Fazit
Wir haben vier verschiedene Lösungen zur Dateiarchivierung getestet und haben mit allen vier Programmen jeweils 650 MB Testdaten komprimiert (siehe Testkonfiguration). In unserem ersten Testlauf erlaubten wir den Programmen die Verwendung ihrer eigenen Komprimierungslösungen: 7z mit LZMA2 für 7zip, arc für FreeArc, rar für WinRAR und zip/best für WinZip. In einem zweiten Testlauf haben wir die Ergebnisse unter Verwendung des bekannten Zip-Formats verglichen, das für die meisten Anwender am relevantesten sein dürfte.
Proprietäre Formate
Die Ergebnisse sind ziemlich interessant, da wir hinsichtlich der Verarbeitungszeit erhebliche Unterschiede ausmachen konnten und auch die Größe der Zieldatei differiert erheblich. In unserem Test liefern arc und LZMA/2 insgesamt das höchste Komprimierungsverhältnis wählt man die höchste Komprimierungseinstellung. Leider brauchen arc und LZMA für die Fertigstellung der Arbeit auch entsprechend Zeit. Sofern man eine wirklich hohe Komprimierung bei akzeptabler Verarbeitungszeit benötigt, dann sollte man sich für LMZA2 unter 7zip entscheiden.
Zip-Format
Durch die Verwendung von Zip ändert sich an der Größe der Archivdatei nicht besonders viel. Bei höchster Komprimierung bieten hier 7zip und WinZip die besten Komprimierungsverhältnisse. Allerdings hat die Bearbeitung bei beiden Programmen unverhältnismaßig lange gedauert.
Gewinner?
Sollte man bei der Auswahl eines Komprimierungsprogramms nicht gebunden sein und Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis von Komprimierung und Verarbeitunsgzeit legen, liefern 7zip mit LZMA2 und WinRAR – beide bei Standardkomprimierung – die besten Gesamtergebnisse. Diejenigen unter unseren Lesern, die vom Zip-Format abhängig sind, sollten sich ebenfalls für 7zip oder WinRAR entscheiden und hier ebenfalls die Stardeinstellungen zur Komprimierung verwenden. Sollte man auf eine höchst mögliche Komprimierung angewiesen sein, dann dürfte der hierfür notwendige Zeitaufwand eher eine nebensächlich Rolle spielen, weshalb wir diesbezüglich auch von einer Empfehlung absehen.
WinRAR und WinZip bleiben in Sachen Benutzerfreundlichkeit auch weiterhin klare Sieger. An die Funktionen beider Lösungen, insbesondere die von WinZip, kommen andere Lösungen bei weitem nicht heran. Anwender mit grundlegendem technischen Verständnis haben hier bei der Verwendung keine Probleme. WinZip bietet die meisten Funktionen und WinRAR einen Assistenten. Enthusiasten und Freunde der Kommandozeile dürften sich eher für 7zip und FreeArc entscheiden.
Verlierer?
Wir haben versucht ein Testumfeld zu erstellen, das diverse Dateiarten umfasst. Dabei sollte es allerdings noch möglich sein, mit ein paar anderen Archivierungsprogrammen etwas bessere Ergebnisse zu erzielen. Was die Performance angeht, müssen wir allerdings bei WinZip den Kopf schütteln, welches auch weiterhin keine Unterstützung für einen thread-optimierten Betrieb bietet. WinZip ist das einzige Programm, das noch immer lediglich einen Prozessorkern nutzt - in Zeiten, in denen bald schon Sech-Kern-CPUs verfügbar sind.
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WinRAR bleibt mein Favorit.
Moin

WinRAR benutze ich auch meistens, aber FreeArc scheint Potential zu haben. Was mich allerdings wundert: Wo stehen die Zeiten von FreeArc in der Tabelle für die proprietären Formate? Zum Schluss gibt es eine Scoregrafik, in welche diese mysteriösen Zeiten einfließen
was wurde eigentlich aus WinAce?
