Apple wildert bei Google: Apple Dienste als Android-Apps

Apple erweitert eines seiner Geschäftsmodelle auf unerwartete Art: Apple Music gibt es seit November auch via App für Android-Geräte und damit für einen der größten Konkurrenten auf dem Markt.

Ist es nun ein schlauer Schachzug im Sinne von "If you can’t beat them, join them" oder ist es ein verzweifelter Schritt, um den Analysten wieder Futter zu geben, dass der Aktienkurs nicht noch weiter sinkt und der große Konkurrent Google nicht doch dauerhaft mehr wert ist als das Unternehmen aus Cupertino?

Apple Music gibt's auch für die Android-WeltApple Music gibt's auch für die Android-Welt

Trotz guter Gesamtzahlen sehen Analysten schon seit mehreren Quartalen den Absturz von Apple vorher – sehnen oder reden ihn vielleicht sogar herbei? Schließlich kann das ungebremste Wachstum angesichts fast schon stagnierender Verkaufszahlen des Edelprodukts iPhone nicht wirklich weitergehen.

Vielleicht wollte Tim Cook auf einer internen Präsentation vielleicht eben jenen Analysten neues Futter geben, als er laut Informanten des Magazins 9to5mac andeutete, dass der Start für die Apple-Music-App für Android nur ein Anfang von Apple-Diensten für das eigentlich verhasste System gewesen sein könnte.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple mit dem eigentlich "feindlichen Lager" Geld macht: iTunes für Windows kurbelte den iPod-Verkauf an und angesichts der Masse von Android-Kunden wäre es ein Wunder, wenn Apple nicht alleine durch Apple Music eine ganze Flut von Kunden hinzugewinnen würde.

Auch andere Apple-Services funktionieren im Prinzip mindestens genau so gut wie Google+, Dropbox, Maps (Nokia oder Google) und Co. Und es soll Android-Nutzer geben, die Apple Pay, Siri und anderes in ihrem jeweiligen Bereich durchaus für führend halten.

Bald 80 Prozent Marktdurchdringung von Android sind ein schlagendes Argument, diesen Markt zu betreten und nicht länger zu ignorieren, nur weil es mit der "Weltherrschaft" des eigenen Systems vielleicht doch nicht so weit her ist. Und bevor Apple den Blackberry-Weg gehen muss ... da lässt man wohl lieber die Hölle zufrieren, wie die Kollegen von Computerworld titelten.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • nonexistent
    Tja, in Gothic I hat das neue Lager auch ständig im alten Lager Geld gemacht.

    Mal sehen, wann das alte Lager hier dicht macht und jeden Banditen/Sumpfkiffer umhaut.
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  • Myrkvidr
    Wie bitte!? Der Schläfer erwache!
    Hmmm, das Sumpfkifferlager müsste nach der Analogie ja dann Microsoft sein, oder? xD
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