Archivierungsfunktionen
Bei der Auswahl des passenden Archivierungs-Werkzeuge sollte man ein paar Dinge beachten.
Anwendung und Kompatibilität
Was wird zur Komprimierung oder Archivierung benötigt? Für kleine Dateien, die per Email verschickt werden sollen, ist eine hohe Komprimierung nicht unbedingt notwendig. Allerdings kann es durchaus bequem und sinnvoll sein, mehrere Dateien in einem einzelnen Archiv zusammenzufügen. Besonders kommerzielle Anwendungen bieten ein hohes Niveau an Integration in das Betriebssystem, wodurch Anwendern mit einem rechten Mausklick im Windows Explorer die angesprochenen Funktionen zur Verfügung stehen. Sofern man Daten an Kontakte weiterleiten will, die man nicht allzu gut kennt, sollte man sich auf bekannte Container-Formate wie zip oder rar konzentrieren. Die meisten Empfänger dürften eine Zip-Datei öffnen und extrahieren können, was auf andere Formate nicht unbedingt zutreffen muss.
Hinsichtlich der Reduzierung der Gesamtgröße bietet sich ein anderes Bild. Hier ist es sinnvoller ein leistungsstärkeres, wenn auch weniger bekanntes Tool einzusetzen. Jedoch sollte man bevor man es einsetzt einen Blick auf die Versions-Geschichte des jeweiligen Tools werfen um sicherzugehen, dass es regelmäßige Updates gibt und Aktualisierungen auch noch erhältlich sind, wenn man auf ein neues Betriebssystem umsteigt. Zudem kann es auch nicht schaden, eine Archivierungslösung zu wählen, deren Container von anderen Programmen gelesen und dekomprimiert werden können.
Komprimierung contra Geschwindigkeit contra Dateiarten
Eine bessere Komprimierung reduziert die Dateigröße, wobei hier der Komprimierungsvorgang an sich länger dauern kann. Moderne Anwendungen sind normalerweise thread-optimiert, was bedeutet, dass diese die Vorteile von Dual- bzw. Multi-Core-Prozessoren zu nutzen wissen. Allerdings gibt es ein paar Lösungen, die immernoch auf lediglich einen Prozessorkern zurückgreifen. Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass Dateitypen wie Dokumente oder jene mit sich wiederholenden Elementen recht umfangreich komprimiert werden können. Andere Dateitypen sollten zur Beschleunigung des Vorgangs hingegen nur gespeichert oder minimal komprimiert werden. JPEG-Bilder, Software-Installationsdateien und ähnliche Dateitypen sind bereits komprimiert, weshalb man nicht erwarten sollte, dass sich hier die Dateigrößen noch signifikant reduzieren lassen. Die Komprimierung dieser Dateitypen hat lediglich einen kosmetischen Effekt zur Folge.
Sofern man mit Dateien arbeitet, die einfach per Email verschickt werden sollen, ist die Zeit, die für die Komprimierung benötigt wird, eher zweitrangig. Der Faktor Zeit wird jedoch dann wichtig, wenn man eine größere Datenmenge für eine Datensicherung archiviert . Ein einfaches Beispiel: Das Komprimieren von verschiedenen Daten mit einer Gesamtgröße von 50 GB unter Verwendung einer minimalen Kompressionsrate dürfte genauso schnell erledigt sein wie ein einfacher Kopiervorgang der Dateien. Will man allerdings die Dateien maximal Komprimieren, dann kann dieser Vorgang auf einem durchschnittlichen Systemen mehrere Stunden dauern.
Multi-Volume-Archive
Durch die Beschaffenheit von Speichermedien bzw. Größenbegrenzungen von Email-Konten ist es eventuell notwendig, die Größe von Dateien und Sicherungsarchiven zu verringern. Email-Konten weisen auch heute noch oftmals eine Beschränkung von 10 bis 20 MB pro Email auf. Medien wie CDs, DVDs und selbst Blue-Rays bieten lediglich eine beschränkte Speicherkapazität. In solchen Fällen ist es daher unter Umständen notwendig ein Archiv mit mehreren Teilen zu erstellen und dazu noch die Dateigröße pro Archiv-Teil zu bestimmen. Sogenannte Multi-Volume-Archives werden von vielen, wenn auch nicht allen, modernen Archivierungsprogrammen unterstützt.
Selbst-extrahierende Archive
Command-Line-Optionen
Ist eine Automatisierung des Archivierungsvorgangs angedacht, möchte man voraussichtlich auch das Dateikomprimierungswerkzeug in bestehende Skripte integrieren. Fast alle uns bekannten Lösungen unterstützen zumindest grundlegende Befehle, die per Kommandozeile an das Programm übergeben werden können. Bei den in diesem Artikel gestesteten vier Programmen stellt dies kein Problem dar. Alle verfügbaren Optionen sind über die Kommandozeile zugänglich.
