Bericht enthüllt: Apple vernachlässigt Mac-Sparte

Mancher Apple-Fan vermutet es bereits seit längerem: Der amerikanische Hersteller hat das Interesse an seiner Mac-Sparte - und damit auch das Interesse an Desktop-PCs und Notebooks - verloren.

Nun will Bloomberg aus internen Quellen des Herstellers erfahren haben, dass dem tatsächlich so ist. Dem Bericht zufolge soll die Mac-Sparte im Konzern sowohl bei dem legendären, von John Ive geführten Design-Team als auch bei den Software-Entwicklern an Bedeutung verloren haben. In den glanzvollen Mac-Tagen soll bereits in frühen Entwicklungsstadien ein intensiver Austausch zwischen Entwicklern und Designern stattgefunden haben.

Auch der Bereich selbst hat allem Anschein nach Federn gelassen. Wichtige Schlüsselpersonen sind gegangen, eine klare Entwicklungsrichtung scheint zu fehlen, sodass technische Veränderungen zu spät bei neuen Modellen eingeführt wurden.

Eine für das zuletzt vorgestellte Macbook geplante Akkutechnologie, die zu einer deutlichen Laufzeitverlängerung geführt hätte, wurde verschoben, weil sie in einem entscheidenden Test durchfiel. Eine Beseitigung der Fehler hätte sich möglicherweise als zu komplex erwiesen, um das Notebook noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt zu bringen.

Aus der Nutzergemeinde wird der Vorwurf immer deutlicher, dass der Hersteller den Bezug zu seiner ursprünglichen Klientel verloren hat. Dabei war es gerade die Kreativszene, die mit ihrer Begeisterung für iMacs, Powerbooks & Co. den furiosen Aufstieg des Herstellers seit Ende der 1990er Jahre erst ermöglichten. Allerdings tragen die PC-Systeme von Apple mittlerweile auch nur noch zu 10 Prozent zum jährlichen Gesamtumsatz des Herstellers bei...

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