Apple bezieht SSDs künftig von SanDisk

Apple versucht schon länger seine Abhängigkeit von einem seiner größten Lieferanten - und gleichzeitig größtem Konkurrenten - zu verringern. Künftig wird der Hersteller seine SSD-Laufwerke nicht mehr von Samsung beziehen. Ab sofort werden in den Macbook Pro Retina Speicherlösungen von Sandisk verbaut.

Die Geschäftsbeziehung mit Samsung reicht bis ins Jahr 2008 zurück, als Apple bei seinem Macbook Air auf OEM-SSDs der Koreaner setzte. Doch bereits seit 2010 kommen beim Macbook Air auch andere Hersteller zum Zug: Verbaut wurde zumeist Speicher von Toshiba, der entweder auch mit einem Controller der Japaner versehen oder mit einem Sandforce SF-2281 kombiniert wurde.

Bei Speicherlaufwerken mit größeren Volumen (256 GB, 512 GB oder 768 GB), die z.B. im Macbook Pro Retina angeboten werden, führte bis zuletzt jedoch kein Weg an Samsung vorbei. Verbaut wurden OEM-Versionen der 830-Serie. Dies hat sich jedoch in den letzten Monaten geändert. Apple nutzt nun ein Modell von Sandisk, das der X100 ähnlich ist und einen 88SS9174-Controller von Marvel verwendet, der auch bei Cruicals M4 oder Intels 510 zum Einsatz kommt. Zudem wird eine Sandisk-eigene Firmware und Speicher verwendet, der nahezu identisch mit dem Toshiba-Speicher ist, der in den SSDs des Macbook Air steckt. Es handelt sich dabei um in einer Strukturbreite von 24 nm gefertigten MLC-Zellen mit einem Toogle-Mode-Interface.

Erste Tests lassen darauf schließen, dass die Performance der Speicherlaufwerke etwa auf dem Niveau der Samsung 830 liegen. Diese verschwindet allerdings auch noch nicht ganz aus dem Apple-Angebot: Sie Speicherkapazität von SSDs mit Marvell-Controller bleibt auf 512 GB beschränkt, dementsprechend kommt bei der 768 GB großen SSD im Topmodell nach wie vor Samsung zum Zuge.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • robberlin
    Mit diesem Schritt werden die Geräte allerdings auch anfälliger werden, weil bei keienr anderen Firma das Zusammenspiel aus Speicher und Controller so zuverlässig funktioniert wie bei Samsung.
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  • texas
    Inzwischen gibts bei SSDs kaum noch Probleme. Die Technik ist schon so weit entwickelt, dass solche Bugs in den Controllern, etc. eigentlich gar nicht mehr vorkommen. Ob Samsung oder Sandisk hat vielleicht vor 2 Jahren einen Unterschied gemacht. Heute aber nicht mehr.
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  • Krampflacher
    @robberlin: Hast schon recht. Insbesondere wenn man nicht die Möglichkeit hat, Trim zu aktivieren, ist die Samsung ungeschlagen. Aber wer ohnehin immer das neueste Windows "draufhat", versteht die Problematik natürlich nicht.
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