Passwörter und Verschlüsselung
Um Archive vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, lässt sich zusammen mit der Verschlüsselung des Inhalts ein Archiv-Passwort einrichten. Dadurch dauert der Komprimierungs- und Verschlüsselungsprozess zwar länger, aber diese Kombination bietet einen wirklich effektiven Schutz. Die meisten Archivierungs-Tools unterstützen AES-Verschlüsselung und einige (7zip, WinZIP) nutzen bereits die Vorteile zusätzlicher Prozessoranweisungen, die Intel mittlerweile in seinen Core-i5 Dual-Core-CPUs und zukünftigen 32-nm-Prozessoren einsetzt. Infolgedessen hat die Verschlüsselung künftig keinen spürbaren Einfluss mehr auf die Bearbeitungsdauer, solange das Archivierungsprogramm AES-NI (New Instructions) unterstützt. Bei AMD dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein bis ein ähnliches Instruction Set Einzug hält.
Weitere Grenzen
Insbesondere für große Dateien und ältere Container gibt es weitere Einschränkungen. Die Zip-2.0 Spezifikationen unterstützen lediglich Archive bis zu einer Größe von 2 GB und auch zu komprimierende Dateien dürfen lediglich eine Ausgangsgröße von 2 GB vorweisen. Eine ältere Festplatten-Partition dürfte ebenfalls zum Problem werden: Für FAT32 ist auf älteren Windows-Systemen bei 4 GB Schluss. Wenn man größere Archive erstellen will, dann benötigt man NTFS. Moderne Archivierungsprogramme nehmen unter Umständen auch entsprechend viel Hauptspeicher in Anspruch, da hier umfangreiche Wörterbücher (aus denen Komprimierungsmuster ausgelesen werden) normalerweise im Hauptspeicher gehandhabt werden müssen. Deshalb erreicht man die beste Performance nur, wenn man dem Archivierungs-Tool keinen Flaschenhals durch eine mangelnde Speicherkapazität auferlegt.
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WinRAR bleibt mein Favorit.
Moin

WinRAR benutze ich auch meistens, aber FreeArc scheint Potential zu haben. Was mich allerdings wundert: Wo stehen die Zeiten von FreeArc in der Tabelle für die proprietären Formate? Zum Schluss gibt es eine Scoregrafik, in welche diese mysteriösen Zeiten einfließen
was wurde eigentlich aus WinAce?
Das wurde lange Zeit irgendwie nicht mehr weiterentwickelt, daher musste es WinRAR weichen. Aktuell ist Version 2.69, die wohl auch Vista-kompatibel sein soll.
Aber offensichtlich kann sich dieser Packer nicht gegen die allseits bekannten Packer durchsetzen, obgleich ich FreeArc nun nicht wirklich kenne.
Und ja, ich stimme ebenfalls zu, dass WinZIP ziemlich an Boden verloren hat, wird nur ein Kern unterstützt, was ich nicht verstehe, denn Multicore-System gibt es für den Privatanwender schon seit etlichen Jahren. Mir dünkt, das war, als WinZIP 10 rauskam... vier Versionen später: Same shit new Color (in diesem Fall die 7Zip-Unterstützung)
7Zip ist ein netter Packer, aber ich vermisse Fuktionen, wie: Extract every Archive to separate Directory (wenn man mehrere Archive auswählt und entpacken will)
Was Packer betrifft, hat meines Erachtens einzig WinRAR seine Hausaufgaben gemacht!
Der Unterschied zwischen der Winrar 32 und 64Bit Version liegt bei gut 10% - 20%
Wenn man natuerlich nur alles auf einem Datentraeger roedeln laesst >> Nix davon uebrig.
Deswegen beim Komprimieren IMMER von einem phyiskalischen Datentraeger auf den Anderen. (Zumindest bei Zeitaufwendigen Kompressionsangelegenheiten) An Sonsten macht einem die Festplatte die Leistung des Systems zunichte.
Was bei WinRAR nicht ganz verstehe: Er entpackt mir ein Archiv immer erst in ein TEMP-Verzeichnis unter WinRAR.$$$.
nach dem Entpacken schaufelt er dann die entpackten Daten ins Verzeichnis, welches ich für die Extraktion angegeben habe.
Gibt es da keine Option, dass er die Datei direkt und ohne Temp-Verzeichnis entpackt? 7Zip kann das ja schliesslich auch!
Und bei 8GB RAM ist selbst ein 4GB-ISO nur ein Lückenfüller!
Doch. Ich nehme mal an das du Archive immer öffnest und den Inhalt dann per drag n drop in den ordner ziehst. Wenn du es so machst, geht Winrar über das TEMP Verzeichnis (so ist es zumindest bei mir). Wenn du rechtsklick auf das rar archiv machst und dann "Entpacken nach" auswählst, geht es direkt in den gewünschten Ordner.
Angaben beziehen sich auf Winrar 3.90 64bit oder so.
Der Unterschied zwischen der Winrar 32 und 64Bit Version liegt bei gut 10% - 20%Wenn man natuerlich nur alles auf einem Datentraeger roedeln laesst >> Nix davon uebrig.Deswegen beim Komprimieren IMMER von einem phyiskalischen Datentraeger auf den Anderen. (Zumindest bei Zeitaufwendigen Kompressionsangelegenheiten) An Sonsten macht einem die Festplatte die Leistung des Systems zunichte.
