Archos Helium 50 im Einzeltest: Mittelklasse einmal wörtlich genommen

Kunststoffgehäuse mit 5-zölligem Bildschirm

Große Kiste mit luftiger Abdeckung

Bei einem Gerät der Mittelklasse kann man nicht unbedingt mit hochwertigen Werkstoffen rechnen. Dementsprechend präsentiert sich das Archos Helium 50 in einem klassischen Plasikgewand, das optisch dennoch einen guten Eindruck macht. Die Kunstoffteile sind in Antrazit gehalten unsd setzen sich leicht von dem schwarzen Display und den ebenfalls schwarzen Hardware-Tasten ab, sodass die Gesamterscheinung durchaus eine gewisse Eleganz besitzt. Die matte Rückseite dürfte auch bei längerer Benutzung nicht zu sehr an Glanz verlieren.

Allerdings sind bei der Abdeckung hinsichtlich der Verarbeitungsqualität durchaus Verbesserungspotentiale auszumachen. Zwischen dem Innenleben mit dem wechselbaren Akku und dem Gehäusedeckel ist reichlich Luft. Mittig über dem Lautsprecher kann der mit zwei Fingern eingedrückt werden, wobei zu einem leisen Knarz-Geräusch kommt. Zudem hätte der Schließmechanismus der Rückseite etwas mehr durchdacht werden können. Denn der Plastikdeckel muss rund herum kräftig angedrückt werden, bevor er tatsächlich exakt in der ihm vorbestimmten Position Platz nimmt. Unter Druck verwindet sich das Smartphone zwar kaum, doch auch hier macht sich die Abdeckung bemerkbar. Mit nur wenig Druck auf Unter- und Oberseite hebt sie sich aus der Verankerung.

Die Gundfläche fällt mit 14,5 x 7,2 cm recht üppig aus, aber auf dem Niveau der 5-Zoll-Konkurrenz ist das normal - gleiches gilt für die Bauhöhe von 0,9 cm. Die abgerundeten Längsseiten sorgen für ein gutes Gefühl in der Hand. Das Gewicht ist mit 160 g allerdings schon recht hoch.

Weder gut noch schlecht: Der Bildschirm ist Mittelklasse

Beim Display folgt Archos dem aktuellen Trend und verbaut ein fünf Zoll großes Panel, das Inhalte mit HD-Auflösung und damit einer recht ordentlichen Pixeldichte von 294 ppi präsentiert. Dabei unterstreicht der Bildschirm Bildschirm hinsichtlich der Helligkeit den Mittelklasse-Charakter des Smartphones: Die Leuchtdichte wurde im Test mit durchschnittlich 308 cd/m² gemessen: Das ist wirklich nicht schlecht, aber auch nicht mehr wirklich gut. Denn gerade in hellen Umgebungen - etwa beim Sonnenbad in der prallen Sommersonne - reicht die Kraft des Panels nicht mehr aus, um noch effektiv gegen das Umgebungslicht anzukämpfen.

Zudem ist die Ausleuchtung vergleichsweise unregelmäßig. Der höchste Wert bei acht Messpunkten mit 334 cd/m² ermittelt, an der dunkelsten Stelle leuchtet das Display mit 283 cd/m² - das bedeutet eine Differenz von 51 cd/m².

Keine Leidenschaft für Bass

Die Tonwiedergabe gehört nicht zu den großen Stärken des Archos-Smartphones. Die Box ist so platziert, dass sie vollständig abgedeckt wird, wenn das Gerät auf einem geraden Fläche wie einem Tisch liegt. Auch klangtechnisch reißt der Mono-Lautsprecher seinen Besitzer nicht vom Hocker; ihm fehlt es vor allem an Bass. Was beim Tiefton fehlt, ist beim Hochton zu üppig. Die Höhen sind übersteuert, so dass der Klang insgesamt flach wirkt. Immerhin fängt die Box auch bei voller Lautstärke nicht an zu scheppern.

Das mitgelieferte Headset schließt sich dem Lautsprecher an. Ihm mangelt es an Kompetenzen bei der Basswiedergabe - und das soll keinesfalls bedeuten, dass ein Beats-Audio-Niveau angestrebt werden muss. Dadurch ist der Klang recht blechern und lässt gerade beim Musikhören keine große Begeisterung aufkommen.

Vieltelefonierer haben jedoch wenig Grund zur Klage. Denn am Ohr macht das Smartphone eine gute Figur - nicht nur optisch. Die Worte des Gegenübers werden in einer guten Lautstärke übertragen, die nur in sehr lauten Umgebungen den Wunsch nach mehr aufkommen lässt. 

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