Apple-Keynote: Ganz im Zeichen von MacBook Pro & Apple TV

Vier Jahre ist es her, dass das MacBook Pro mit hochauflösendem Retina-Display auf dem Markt kam, welches in Übereinstimmung mit den Gerüchten nun komplett überarbeitet wurde. 

Star der gestrigen Keynote, die wir auch auf Twitter begleitet haben: Die Touch Bar genannte, die Funktionstasten ersetzende OLED-Eingabeleiste. Diese zeigt abhängig vom aktiven Programm sinnvolle Shortcuts an, lässt sich aber auch konfigurieren.

Darüber hinaus ist ein Fingerabdruck-Sensor integriert, Apple Pay kommt somit erstmals auf den Desktop. Für die Funktion kommt ein eigener Chip zum Einsatz. Nett: Die Leiste zeigt den zu zahlenden Betrag direkt an. Wir könnten uns vorstellen, dass der entsprechende Bereich der Touch Bar nicht ohne weiteres ansprechbar ist, was ein zusätzliches Sicherheits-Feature darstellen können.

In Sachen Konnektivität setzen die neuen MacBook-Pro-Modelle komplett auf USB-Typ-C. Das Notebook lässt sich über jeden der vier Anschlüsse aufladen; da Thunderbolt 3 unterstützt wird, gibt es für den HDMI-Port keine Notwendigkeit mehr. Unklar ist, ob die USB-Ports auch Power Delivery unterstützen, wodurch etwa Monitore nicht mal mehr einen eigenen Stromanschluss benötigen würden. Der SD-Kartenleser fällt ebenfalls der Schere zum Opfer.

Das Touchpad ist je nach Modell nun bis zu doppelt groß, Force Touch ist weiterhin an Bord. Das Display soll eine wesentlich höhere Helligkeit sowie merklich mehr Kontrast und Farbumfang liefern.

Insgesamt sind fünf neue Modelle verfügbar: Das 13-Zoll-Modell ohne Touch Bar nimmt eine Sonderrolle ein und bietet lediglich zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse, einen zwei GHz schnellen Core i5-Prozessor, eine 256 Gigabyte große SSD, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und die Intel-iGPU Iris 540 - für 1699 Euro.

Käufer des Modells mit Touch Bar profitieren von vier Thunderbolt-3-Ports, einer Intel Iris 550 und einem 2,9 GHz schnellen i5-Prozessor. Für 2199 Euro statt 1999 Euro gibt es dann auch eine 512 statt 256 Gigabyte große SSD. 

Das 15-Zoll-Modell kommt prinzipiell immer mit Touch Bar und damit auch Touch ID. Für einen 2,6 GHz schnellen Core i7-Vierkernprozessor, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine Radeon Pro 450 mit zwei Gigabyte Speicher und 256-GByte-SSD verlangt Apple 2699 Euro; einen 2,7 GHz schnellen Prozessor in Kombination mit einer Radon Pro 455 und einer 512-GByte-SSD gibt es dann für 3199 Euro.

Während das 13-Zoll-Modell 1,37 Kilogramm schwer und 14,9 Millimeter hoch ist, sind es bei den größeren Varianten 1,83 kg und 15,5 mm. Erhältlich sind die Modelle mit Touch Bar in einem Monat, das 13-Zoll-Gerät ohne die schlaue Leiste ab sofort. Ebenfalls verbessert wurde die Tastatur, welche nun auch auf einem Butterfly-Mechanismus basiert.

Das zweite, wenn auch weniger große Thema: Apple TV wird um eine neue App namens "TV" erweitert, die als Schaltzentrale für TV-Übertragungen und Streaming-Dienste fungieren soll. Mit dabei ist eine enge Verzahnung zu Twitter; zudem soll sich Siri intelligenter anstellen.  

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