Wurde der Rechner nach jedem Kompressionsvorgang neu gestartet?
@blueray
Das WinRAR erst in einen Temp Ordner packt hat aber auch Vorteile, so kannst du immer Installationen direkt aus dem Archiv ausführen, bei den anderen musst du den Kram vorher entpacken...
Die Platte müllt er dabei ja auch nicht zu, mach WinRAR zu und die Temp Daten sind weg.
Kurze Frage: wurde die Sache auch mehreren CPU kernen getestet oder durften sich die übrigen Kerne beim i7 langweilen?

Ich find's übrigens schade, dass nur "proprietäre Formate[1]" und ZIP verglichen, gzip (in Form von .tar.gz) als äußerst verbreitetes Format aber vergessen wurden.
[1] LZMA als proprietär zu bezeichnen, ZIP aber nicht ist schon fast lustig
@bluerayDas WinRAR erst in einen Temp Ordner packt hat aber auch Vorteile, so kannst du immer Installationen direkt aus dem Archiv ausführen, bei den anderen musst du den Kram vorher entpacken...Die Platte müllt er dabei ja auch nicht zu, mach WinRAR zu und die Temp Daten sind weg.
Ob man dem "Kram vorher entpacken" muss, hängt vom Dateiformat ab
Wenn man die "setup.exe" mit 300 kb entpackt, vorher aber erst 2 GB Datenfiles entpackt werden müssen, ist das langweilig. Wenn hingegen das Setup bereits läuft, kann die Software im Hintergrund bereits die Plfichtteile entpacken, während ich überlege, in welchen Ordner und mit welchen Einstellungen ich das Zeugen haben möchte. Ggf. ausgewählte Zusatzfeatures werden erst ganz am Schluss entpackt.
Bin seit Jahren bei 7zip hängen geblieben.
Sicher nicht der Umfangreichste aber die Effektivität ist trotzdem sehr gut und das Programm selbst ein Vorzeigeopjekt was OpenSource an geht (wie auch Firefox, Mumble usw.).
@bluray: "Extract every Archive to separate Directory" heißt bei 7z "Entpacken nach "*\"" im Explorermenu...
7z macht ein Unterschied, ob ich aus dem geöffneten Archiv entpacke oder ob ich aus dem Explorer mit "Hier entpacken" arbeite. "Hier entpacken" schreibt die Dateien direkt in das entsprechende Verzeichnis, alles andere geht über den Temp-Ordner.
Gibt es eigentlich einen Geschwindigkeitsunterschied 32-bit / 64-bit bei 7z?
Bin seit Jahren bei 7zip hängen geblieben.Sicher nicht der Umfangreichste aber die Effektivität ist trotzdem sehr gut und das Programm selbst ein Vorzeigeopjekt was OpenSource an geht (wie auch Firefox, Mumble usw.).
Wenngleich das Format auch etwas unpraktikabel ist (wegen der geringen Verbreitung) - und mal ehrlich, die paar Prozent in der Kompressionsrate im vergleich zu zip oder gzip sind bei der heutigen Bandbreite eigentlich egal - ist 7zip selbst eine solide Software, ich verwende sie ebenfalls gerne und bin zufrieden damit. Kostet nix, leistet ausreichend viel.
hmm... wie siehts mit formaten wie gzip, bzip2 usw. aus?
komischer test
WinRAR kostet meist auch nix, nur ab und zu nach den PCWelt Versionen suchen.
Aktuell gibts immernoch die 3.80 4 free, also who cares?
http://stadt-bremerhaven.de/winrar-3-80-kostenlos/
Mich würde mal interessieren, wie die Windows interne ZIP-Funktion im Vergleich abschneidet, damit man mal sieht, was einem die Zusatzprogramme überhaupt so bringen. Denn wozu ein extra Programm installieren, nur um mal das eine oder andere ZIP-Archive zu packen oder entpacken.
naja windows kann aber kein RAR Format entpacken, von daher erübrigt sich das ja eigentlich, es gibt soviele Sachen die in rar gepackt sind... WinRAR ist von daher die beste Lösung finde ich, benutze den schon Jahren.
selbst wenn die nicht mehr Free ist kannste die noch zum entpacken nutzen, wie das mit packen ist weiß ich nicht, das mach ich so selten ^^
naja windows kann aber kein RAR Format entpacken, von daher erübrigt sich das ja eigentlich, es gibt soviele Sachen die in rar gepackt sind... WinRAR ist von daher die beste Lösung finde ich, benutze den schon Jahren.selbst wenn die nicht mehr Free ist kannste die noch zum entpacken nutzen, wie das mit packen ist weiß ich nicht, das mach ich so selten ^^
7zip kann auch RAR entpacken - das ist kein Argument für WinRAR, wenn du ohnehin den Packer nicht benötigst
btw: ich möchte nicht wissen, woher du "so oft" Sachen bekommst, die in RAR gepackt sind - womöglich in einem geteilten Archiv mit 65 Einzelfiles zu je 30 MB