Das wurde lange Zeit irgendwie nicht mehr weiterentwickelt, daher musste es WinRAR weichen. Aktuell ist Version 2.69, die wohl auch Vista-kompatibel sein soll.
Aber offensichtlich kann sich dieser Packer nicht gegen die allseits bekannten Packer durchsetzen, obgleich ich FreeArc nun nicht wirklich kenne.
Und ja, ich stimme ebenfalls zu, dass WinZIP ziemlich an Boden verloren hat, wird nur ein Kern unterstützt, was ich nicht verstehe, denn Multicore-System gibt es für den Privatanwender schon seit etlichen Jahren. Mir dünkt, das war, als WinZIP 10 rauskam... vier Versionen später: Same shit new Color (in diesem Fall die 7Zip-Unterstützung)
7Zip ist ein netter Packer, aber ich vermisse Fuktionen, wie: Extract every Archive to separate Directory (wenn man mehrere Archive auswählt und entpacken will)
Was Packer betrifft, hat meines Erachtens einzig WinRAR seine Hausaufgaben gemacht!
Der Unterschied zwischen der Winrar 32 und 64Bit Version liegt bei gut 10% - 20%
Wenn man natuerlich nur alles auf einem Datentraeger roedeln laesst >> Nix davon uebrig.
Deswegen beim Komprimieren IMMER von einem phyiskalischen Datentraeger auf den Anderen. (Zumindest bei Zeitaufwendigen Kompressionsangelegenheiten) An Sonsten macht einem die Festplatte die Leistung des Systems zunichte.
Was bei WinRAR nicht ganz verstehe: Er entpackt mir ein Archiv immer erst in ein TEMP-Verzeichnis unter WinRAR.$$$.
nach dem Entpacken schaufelt er dann die entpackten Daten ins Verzeichnis, welches ich für die Extraktion angegeben habe.
Gibt es da keine Option, dass er die Datei direkt und ohne Temp-Verzeichnis entpackt? 7Zip kann das ja schliesslich auch!
Und bei 8GB RAM ist selbst ein 4GB-ISO nur ein Lückenfüller!
Doch. Ich nehme mal an das du Archive immer öffnest und den Inhalt dann per drag n drop in den ordner ziehst. Wenn du es so machst, geht Winrar über das TEMP Verzeichnis (so ist es zumindest bei mir). Wenn du rechtsklick auf das rar archiv machst und dann "Entpacken nach" auswählst, geht es direkt in den gewünschten Ordner.
Angaben beziehen sich auf Winrar 3.90 64bit oder so.
Der Unterschied zwischen der Winrar 32 und 64Bit Version liegt bei gut 10% - 20%Wenn man natuerlich nur alles auf einem Datentraeger roedeln laesst >> Nix davon uebrig.Deswegen beim Komprimieren IMMER von einem phyiskalischen Datentraeger auf den Anderen. (Zumindest bei Zeitaufwendigen Kompressionsangelegenheiten) An Sonsten macht einem die Festplatte die Leistung des Systems zunichte.
Wurde der Rechner nach jedem Kompressionsvorgang neu gestartet?
@blueray
Das WinRAR erst in einen Temp Ordner packt hat aber auch Vorteile, so kannst du immer Installationen direkt aus dem Archiv ausführen, bei den anderen musst du den Kram vorher entpacken...
Die Platte müllt er dabei ja auch nicht zu, mach WinRAR zu und die Temp Daten sind weg.
Kurze Frage: wurde die Sache auch mehreren CPU kernen getestet oder durften sich die übrigen Kerne beim i7 langweilen?

Ich find's übrigens schade, dass nur "proprietäre Formate[1]" und ZIP verglichen, gzip (in Form von .tar.gz) als äußerst verbreitetes Format aber vergessen wurden.
[1] LZMA als proprietär zu bezeichnen, ZIP aber nicht ist schon fast lustig
@bluerayDas WinRAR erst in einen Temp Ordner packt hat aber auch Vorteile, so kannst du immer Installationen direkt aus dem Archiv ausführen, bei den anderen musst du den Kram vorher entpacken...Die Platte müllt er dabei ja auch nicht zu, mach WinRAR zu und die Temp Daten sind weg.
