Apple iPad Pro 9.7: Wie das iPad Air 2 - und gleichzeitig doch ganz anders

Auch bei Apples zweiter Vorstellung des Jahres handelt es sich wieder um ein iPad Pro, diesmal allerdings mit 9,7-Zoll-Display und altbekanntem Gehäuse. Dennoch hat sich viel getan, vor allem bei den Kameras – und beim Preis. Das Air 2 bleibt im Programm.

Eine Auffrischung des iPad Air 2 wäre eigentlich längst fällig gewesen. Stattdessen hat Apple zunächst das iPad Pro mit einem 12,9 Zoll großen Display und dem optional erhältlichen Eingabestift Apple Pencil gebracht. Jetzt legen die Amerikaner doch noch ein 9,7-zölligen iPad nach – aber auch das iPad Pro 9.7 soll keinen Nachfolger für das mittlerweile 18 Monate alte iPad Air 2 darstellen.

Vielmehr gibt es das Air 2 weiterhin zu kaufen, sodass Apple bis auf Weiteres zwei unterschiedliche 9,7-Zoll-Tablets im Programm hat, bezogen auf Leistung und Ausstattung. Denn optisch sind die beiden ungleichen Brüder kaum auseinander zu halten; das Gehäuse ist bis auf Kleinigkeiten unverändert.

Am verräterischsten wäre noch die Farbe Roségold, die neu hinzugekommen ist. Zudem ragt jetzt die Hauptkamera wie bei den iPhones aus dem Gehäuse hervor - tatsächlich handelt es sich auch um die Kameras der Apple-Smartphones. Ein weiterer Unterschied sind die jetzt vier statt der beim Air 2 nur zwei Lautsprecher.


Alle weiteren Neuigkeiten spielen sich weitgehend unter der Haube ab. Da wäre zum einen der A9X-Prozessor, der bereits im großen iPad Pro zum Einsatz kommt. Zum anderen will Apple das Display verbessert haben. Auch der Smart Connector für den Anschluss entsprechender Peripherie ist beim "normalgroßen" Pro mit an Bord. In manchen Bereichen macht das iPad Pro 9.7 seinem großen Bruder sogar noch etwas vor - aber dazu später mehr.


Ordentlich gedreht hat Apple an der Preisschraube: War das iPad Air 2 zur Markteinführung ab 490 Euro mit 16 Gigabyte Speicher als Wifi-Ausführung zu haben, beginnen die Preise für das iPad Pro 9.7 bei 690 Euro. Dafür beträgt der Speicherausbau allerdings schon in der kleinsten Version 32 Gigabyte. Eine Verdoppelung des Speichers schlägt jeweils mit 180 Euro zu Buche. Das LTE-Modul kostet zudem 150 Euro extra. So kommt das hier getestete Topmodell mit 256 Gigabyte Speicher und LTE auf satte 1200 Euro.

Wem das neue iPad Pro zu teuer ist, der kann weiterhin auf das iPad Air 2 ausweichen. Das wurde mit Einführung des kleinen Pro obendrein im Preis gesenkt: Die 16-GByte-Version kostet jetzt 440 Euro, bei 64 Gigabyte sind es 540 Euro. Eine größere Variante gibt es nicht mehr. Der Aufpreis für LTE beträgt 120 Euro.

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