ist.

Wie bei der vierten Generation gibt es auch beim iPad Air wieder vier verschiedene Speichergrößen (16, 32, 64 und 128 GB) und die Versionen Wifi und Wifi + Cellular. Die Preise haben allerdings leicht nachgegeben. So kostet das Einstiegsmodell mit 479 Euro immerhin 20 Euro weniger als beim iPad 4. Zudem beträgt der Sprung von einer Speichergröße zur nächsten „nur“ noch je 90 Euro. Der Aufpreis für die LTE-Version liegt durch die Bank bei satten 120 Euro.

Technische Daten und Ausstattung

Hersteller:Apple
Modell:iPad Air
CPU-Modell / Kerne:Apple A7 / 2
CPU-Takt:1400 MHz
Arbeitsspeicher:1024 MByte
Grafikeinheit / Kerne:Imagination PowerVR G6430 / 4
Displaygröße/Auflösung /Technologie:24,6 cm / 9,7 Zoll, 2048 x 1536 / Apple Retina/IPS
Touchscreen, Typ:Kapazitiv, Multi-Touch
Betriebssystem:Apple iOS 7.0.3
Speicher intern:16 / 32  (Testgerät) / 64 / 128 GB
Speicher zusätzlich:nein
Kamera:Front: 1,2 MP; Rear: 5 MP
USB, HDMI, Docking, Sonstige:ja/über Adapter/nein/Lightning
Bluetooth / Version:4.0
WLAN:802.11a/ b/g/n
UMTS:nein (LTE-Version gegen Aufpreis)
Telefonfunktion:nein
GPS:nur bei LTE-Version
Abmessungen (H x B x T):240 x 169,5 x 7,5 mm
Gewicht:469 g
Batterietyp / Kapazität:Li-Polymer, 32,4 Wh
Lieferumfang:Netzteil, Lightning-auf-USB-Kabel
UVP laut Hersteller:569 Euro
Straßenpreis zum Testzeitpunkt:542 Euro
Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
    Dein Kommentar