Ob man dem "Kram vorher entpacken" muss, hängt vom Dateiformat ab
Wenn man die "setup.exe" mit 300 kb entpackt, vorher aber erst 2 GB Datenfiles entpackt werden müssen, ist das langweilig. Wenn hingegen das Setup bereits läuft, kann die Software im Hintergrund bereits die Plfichtteile entpacken, während ich überlege, in welchen Ordner und mit welchen Einstellungen ich das Zeugen haben möchte. Ggf. ausgewählte Zusatzfeatures werden erst ganz am Schluss entpackt.
Bin seit Jahren bei 7zip hängen geblieben.
Sicher nicht der Umfangreichste aber die Effektivität ist trotzdem sehr gut und das Programm selbst ein Vorzeigeopjekt was OpenSource an geht (wie auch Firefox, Mumble usw.).
@bluray: "Extract every Archive to separate Directory" heißt bei 7z "Entpacken nach "*\"" im Explorermenu...
7z macht ein Unterschied, ob ich aus dem geöffneten Archiv entpacke oder ob ich aus dem Explorer mit "Hier entpacken" arbeite. "Hier entpacken" schreibt die Dateien direkt in das entsprechende Verzeichnis, alles andere geht über den Temp-Ordner.
Gibt es eigentlich einen Geschwindigkeitsunterschied 32-bit / 64-bit bei 7z?
Bin seit Jahren bei 7zip hängen geblieben.Sicher nicht der Umfangreichste aber die Effektivität ist trotzdem sehr gut und das Programm selbst ein Vorzeigeopjekt was OpenSource an geht (wie auch Firefox, Mumble usw.).
Wenngleich das Format auch etwas unpraktikabel ist (wegen der geringen Verbreitung) - und mal ehrlich, die paar Prozent in der Kompressionsrate im vergleich zu zip oder gzip sind bei der heutigen Bandbreite eigentlich egal - ist 7zip selbst eine solide Software, ich verwende sie ebenfalls gerne und bin zufrieden damit. Kostet nix, leistet ausreichend viel.
hmm... wie siehts mit formaten wie gzip, bzip2 usw. aus?
komischer test
WinRAR kostet meist auch nix, nur ab und zu nach den PCWelt Versionen suchen.
Aktuell gibts immernoch die 3.80 4 free, also who cares?
http://stadt-bremerhaven.de/winrar-3-80-kostenlos/
Mich würde mal interessieren, wie die Windows interne ZIP-Funktion im Vergleich abschneidet, damit man mal sieht, was einem die Zusatzprogramme überhaupt so bringen. Denn wozu ein extra Programm installieren, nur um mal das eine oder andere ZIP-Archive zu packen oder entpacken.
naja windows kann aber kein RAR Format entpacken, von daher erübrigt sich das ja eigentlich, es gibt soviele Sachen die in rar gepackt sind... WinRAR ist von daher die beste Lösung finde ich, benutze den schon Jahren.
selbst wenn die nicht mehr Free ist kannste die noch zum entpacken nutzen, wie das mit packen ist weiß ich nicht, das mach ich so selten ^^
naja windows kann aber kein RAR Format entpacken, von daher erübrigt sich das ja eigentlich, es gibt soviele Sachen die in rar gepackt sind... WinRAR ist von daher die beste Lösung finde ich, benutze den schon Jahren.selbst wenn die nicht mehr Free ist kannste die noch zum entpacken nutzen, wie das mit packen ist weiß ich nicht, das mach ich so selten ^^
7zip kann auch RAR entpacken - das ist kein Argument für WinRAR, wenn du ohnehin den Packer nicht benötigst
btw: ich möchte nicht wissen, woher du "so oft" Sachen bekommst, die in RAR gepackt sind - womöglich in einem geteilten Archiv mit 65 Einzelfiles zu je 30 MB